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Ohne starke Kommunen gibt es keinen starken Klimaschutz

Ohne starke Kommunen gibt es keinen starken Klimaschutz

Freitag, 27.2.2026

Liebe Freund:innen,

wenn wir über kommunalen Klimaschutz sprechen, geht es vor allem um die Zukunft unserer Städte und Gemeinden. Denn hier, vor Ort, entscheidet sich, ob wir die Klimaziele erreichen und kommenden Generationen eine lebenswerte Welt hinterlassen. Doch während die Aufgaben wachsen, stehen die Kommunen vor einer doppelten Herausforderung: Sie sollen ambitionierten Klimaschutz umsetzen und das bei immer knapperen Haushaltskassen. Wie können wir diese Lücke schließen? Und wie sorgen wir dafür, dass die notwendigen finanziellen Mittel für wichtige/notwendige/erforderliche Investitionen in Klimaneutralität und Klimaanpassung tatsächlich bei den Städten und Gemeinden ankommen?

Genau diese Fragen standen im Mittelpunkt der nationalen Konferenz des Klima-Bündnis, an der ich in dieser Woche (26.02.26) als Frankfurter Klima- und Umweltdezernentin teilgenommen habe. Unter dem Titel „Zukunft vor Ort gestalten. Kommunen zwischen Klimaschutz und Finanzdruck“ haben etwa 150 Vertreter:innen aus über 600 deutschen Mitgliedskommunen über die aktuellen Herausforderungen und Chancen kommunalen Klimaschutzes diskutiert. Für mich war diese nationale Konferenz besonders: Ich war nicht nur als Teilnehmerin dabei, sondern auch zum ersten Mal als Mitglied des Vorstands des europaweiten Klima-Bündnis. Im vergangenen Jahr wurde ich auf der „Climate Alliance International Conference 2025“ in Köln in das höchste Leitungsgremium des Netzwerks gewählt – nach elf Jahren ist Frankfurt damit wieder im Vorstand vertreten.

Im Gespräch mit Mitgliedern des Bundestages konnte ich die Herausforderungen wachsender Städte wie Frankfurt skizzieren und unsere Forderungen adressieren. Denn: Kommunen brauchen Planungssicherheit über Jahre hinweg, um Infrastruktur umzubauen, Quartiere klimaneutral zu entwickeln und soziale Härten abzufedern. Die Bundesregierung hat mit dem Sondervermögen „Klimaschutz und Transformation“ zwar eigentlich Milliarden für die Modernisierung des Landes und Anpassung an den Klimawandel bereitgestellt, in der Praxis, so zeigt sich, werden diese Mittel aber in alle möglichen andere Bereich gesteckt und kommen nicht im Klimaschutz oder Klimaanpassungsmaßnahmen an. Dort, wo das Geld dringend gebraucht wird. Wenn wir die Klimaziele ernst nehmen, müssen Investitionen in Klimaneutralität und Klimaanpassung systematisch berücksichtigt und vor allem auch verlässlich bei den Kommunen ankommen.

Die Konferenz in Berlin war ein wichtiger Schritt, um die Stimme der Kommunen in der Klimapolitik lauter werden zu lassen. Denn eines ist klar: Ohne starke Kommunen gibt es keinen starken Klimaschutz. Wir brauchen jetzt verlässliche Rahmenbedingungen, langfristige Förderprogramme und die Bereitschaft, die finanziellen Spielräume der Städte und Gemeinden zu stärken. Nur so können wir die Zukunft vor Ort gestalten, die erforderlichen Maßnahmen ergreifen und die Klimaziele erreichen.

Eure Tina