Frankfurt braucht den Club Voltaire!
Zur drohenden Schließung des Club Voltaire erklärt Uwe Paulsen, kulturpolitischer Sprecher der GRÜNEN im Römer:
Der 1962 gegründete Club Voltaire ist seit seiner Gründung über mehr als 60 Jahre ein zentraler Ort für den politischen Diskurs, Kunst und Kultur. Er war und ist ein Ort der Frankfurter Stadtgeschichte, an dem sich kritische Stimmen zu politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen äußern können. Dort entfalteten sich und entfalten sich engagierte, notwendigerweise auch kontroverse Debatten darüber, wie sich die Gesellschaft der Bundesrepublik ebenso wie die Weltordnung demokratischer, gerechter, friedlicher und sozialer gestalten lassen. Auch das Kulturprogramm greift in Lesungen, Konzerten sowie Theater- und Filmvorführungen diese Themen auf. Für Interessierte können Räume kostengünstig gemietet werden, die Preise für Speisen und Getränke sind moderat.
Wenn jetzt die Existenz des Clubs durch den Verkauf der Liegenschaft in der Kleinen Hochstraße nach Ablauf des Mietvertrages Ende 2026 gefährdet ist, müssen alle Möglichkeiten genutzt werden, um die Existenz des Club Voltaire zu sichern. Dabei ist vorrangig die Möglichkeit des Erwerbs der Liegenschaft durch die Stadt Frankfurt zu prüfen. Sollte dies nicht möglich sein, ist mit dem neuen Eigentümer über eine Übereinkunft mit dem Ziel einer weiteren Nutzung durch den Club Voltaire zu verhandeln. Gerade in einer Zeit, in der Demokratie und Freiheitsrechte bedroht sind, stehen die Stadt Frankfurt und die Stadtgesellschaft in der Pflicht, den Club Voltaire als unverzichtbaren Ort des politischen Diskurses zu retten.