Sport
Unser Ziel sind Sport- und Bewegungsangebote, die sozial, ökologisch, divers, inklusiv, gerecht, fair
und demokratiefördernd sind. Ohne Rassismus, Antisemitismus, Homosexuellen- und Transfeindlichkeit, ohne Gewalt und Sexismus. Wir setzen uns deshalb für Sichtbarkeit, Solidarität und Verbesserung der Strukturen eines vielfältigen Sports in Frankfurt auf allen Ebenen ein.
Im November 2023 wurde das Projekt „Girls wanted“ neu aufgelegt. Unter dem Namen „GRLS WNTD Soccer“ eröffnet es Mädchen von der dritten bis sechsten Klasse an zehn Schulen die Möglichkeit, unter Anleitung ehemaliger Nationalspielerinnen und aktiver Spielerinnen Fußball zu spielen und ihre Begeisterung zum Spiel zu entdecken. Sie werden ermutigt, den Sport aktiv zu verfolgen. Im Rahmen der EURO2024 konnte hier nach langer Pause endlich ein Sponsor gefunden werden und wir arbeiten daran, dass das Mädchenfußball-Projekt langfristig weitergeführt wird.
Mädchen und Frauen in einer Männerdomäne stärken
Unser Antrag „Förderung und Verbesserungen der Strukturen für Mädchen und Frauen im Fußball“ hat
angesichts des stetig wachsenden Interesses von Mädchen am Fußballsport zum Ziel, die Vereine im
Mädchenbereich noch mehr zu stärken. Noch immer fehlen Trainer*innen, ausreichend Plätze, Trainingsmaterial, professionelle Bedingungen sowie klare Strukturen für die weibliche Nachwuchsförderung.
Kooperationen von Vereinen mit Grundschulen und Jugendzentren werden nun verstärkt gefördert, Mädchenfußball-AGs ausgeweitet und aktive Spielerinnen für Fußball-AGs oder Feriencamps gewonnen.
Queere Community im Sport empowern
Im Juli 2022 haben wir den Magistrat beauftragt, dass sich die Sportstadt Frankfurt für die Gay Games 2030 bewerben möge. Das ist eine internationale Sportveranstaltung, die alle vier Jahre stattfindet und sich an die LSBTIQA*-Gemeinschaften richtet. Hiermit wollen wir ein Zeichen der Solidarität mit der queeren Sport-Community auf internationaler Ebene setzen und ihre Sichtbarkeit unterstützen. Unsere Stadt steht für Diversität und Gleichberechtigung aller Menschen. Mit einer erfolgreichen Bewerbung für die Gay Games 2030 könnte Frankfurt das Einstehen der Stadt für diese Werte weithin sichtbar machen und ein starkes Signal zum Empowerment der queeren Community aussenden.
Mit dem Antrag „Schutzräume und Empowerment für LSBTIQA* – beginnend bei Kindern und Jugendlichen“ wollen wir gemeinsam mit Vereinen und entsprechenden Initiativen die Schaffung von besonderen Sportangeboten sowohl im Breiten- als auch im Leistungssport für Kinder und Jugendliche aus der LSBTIQA*-Community unterstützen. Dabei soll die Freude am Sport in einer akzeptierenden Umgebung im Vordergrund stehen und es sollen Schutzräume vor Diskriminierung und Stigmatisierung entstehen. Hierfür haben wir den Magistrat beauftragt, gemeinsam mit Vereinen, Verbänden, dem Sportkreis sowie der Sportjugend und unter Einbeziehung queerer Initiativen in Frankfurt eine Kampagne für mehr Chancengleichheit, Vielfalt und Solidarität im Sport zu entwickeln.
Sicher ist sicher
Wir machen uns seit Monaten für die Sanierung und Modernisierung des DLRG-Gebäudes am Mainufer
stark, das im Rahmen der EURO2024 einen noch umfangreicheren Wasserrettungsauftrag als ohnehin schon haben wird. Zudem war und ist uns bei der EURO2024 so wie auch bei anderen Sportgroßveranstaltungen wichtig, dass sich alle Menschen sicher fühlen und vor Diskriminierung und Gewalt geschützt sind. Wir haben deshalb mit der Tourismus+Congress GmbH, die die EURO2024 für Frankfurt als Austragungsort von fünf Spielen organisiert, über mögliche Awarenesskonzepte gesprochen und werden die Umsetzung eng begleiten.
Sichtbarkeit und Empowerment von Mädchen und Frauen im Sport, bessere Zugänge, gleichberechtigte Teilhabe und insgesamt bessere Strukturen im gesamten sportlichen Setting sind nach wie vor gesellschaftliche und politische Aufgaben.
Natascha Kauder, sportpolitische Sprecherin
Inklusion weiter vorantreiben
Dass Frankfurt auch inklusive Sport- und Bewegungsangebote bieten kann und hier über eine sehr gute Infrastruktur und sehr gut ausgebildete Trainer*innen verfügt, haben wir als Host Town der „Special Olympics 2023“ bewiesen und mit einer Delegation aus Indien die größte Gruppe in Hessen für vier Tage aufgenommen. Die Initiative zur Bewerbung als Host Town kam von uns. Wichtig ist jetzt, die Erfahrungen der Special Olympics zu nutzen und die ausbaufähige Infrastruktur der Sportvereine hinsichtlich Barrierefreiheit zu verbessern, um so noch mehr Kindern und Erwachsenen inklusive Angebote machen zu können.
Missbrauch im Sport begegnen
Auch dem Thema Missbrauch und sexualisierte Gewalt im Sport haben wir uns angenommen und mit der Anfrage „Safe Sport – Schutz von Kindern und Jugendlichen im Sport“ den Magistrat um Auskunft über die Situation in Frankfurter Sportvereinen gebeten. Die Studie „Sicher im Sport“ liefert hierzu Daten zu interpersonaler Gewalt. Diese Studie wird seitens der Sportjugend Hessen landesspezifisch ausgewertet.
Die Ergebnisse werden wir dann für unsere parlamentarische Arbeit zu Missbrauch im Sport verwenden. Weiterhin soll Frankfurt in Kooperation mit dem Land für zunächst zwei Jahre ein Konzept der Sportjugend Frankfurt zum Thema Kindeswohl und Kinderschutz fördern.