Dringlicher Berichtsantrag zu Kürzungen an Integrierten Gesamtschulen
Kultusminister Schwarz und die schwarz-rote Landesregierung wollen die Lehrkräftezuweisung an den Integrierten Gesamtschulen (IGS) kürzen – und damit ausgerechnet dort Abstriche bei Unterrichtsentwicklung und individueller Förderung machen, wo die Herausforderungen aufgrund einer sehr heterogenen Schülerschaft ohnehin besonders groß sind. Unseren Schätzungen nach könnte es um mehr als 100 Stellen gehen, die ab dem kommenden Schuljahr für die individuelle Förderung an diesen Schulen fehlen werden: Zusätzliche Lernzeiten, flexible Gruppensettings, individualisierte Lernangebote und gezielte Unterstützungsangebote für besonders förderbedürftiger Schüler*innen fallen dann weg.
Und die SPD schaut wieder einfach zu. Was das mit der von ihr so gerne beschworenen Chancengleichheit in der Bildung zu tun haben soll, bleibt ihr Geheimnis. Wir sind fassungslos, dass CDU und SPD nach den katastrophalen Ergebnissen des IQB-Bildungstrends und dem Negativtrend bei den Abschlussnoten im Haupt- und Realschulbildungsgang der letzten Jahre ausgerechnet hier kürzen wollen. Deshalb haben wir einen Dringlichen Berichtsantrag eingebracht und werden eine Sondersitzung des kultuspolitischen Ausschusses beantragen. Wir wollen unter anderem wissen, wie viele Stellen den Schulen genau wegbrechen werden und welche Auswirkungen das im Einzelnen auf das Förderangebot der Schulen hat.