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Anni-Albers-Schule einsturzgefährdet - Statt  „Gute Schulen für alle Kinder“ zu plakatieren, muss die SPD Frankfurt endlich handeln

Donnerstag, 26.2.2026

Der Großeinsatz an der Anni-Albers-Schule in der Hamburger Allee ist mehr als ein Warnsignal für Frankfurts Schulinfrastruktur: Die Feuerwehr rückte am 25. Februar mit einem Großaufgebot aus; vor Ort stellte sich das Dach als „akut einsturzgefährdet“ heraus. Der Schulbetrieb in den Räumen an der Hamburger Allee fällt am Donnerstag und Freitag wegen „dringender Baumaßnahmen“ aus. (Quelle: Frankfurter Rundschau)

„Wir sind erschüttert, dass nur eine Stunde nach Schulschluss die Anni-Albers-Schule in der Hamburger Allee in Frankfurt-Bockenheim wegen akuter Einsturzgefahr geschlossen werden musste und fühlen mit den betroffenen Schüler*innen und ihren Familien“, erklären Tara Moradi und Burkhard Schwetje, Sprecher*innen der GRÜNEN Frankfurt.

„Frankfurt hat keine Erkenntnislücke, Frankfurt hat ein Umsetzungsproblem“, stellen die beiden Sprecher*innen fest. „Wenn die SPD ‚Gute Schulen‘ plakatiert, dann muss die eigene Dezernentin auch liefern: Sicherheit, verlässliche Abläufe und ein Sanierungsmanagement, das Risiken früh erkennt und Prioritäten klar setzt, statt Krisenmodus, Unterrichtsausfall und Verunsicherung von Schüler*innen und Eltern.“

Die GRÜNEN sehen ein Muster: Bereits an der IGS Süd dominierte über Monate nicht Pädagogik, sondern kaltherzige Statik, mit gesperrten Bereichen, Abstützungen und einer Schulorganisation am Limit. „Wer nach solchen Erfahrungen immer noch keine robuste Steuerung aufsetzt, handelt verantwortungslos gegenüber Schulgemeinden“, so Moradi und Schwetje.

Daniel Brenner, bildungspolitischer Sprecher der GRÜNEN im Römer, ergänzt: „Wir haben aufgrund der Situation an der IGS Süd innerhalb der Koalition auf eine systematische Überprüfung der Schulen aus der Gründerzeit und der Nachkriegszeit gedrängt. Aus dem Dezernat hieß es, es gebe regelmäßige Überprüfungen, die ausreichten. Spätestens jetzt muss Frau Weber einsehen, dass es so nicht weitergehen kann. Wir brauchen eine umfassende Bestandsaufnahme des baulichen Zustands der Schulen. Das kann nicht bis nach der Wahl warten.“

„Wir haben als Stadtverordnete gemeinsam mit dem Kämmerer Bastian Bergerhoff jährlich hohe dreistellige Millionenbeträge für die Schulsanierung zur Verfügung gestellt. Doch Sylvia Webers Dezernat nutzt diese finanziellen Mittel nicht aus, sondern verschiebt notwendige Baumaßnahmen immer wieder von einem Jahr ins nächste“, berichtet Daniel Brenner. Im Jahr 2025 wurde die riesige Summe von 517 Millionen Euro – mehr als eine halbe Milliarde – für ein Jahr bereitgestellt, die wohl wieder, wie auch in vergangenen Jahren, nur zu einem geringen Teil genutzt wurde.

„Wir wollen eine echte Schulbau- und Sanierungsoffensive, und vor allem ein Bestands-management, das effizient, modern und nachhaltig funktioniert. Dazu gehören eine klare politische Priorisierung, funktionierende Strukturen in den Ämtern und eine enge, verbindliche Zusammenarbeit zwischen Dezernat und Verwaltung. Genau daran hapert es unter Sylvia Weber und der SPD“, erklären die GRÜNEN Frankfurt gemeinsam.


GRÜNE Frankfurt fordern jetzt:

-                  Sofortige Transparenz: Eine lückenlose Zeitachse (wann lagen welche Befunde vor?), klare Zuständigkeiten und ein öffentlich nachvollziehbarer Maßnahmenplan für den Standort Anni-Albers-Schule

-                  Verbindliches Risikomanagement für Schulgebäude: standardisierte Prüf- und Eskalationsketten, Priorisierung nach Risikolage – nicht nach politischer Bequemlichkeit

-                  Sanierungssteuerung mit Konsequenz: Projekte dürfen nicht zwischen Zuständigkeiten und Jahresplanungen hängen bleiben; Frankfurt braucht messbares Controlling und klare Verantwortlichkeit im SPD-Dezernat

-                  Schulbau-Strukturen konsequent nutzen: Die Auslagerung zentraler Projekte an eine Bildungsbaugesellschaft muss so umgesetzt werden, dass Tempo, Qualität und Sicherheit im Alltag ankommen – für Schüler*innen, Lehrkräfte und Eltern.

 „Wir GRÜNE stehen für den Schutz unserer Schüler*innen, für starke Investitionen in Bildung, die in klar formuliere und klar priorisierte Sanierungspläne münden, in denen Sicherheit und Qualität des Lernens beide großgeschrieben werden“, schließen Tara Moradi und Burkhard Schwetje für die GRÜNEN Frankfurt.