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Hessen verschleppt Drug-Checking

Hessen verschleppt Drug-Checking

Freitag, 19.6.2026

Seit mehr als einem Jahr haken wir GRÜNE nun regelmäßig bei Gesundheitsministerin Stolz nach, wann Hessen endlich mit der Druck-Checking-Verordnung rechnen kann. Die Antwort ist jedoch stets dieselbe: Die Verordnung befinde sich „in Prüfung“. Angesichts der Tatsache, dass der Bundesgesetzgeber die rechtliche Grundlage schon im Juli 2023 geschaffen hat und im vormals GRÜN-geführten Sozialministerium bereits Vorarbeiten geleistet wurden, ist diese Verzögerung nicht länger akzeptabel.

Drug-Checking kann Leben retten. Durch die Analyse von Substanzen werden Konsumierende vor gefährlichen Verunreinigungen, unerwartet hohen Wirkstoffgehalten oder besonders riskanten Stoffmischungen gewarnt. So lassen sich schwere Gesundheitsschäden und tödliche Überdosierungen verhindern. Entsprechend warten die Einrichtungen der Drogenhilfe händeringend auf die Drug-Checking-Verordnung für Hessen.

Angesichts steigender Risiken durch verunreinigte und hochpotente Substanzen ist eine zügige Umsetzung der Verordnung dringend geboten. Solange die Ministerin keine Ergebnisse liefert, werden wir bei jeder sich bietenden Gelegenheit nachfragen. Die Drogenhilfe wartet, die rechtlichen Voraussetzungen liegen vor – jetzt muss die Landesregierung endlich liefern.