Investitionen in Demokratiebildung und gesellschaftlichen Zusammenhalt
Die GRÜNEN im Römer setzen klare Akzente für ein weltoffenes und solidarisches Frankfurt. Mit drei zentralen Fördermaßnahmen sollen Räume für demokratische Bildung gestärkt, das vielfältige Engagement der Stadtgesellschaft unterstützt und wichtige Treffpunkte für marginalisierte Gruppen gesichert werden.
Politische Bildung ausbauen: Erweiterung der Bildungsstätte Anne Frank
Die Bildungsstätte Anne Frank hat sich in den vergangenen Jahren als unverzichtbare Anlaufstelle der politischen Bildung etabliert. Zehntausende junge Menschen haben dort bereits gelernt, wie wichtig respektvoller Austausch und demokratische Teilhabe sind. Nun wird die Einrichtung um zeitgemäße Module erweitert, die junge Menschen dabei unterstützen, konstruktiv und regelgeleitet zu diskutieren. Besonders seit dem Krieg im Nahen Osten erleben Pädagog*innen hierzu einen stark gewachsenen Bedarf. Die neuen Angebote greifen aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen auf und vermitteln Kompetenzen für eine demokratische Streitkultur, die Meinungsvielfalt respektiert und gleichzeitig Menschenrechte schützt.
Zivilgesellschaft stärken: Ausweitung der Projektförderung des AmkA
Frankfurt verfügt über eine außergewöhnlich aktive und diverse Vereinslandschaft. Hunderte Initiativen, von Migrant*innenselbstorganisationen bis zu interkulturellen Begegnungsprojekten, tragen zum gesellschaftlichen Miteinander bei. Mit der Aufstockung der Mittel für unkomplizierte Projektförderung ermöglicht die Stadt noch mehr Menschen, ihre Ideen für ein besseres Zusammenleben umzusetzen. Gerade kleinere Gruppen und neu gegründete Vereine profitieren von dieser niedrig-schwelligen Unterstützung. Statt komplizierter Antragsverfahren können sie schnell und unbürokratisch Zuschuss erhalten – etwa für Stadtteilfeste, Begegnungs-veranstaltungen oder kulturelle Projekte. Diese Form der Förderung stärkt nicht nur einzelne Initiativen, sondern das gesamte soziale Gefüge unserer Stadt.
Queere Räume sichern: Renovierung des Lesbisch-Schwulen Kulturhauses
Seit mehr als dreißig Jahren ist das queere Kulturhaus in der Klingerstraße ein Zentrum für die queere Community in Frankfurt. Selbsthilfegruppen treffen sich dort, Kulturveranstaltungen finden statt, historische Dokumente werden bewahrt. Dutzende Gruppen nutzen regelmäßig die Räumlichkeiten – die Nachfrage übersteigt das Angebot bei weitem. Nach Jahrzehnten intensiver Nutzung ist eine grundlegende Sanierung überfällig. Wir wollen die dringend benötigte Modernisierung der unteren Etagen unterstützen. Besonders bemerkenswert: Die Community packt selbst mit an und Vereinsmitglieder übernehmen einen Großteil der Arbeiten in Eigenregie. Nach Abschluss der Arbeiten soll ein moderner, barriereärmerer Raum zur Verfügung stehen – für Vernetzungstreffen, Workshops und kulturelle Darbietungen.
„Frankfurt lebt von seiner Vielfalt – doch diese Stärke ist kein Selbstläufer", erklärt Emre Telyakar, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Römer und führt aus: „Wir müssen aktiv in Bildung, Beteiligung und sichere Räume investieren. Die drei Fördermaßnahmen zeigen: Wir wollen eine Stadt, in der alle Menschen – unabhängig von Herkunft, sexueller Identität oder körperlichen Voraussetzungen – gut leben können. Demokratie und Zusammenhalt erfordern kontinuierliches grünes Engagement."