Frankfurt - unsere bunte Heimat
Liebe Freund*innen!
Vergangene Woche war ich auf einer Geburtstagsfeier in der „Heimat“. Dies ist ein kleines Restaurant zwischen Paulskirche und Goethehaus. Der 1956 erbaute Pavillon war schon Kiosk, Eisdiele und Jazzkneipe, und eben jetzt ein Restaurant.
Es war ein schöner Abend mit leckerem Essen und guten Gesprächen.
Aber Heimat ist ja noch viel mehr als dieses Restaurant in einem modernisierten 50er-Jahre Bau. Laut der Bundeszentrale für politische Bildung beschreibt „Heimat“ den Ort oder Raum, an dem man sich zu Hause fühlt, aufgewachsen ist oder eine tiefe emotionale Verbundenheit empfindet. Es ist dabei ein vielschichtiges Konzept, das neben der reinen Geografie auch soziale Bindungen, Kultur und Identität umfasst.
Heimat muss dabei nicht zwingend der Geburtsort sein. Viele Menschen empfinden eine Stadt als Heimat, weil sie dort Beziehungen aufgebaut, Erfahrungen gesammelt und ein Gefühl der Zugehörigkeit entwickelt haben. So kann Heimat sowohl ein Ort als auch ein Gefühl sein.
Frankfurt ist heute Heimat für etwa 780.000 Menschen aus 180 Ländern. Einige sind hier geboren, viele kamen für die Ausbildung oder das Studium, andere – wie ich – zogen aus beruflichen Gründen her und sind geblieben. Einige haben sich freiwillig für Frankfurt entschieden, einigen wurde dieser Ort zugeteilt. Und jede*r Einzelne brachte dabei etwas mit. Manchen Menschen fällt es leichter, sich eine neue Heimat zu schaffen, andere brauchen etwas länger. Dabei helfen natürlich Sprache, die Einbindung in Schule, Beruf oder Verein und eine heterogene Nachbarschaft. Dann wird auch die Frage „Wo kommst du her?“ schnell zu einem „Schön, dass du da bist“.
Habt ein schönes Wochenende!
Eure Daniela
Schatzmeisterin im Kreisvorstand