Unterwegs in Frankfurt: Meine Wahlkreiswoche
Diese Woche war ich wieder viel in meinem Wahlkreis unterwegs – mit vollem Terminkalender und Gesprächen, die gezeigt haben, wie unterschiedlich die Themen sind, die Frankfurt gerade bewegen. Ein Schwerpunkt: der Austausch mit queeren Organisationen. Bei Rainbow Refugees, mit Nadia Saadi von Rainbow Stories und bei der Aidshilfe Frankfurt ging es um sehr konkrete Fragen – wie sicher sind Unterkünfte für queere Geflüchtete tatsächlich, wo scheitert Teilhabe im Alltag an Diskriminierung, und was braucht es, damit aus Anerkennung auf dem Papier echter Schutz wird. Auch mit dem Verband der Ersatzkassen (vdek) sowie mit Krankenhauspersonal, das sich bei Verdi engagiert, habe ich gesprochen. Die Sorge vor den Folgen des Gesetzes zur Stabilisierung der Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz) war überall spürbar. Klar ist: Beitragssenkungen dürfen nicht auf dem Rücken des Personals und der Versorgung ausgetragen werden. Ein weiterer Schwerpunkt: Erinnerungskultur und politische Bildung. Bei der Bildungsstätte Anne Frank habe ich mir die Arbeit gegen Antisemitismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit aus nächster Nähe angeschaut. Und ein Termin führte mich nach Hanau, wo ich mich mit der Initiative 19. Februar ausgetauscht habe – ein Gespräch, das nachwirkt. Außerdem war ich in der (Frauen-)Justizvollzugsanstalt III in Frankfurt zu Besuch und habe mir sowohl den offenen als auch den geschlossenen Vollzug angeschaut – mit besonderem Fokus auf die Mutter-Kind-Einrichtungen. Ein krasser Eindruck, aber auch ein sehr spannender: Die Menschen, die dort arbeiten, sind wirklich engagiert bei der Sache. Eine anstrengende, aber motivierende Woche geht zu Ende – mit vielen Eindrücken und ganz konkreten Anliegen im Gepäck für Berlin. Genau dafür sind Wahlkreiswochen da: nah dran bleiben und die Perspektiven von hier in die politische Arbeit im Bundestag tragen.
Herzlichst,
eure Debbie