Mobilität und Smart City
Auf dem Weg zur menschenfreundlichen Stadt: Wir möchten, dass alle Menschen sicher und zügig von A nach B kommen. Deswegen beachten wir bei all unseren Maßnahmen, dass wir den Weg zu einer gleichberechtigen Mobilität für alle weiter beschreiten. Unsere Mobilität bestimmt das Aussehen, die Geräusche und die Luft unserer Stadt – unser Ziel ist es, durch nachhaltige Mobilität unsere Stadt noch lebenswerter zu machen. Der Verkehrssektor ist für rund 20 Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich, daher haben wir die nachhaltige Veränderung des Mobilitätssektors im Koalitionsvertrag festgeschrieben.
Politik mit Plan und gemeinsam mit den Bürger*innen: der Masterplan Mobilität
Mit dem Masterplan für Mobilität wurde erstmals keine starre Planung, sondern ein agiler Plan nach europäischem Standard erstellt. Zunächst war zu entscheiden, welcher der beiden grundsätzlich unterschiedlichen Szenarien weiterverfolgt werden sollte: „Umstieg“ auf flächensparsamere und umweltfreundlichere Verkehrsmittel oder Erhöhung der „Effizienz“ bestehender Strukturen. Mit durchgängiger Beteiligung von Bürger*innen, Stakeholdern und Expert*innen wurde binnen eines Jahres das Szenario „Umstieg“ ausgewählt. Daraus ergibt sich die Vision 2025+ und die Teilstrategien für die verschiedenen Handlungsfelder, aus denen nun sukzessive Teilpläne zur Umsetzung erstellt werden.
Mit dem Masterplan Mobilität haben wir die großen Ziele nun vorliegen. Der mit wissenschaftlichen Methoden erarbeitete Gesamtverkehrsplan für die Stadt Frankfurt zeigt auf, wie wir unsere Ziele Klimaneutralität, Verkehr für alle und mehr Aufenthaltsqualität erreichen.
Wolfgang Siefert, Dezernent für Mobilität
Mit dem ÖPNV mobil
Frankfurt ist eine Stadt mit einem leistungsfähigen und gut ausgebauten Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Um dies weiterhin sicherzustellen und neue Wohn- und Arbeitsbereiche zu erschließen, arbeiten wir an verschiedenen wichtigen Projekten. So werden wir den Herausforderungen der wachsenden urbanen Strukturen gerecht. Im Bau befinden sich:
- Die „Regionaltangente West“, die neben einer verbesserten Anbindung der umliegenden Regionen an Frankfurt auch die Linien im Innenstadtbereich entlasten wird.
- Die Verlängerung der U5 zur Erschließung des Europaviertels und darüber hinaus bis zum Römerhof.
- Der fast fertige viergleisige Ausbau der Bahnstrecke nach Bad Vilbel, der den S-Bahn-Betrieb von Fernbahn und Güterverkehr entflechten und so zu einem zuverlässigeren und attraktiven Fahrplan beitragen wird. In diesem Zusammenhang entsteht auch die neue S-Bahn-Station Ginnheim.
- Der sechsgleisige Ausbau der Achse Stadion-Hauptbahnhof mit einer neuen Mainbrücke, ebenfalls zur Entflechtung von S-Bahn, Regional- und Fernverkehr.
- Daneben laufen bereits vorbereitende Baumaßnahmen für die nordmainische S-Bahn von der Ostendstraße nach Hanau.
Im Planungsstadium befinden sich:
- Ein weiterer Ausbau der U5 zum Frankfurter Berg als neuen nördlichen Endpunkt. Bei der Überarbeitung des Entwurfs für den Frankfurter Berg wurden die Anliegen der Bürger*innen berücksichtigt, insbesondere durch eine verbesserte Integration von Radverkehr und Grünflächen. Im Römerhof-Quartier wird erstmals ein leistungsfähiger ÖPNV-Anschluss vor dem Bezug von Wohnungen umgesetzt.
- Die Verlängerung der Linie U4 zwischen den Stadtteilen Bockenheim und Ginnheim ist ein weiteres bedeutendes Projekt in der Komplettierung des Stadtbahnnetzes. Bei diesem Bauvorhaben kommt erstmals eine CO2-Bilanzierung zur Anwendung, um so umweltfreundlich wie möglich bauen zu können.
- Der viergleisige Ausbau der Straßenbahnhaltestelle und Umbau des Verkehrsraums am Hauptbahnhof. Die Deutsche Bahn wird in den nächsten Jahrzehnten den Hauptbahnhof umbauen und modernisieren. Mit einem städtischen Vorplanungsbeschluss ist es uns parallel dazu gelungen, eine sowohl städtebaulich als auch verkehrlich gute Lösung für die notwendige Erweiterung der heutigen Haltestelle zu entwickeln. Diese wird die dann möglichen Straßenbahnfahrten nahezu verdoppeln und gleichzeitig die gewünschten Lösungen für den Fuß- und Radverkehr am und um den Hauptbahnhof neu definieren. Dabei wird das Bahnhofviertel insgesamt vom heutigen Durchgangsverkehr befreit und die lang ersehnte und dringend notwendige Verkehrsberuhigung ermöglicht, indem der ortsfremde motorisierte Individualverkehr reduziert und mehr Straßengrün geschaffen wird. Das Projekt steht unter einem hohen Realisierungsdruck und könnte Motor einer der ersten großen innerstädtischen Superblocks werden.
- Ein spannendes Vorhaben, dass wir wieder in Bewegung gebracht haben ist die Planung einer Ringstraßenbahn, teils auf bereits bestehenden Trassen. Damit wollen wir Stadtteile ohne Umwege über die Innenstadt miteinander verbinden und so Wege verkürzen und die Innenstadtlinien entlasten.
- Außerdem erreichen wir durch Digitalisierung (Digital Train Control), dass wir auf den bestehenden Stadtbahnstrecken mit mehr Zügen mehr Menschen transportieren können.
Förderung des Fußverkehrs
Jeder Weg beginnt mit einem Fußweg, auch der zur U-Bahn oder zum Auto. Nach dem erfolgreichen Vorbild anderer deutscher Großstädte haben wir eine Kompetenzstelle für den Fußverkehr neu eingerichtet. Sie soll einerseits ein Fußverkehrskonzept für Frankfurt entwickeln und andererseits an allen Maßnahmen des Straßenbaus beteiligt werden, um die Berücksichtigung der Belange des Fußverkehrs sicherzustellen.
Am 23. November 2023 haben wir zusammen mit Expert*innen aus Wissenschaft, Verbänden, Fachleuten anderer Kommunen und mit der Stadtgesellschaft in einer öffentlichen Veranstaltung im Stadthaus Frankfurt diskutiert, welche Rolle der Fußverkehr im Alltag spielt, was es für sichere, barrierefreie und attraktive Fußwege braucht und welche Schritte wir von einer zukünftigen Kompetenzstelle für den Fußverkehr erwarten.
Gesund, sozial, leise, günstig, ressourcenschonend – das sind Adjektive, die den Fußverkehr gut beschreiben. In Frankfurt wird bereits ein Drittel aller Wege und die Hälfte aller Einkaufswege zu Fuß zurückgelegt. Trotzdem wurde in den letzten Jahrzehnten zu wenig für den Fußverkehr getan. Wir ändern das! Insbesondere für mobilitätseingeschränkte Menschen, Kinder und für Personen, die mit Kinderwagen unterwegs sind, müssen Gehwege uneingeschränkt nutzbar sein. Fußwege müssen barrierefrei, sicher, bequem und attraktiv sein, damit sich alle Zufußgehenden und Rollstuhlfahrer*innen auf den Gehwegen sicher und wohl fühlen.
Dr. Katharina Knacker, mobilitätspolitische Sprecherin
Auf zwei Rädern sicher ans Ziel
Im Herbst 2021 sind im Zuge der Fahrradfreundlichen Nebenstraßen die verkehrlichen Veränderungen im Oeder Weg mit neuen Markierungen, Flächen für die Außengastronomie am Straßenrand und vielen neuen Fahrradbügeln auf der Straßengesamtlänge von ca. 1,3 Kilometern erstmals sichtbar geworden.
In einem Folgeschritt wurde die Qualität mit mehr Grün und aufenthaltsgerechtem Mobiliar, wie Drehliegen und Bänken, weiter verbessert. Eine Vielzahl von Pflanztrögen und farbenfroher Blumentöpfe am Fahrbahnrand zur Abgrenzung der Außengastronomieflächen und weitere mobile Verweilflächen, sogenannte Parklets, sind gesetzt und bepflanzt. In einigen platzähnlichen Seitenbereichen fanden größere Elemente ihren Platz, die für ein schöneres Straßenbild sorgen.
Auch im Grüneburgweg wurden grundlegende Änderungen hin zu einer sinnvollen und gerechten Flächenverteilung vorgenommen, um die Aufenthaltsqualität und die Voraussetzungen für den Radverkehr zu verbessern.
Mit dem Kettenhofweg im südlichen Westend wurde gemäß dem Stadtverordnetenbeschluss zur Fahrradstadt Frankfurt die dritte Straße auf 850 Metern Länge mobilitätsfreundlich gestaltet. Neben sicheren Rad- und Fußwegen wurde hier auch das Parken für den Individualverkehr systematisiert.
Bei allen Maßnahmen profitiert nicht nur der Radverkehr, sondern auch der Fußverkehr bekommt breite Gehwege und sichere Querungsmöglichkeiten. Ebenso wird die lokale Gastronomie durch neue Flächen und der Einzelhandel durch mehr Aufenthaltsqualität unterstützt.
Neben diesen Umbauten haben und werden auch Hauptverkehrsstraßen eine verbesserte Infrastruktur für alle Mobilitätsbereiche erhalten:
- Ende 2021 wurde mit der Dreieichstraße zwischen Deutschherrnufer und Willemerstraße der Weg ins Herz von Sachsenhausen für Radfahrende sicherer gestaltet.
- Der Radfahrstreifen in beiden Fahrtrichtungen der Walter-Kolb-Straße und einem Abschnitt der Gartenstraße stellt einen wichtigen, ergänzenden Lückenschluss dar.
- Auch die wichtige Achse Berliner Straße ist nun dank eines eigenen Radweges sicher zu beradeln.
- Weitere Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit für Radfahrende und Fußgehende konnten an der Senckenberganlage inklusive der Kreuzung mit der Bockenheimer Landstraße umgesetzt werden.
- Nach Jahrzehnten ist endlich auch der Radweg zwischen Nieder-Eschbach und Nieder-Erlenbach im Bau.
Sichere Schulwege
Mit der Verabschiedung eines Etats für das Pilotprojekt „Schulstraßen“ leisten wir einen wegweisenden Schritt hin zu mehr Sicherheit und Lebensqualität im Umfeld von Schulen. Die Initiative, durch die temporäre Sperrungen von Straßen während der Schulzeiten etabliert werden, schützt nicht nur die Schulkinder auf ihrem Schulweg, sondern fördert auch deren selbstständige Mobilität. Im Umfeld der Theobald-Ziegler-Schule in Eckenheim wurde das Konzept erstmals mit Erfolg umgesetzt, an der Riedhofschule in Sachsenhausen wurde es Anfang 2024 neu eingeführt und weitere Schulen werden folgen.
Die Einführung des Schulstraßenprogramms ist ein Bestandteil unseres Engagements für eine kinder- und jugendfreundliche Stadtentwicklung, eingebettet in die Vision einer urbanen Umgebung, in der Schulen nicht nur Orte des Lernens, sondern auch sichere und lebendige Treffpunkte für die gesamte Gemeinschaft sind.
Bezahlbare Mobilität
Die Einführung eines vergünstigten Tickets für Frankfurt-Pass-Inhaber*innen ist ein bedeutender Schritt in Richtung sozialer Gerechtigkeit und Chancengleichheit in unserer Stadt. Schüler*innen und Senior*innen fahren damit bereits für 9 Euro, alle anderen für 24,50 Euro. Dieses Maßnahmenpaket ermöglicht es Bürger*innen mit geringem Einkommen kostengünstig am öffentlichen Leben teilzunehmen und erleichtert damit den Zugang zu Bildung, Arbeit und Freizeitaktivitäten.
Stressfrei durchkommen mit dem Auto: autofreundliche Politik
Die Entwicklung Frankfurts im bundesweiten Stau-Ranking zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind: Die Stauzeiten in Frankfurt sind im Vergleich zu 2019 um 33 Prozent zurückgegangen.
Für Autofahrer*innen, die nach Frankfurt kommen, betreiben wir in der Innenstadt ausreichend viele Parkhäuser. Mit der Einführung des dynamischen Verkehrsleit- und Informationssystem (VLIS) können freie Plätze gezielt angefahren werden. Das reduziert Staus und Stress.
Mit dem VLIS integrieren und erneuern wir die digitale Verkehrssteuerung. Das ist ein bedeutender Meilenstein für
stressfreies Fahren in der City.
Friedericke von Franqué, Sprecherin für Smart-City
Neben Umleitungshinweisen, Baustellen, Verkehrsmeldungen, Reisezeitinformationen, Straßensperrungen, Umwelt- und Veranstaltungshinweisen beinhaltet VLIS als wesentlichen Anzeigeninhalt Echtzeitinformationen zu belegten und freien Plätzen in den Parkhäusern. Durch zusätzlich frei programmierbare Inhalte wird eine Optimierung des Verkehrsflusses erreicht, die nachhaltig zur Entlastung des Straßennetzes beitragen wird.
Endlich gibt es nun auch Ladestationen für elektrisch angetriebene Autos, gut sichtbar an vielen Ecken der Stadt. Wir wollen erreichen, dass in allen Stadtteilen nachgezogen wird, weswegen wir auch hier eine systematische Ausschreibung vorbereiten.
Damit alle Menschen, die privat kein eigenes Auto haben, möglichst einfach eines mieten können, haben wir beschlossen, Carsharing-Stationen flächendeckend in der ganzen Stadt auszuweisen und zwar gut sichtbar am Straßenrand.
Einzelhandel und Wirtschaft in einer lebendigen Innenstadt und in den Stadtteilen
Der Strukturwandel im Einzelhandel durch Onlinehandel kann weder zurückgedreht noch verhindert werden. Diese Herausforderung, gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen zu akzeptieren und mit ihnen umzugehen, haben wir angenommen.
Die Attraktivität der Innenstadt und der Stadtteilkerne mit ihren Waren-, Dienstleistungs-, Freizeit- und Gastronomieangeboten steht in direkter Abhängigkeit zur Aufenthaltsqualität. Hierzu existieren repräsentative wissenschaftliche Untersuchungen aus vielen Ländern Europas. Die einfache Formel lautet: Fühlen sich die Menschen wohl, dann kommen sie gerne!
Die Einführung von Tempo-20-Zonen in ausgewählten Geschäftsstraßen stellt eine zentrale Maßnahme dar, um die Sicherheit zu erhöhen und gleichzeitig eine angenehme Atmosphäre zu schaffen. Durch die Reduzierung der Geschwindigkeiten wird nicht nur das Risiko von Verkehrsunfällen minimiert, sondern auch die Belastung durch Lärm und Abgase gesenkt, was Aufenthalt und Einkaufserlebnis positiv beeinflusst.
Wir wollen den Verkehr in Geschäftsstraßen einfacher, nachvollziehbarer und damit insgesamt sicherer und stadtverträglicher gestalten sowie den Fußverkehr in der Innenstadt stärken.
Wolfgang Siefert, Dezernent für Mobilität
In der Innenstadt und mittlerweile auch in den Stadtteilen werden Lade- und Lieferzonen ausgewiesen, die durch einen reibungslosen Warenverkehr Bedürfnisse der Lieferant*innen und Geschäfte abdecken. Auch diese Maßnahmen tragen wesentlich zur Sicherheit und Verkehrsvermeidung bei, da Parkplatzsuche und Falschparken minimiert werden. Das verhindert Staus und Gefahrensituationen für Zufußgehende und Radfahrer*innen.
Zur Förderung des Straßenbilds und der Verbesserung der Attraktivität des Frankfurter Straßenlebens gehören Außengastronomie und lokaler Einzelhandel. Wir bieten daher dem Einzelhandel eine unkomplizierte Sondernutzung für Warenauslagen auf vorhandenen Parkflächen an, sofern im Umfeld alternative Parkmöglichkeiten zur Verfügung stehen.
Die geschaffenen Veränderungen machen die Einkaufsstraßen zu attraktiven und sicheren Orten, an denen das Flanieren, Verweilen in Cafés und das Entdecken von Geschäften zu einem angenehmen Erlebnis wird.
Im Sinne der Zukunftsfähigkeit unserer Industriegebiete stellen wir mit dem Industriestraßenprogramm die Wirtschafts- und Infrastrukturentwicklung der Stadt sicher und verbessern die verkehrstechnische Situation in den industriell geprägten Gebieten rund um den Güterverkehrsknoten Osthafen/Ostbahnhof.
Die Franziusstraße stellt das vorrangig zur Realisierung vorgesehene Element dar. Mit dem Planungspaket 2 folgt der Schwerpunkt rund um die Carl-Benz-Straße als bedeutender Schritt maßgeblicher Förderung und Attraktivitätssteigerung der ansässigen Industrie. Danach soll es über die verlängerte Ernst-Henkel-Straße unter den Bahngleisen eine neue Straßenverbindung Richtung Fechenheim Nord geben. In Verbindung mit dem Bau der nordmainischen S-Bahn wird hier eine neue Unterführung geschaffen und die Bahnschranke in der Cassellastraße wird dauerhaft geschlossen.
Nachbarschaftsstraßen und bespielbare Stadt für aktive Bewegung und das Gemeinschaftsgefühl
Städtische Räume lebenswerter und gemeinschaftsfreundlicher zu gestalten ist das Ziel des Konzepts „bespielbare Stadt“. Das angestoßene Pilotprojekt hat das Ziel den öffentlichen Raum durch straßenbegleitende Spielgeräte zu beleben und das nachbarschaftliche Miteinander zu fördern. Aus dem Investitionstopf von 198.000 Euro werden innovative und interaktive Spiel- und Hüpfelemente angeschafft und am Straßenrand installiert, um so eine bespielbare Stadtlandschaft zu schaffen. Straßenbegleitende Spielgeräte werden bewusst so konzipiert, dass sie Begegnungsorte schaffen und das Gemeinschaftsgefühl stärken.
Mehr Grün und mehr Leben in der Stadt
Mit einem Antrag der Koalition unterstützen wir Einwohner*innen dabei Asphaltflächen im Straßenraum zu entsiegeln und zu begrünen. Für Pat*innen von „Mini-Beeten“ öffnen Mitarbeitende der Stadt den versiegelten Boden und unterstützen bei der Auswahl geeigneter Pflanzen.
Das „Sommer am Main“-Programm in Frankfurt sorgte für eine belebte und attraktive Nutzung der nördlichen Uferstraße – die Innenstadt rückt näher ans Wasser! Wir öffnen den in diesem Zeitraum autofreien Raum für vielfältige Veranstaltungen und bieten mit Beschattungselementen, Sitzmöbeln und Grünflächen eine angenehme Aufenthaltsatmosphäre. Mit einem breiten und niedrigschwelligen Angebot, darunter Sport, Bildung und soziale Aktivitäten, schafft das Programm eine Plattform für Begegnung und Austausch, in das Bürger*innen aktiv eingebunden werden. Das Projekt ermöglicht auch eine Diskussion über die zukünftige Gestaltung des zentralen Raums, indem es einen Eindruck verschafft, welche Potenziale dieser Stadtraum für die Weiterentwicklung der Innenstadt bietet.
Mobiles, lebenswertes Frankfurt für die gesamte Stadtgesellschaft mit Superblocks
Superblocks sind eine städtebauliche Konzeption, die darauf abzielt, urbane Räume lebenswerter und nachhaltiger zu gestalten. Dabei werden kleinere, in sich geschlossene Viertel geschaffen, in denen der Verkehr und die öffentlichen Plätze neu strukturiert werden. Typischerweise werden mehrere Straßenblöcke zu einem Superblock zusammengefasst mit dem Ziel, den Verkehr zu reduzieren und Grünflächen zu schaffen, um Fußgängerfreundlichkeit und Aufenthaltsqualität zu erhöhen.
Wir richten unser Handeln darauf aus, mit diesem Konzept städtebauliche Veränderungen vorzunehmen, um die Lebensqualität zu verbessern und gleichzeitig nachhaltige Entwicklung zu fördern. Als Schlüsselelemente sind – zunächst in Beispielprojekten – Entsiegelungen, Schaffung von Grün- und Aufenthaltsflächen sowie die Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs vorgesehen.