Erneute Auszeichnung für Frankfurts Bemühungen um biologische Vielfalt
Liebe Freund:innen,
Frankfurt ist erneut mit dem Label „StadtGrün naturnah“ in Gold der Kommunen für Biologische Vielfalt ausgezeichnet worden. Zum dritten Mal in Folge und damit seit der ersten Zertifizierung 2018 hat Frankfurt die höchste Labelstufe erreicht. Die Auszeichnung würdigt das Engagement der Stadt für den Erhalt und die Förderung biologischer Vielfalt und für eine naturnahe Entwicklung des Stadtgrüns.
Gerade in diesem Sommer ist deutlich geworden, wie wichtig intakte natürliche Systeme für unsere Städte sind. Extreme Hitze, Trockenheit und Wasserstress haben Menschen, Tiere und Pflanzen belastet. Gleichzeitig zeigen Bäume, Böden, Parks und Grünflächen, welchen Beitrag Stadtgrün für Klimaanpassung, Gesundheit und ein gutes Leben in der Stadt leisten kann.
Biodiversität gehört deshalb mitten in die kommunale Stadtentwicklung. In Frankfurt bedeutet das, bei der Planung und Pflege von Grünflächen, beim Umgang mit Bäumen und Böden, auf Friedhöfen, in Parks und an Straßenrändern immer auch die ökologische Qualität mitzudenken.
Dass sich dieser Ansatz in der Praxis bewährt, zeigt sich an vielen Stellen. Blühwiesen werden ausgebaut und extensiv gepflegt, Flächen werden so wenig wie möglich gemäht und Schafe übernehmen im Rennbahnpark die Pflege von Wiesen.
Besonders freut mich, dass bei der Bewertung durch die Kommunen für biologische Vielfalt auch ein gemeinsames Ausbildungsprojekt von Grünflächenamt und Palmengarten hervorgehoben wurde. Unsere Auszubildenden haben heimische Stauden, die für heimische Wildbienen besonders wichtig sind, in bestehende Staudenmischungen integriert. Damit wurden die Mischungen ökologisch weiterentwickelt und noch stärker an die regionalen Bedingungen angepasst. Das ist für mich ein gutes Beispiel dafür, wie Naturschutz ganz praktisch funktioniert – und wie wichtig es ist, Wissen und Erfahrung an die nächste Generation weiterzugeben.
Die erneute Gold-Auszeichnung ist deshalb Anerkennung für das, was in Frankfurt bereits geleistet wird – von den Mitarbeiter:innen in der Pflege und Planung bis zu den jungen Menschen, die ihre Ausbildung bei der Stadt machen. Gleichzeitig zeigt sie, wie viel kommunale Gestaltung für die biologische Vielfalt möglich ist.
Gerade angesichts des anhaltenden Verlusts von Arten und Lebensräumen müssen wir auch unter den Bedingungen einer wachsenden Großstadt immer wieder nach Lösungen suchen. Das zeigt sich ganz konkret zum Beispiel im Rennbahnpark. Hier treffen unterschiedliche Anforderungen an eine städtische Fläche aufeinander – Bewegung und Aufenthalt, Klimaanpassung und Naturschutz.
Kommunaler Naturschutz bedeutet deshalb, Zielkonflikte nicht auszublenden, sondern gute Lösungen zu finden. Die Gold-Auszeichnung ist für uns Anerkennung und Ansporn, diesen Weg weiterzugehen.
Eure Tina