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Mal ein paar gute Nachrichten: Grün wirkt!

Mal ein paar gute Nachrichten: Grün wirkt!

Freitag, 15.5.2026

So eine Sondierung ist wahrlich kein Spaziergang. Und deshalb hilft manchmal genau dies: Ein Spaziergang durch Frankfurt, durch die Stadtteile, vorbei an Dingen, die uns daran erinnern, warum wir das hier eigentlich machen. Dabei entdeckt man überall: Es passiert was! Dinge, die wir in der vergangenen Wahlperiode angestoßen haben, werden real, sichtbar, erlebbar.

Wer zum Beispiel die Straßen der Innenstadt entlangläuft, begegnet jetzt mit wachsender Häufigkeit orangefarbenen Müllwagen, die fast lautlos ihrem Dienst nachgehen. Kein Dieselbrummen, keine schwarzen Abgaswolken. Die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) hat gerade zehn weitere Mercedes-Benz eEconic bestellt – damit wächst die Flotte auf insgesamt 34 elektrische Müllautos. Wenn man so ein neues Müllauto mal im Stop-and-Go des Bahnhofsviertels neben sich hat, weiß man: Das ist nicht nur besser für die Umwelt, das ist auch besser für die Umgebung. Angestoßen hatte das unser David Edelmann mit einem Antrag für klimaneutrale städtische Mobilität bis 2030. Danke dafür!

Ähnliches gilt für die Carsharing-Stellplätze, die sich in immer mehr Stadtteilen in den öffentlichen Raum einfügen. Das ist der Wandel der Mobilität im Sinne des Masterplan Mobilität: Geteilte Autos bekommen eigene Stellplätze im öffentlichen Raum, und Frankfurt verändert sich dadurch sichtbar. Wer kein Auto besitzt, soll keine Nachteile haben. Wer eins teilt, soll dafür auch sichtbar Platz finden. Das Konzept greift.

Dann kommt man auf dem Weg in den Römer vorbei am „display", dem Raum für digitale Praxis, den es seit Februar in der Berliner Straße 60 mitten in der Innenstadt gibt – offen für alle, mit Workshops, Vorträgen, Experimenten und einem Programm, das von kreativem Programmieren bis zu digitalpolitischen Diskussionen reicht. Gerade läuft ein Workshop, in dem Kinder löten lernen. Dass es diesen Ort gibt, den wir im Koalitionsvertrag vereinbart hatten, hat auch viel mit dem Etatantrag zu tun, mit dem wir die Sache ins Rollen gebracht haben – und mit der Überzeugungsarbeit unserer Friederike von Franqué.

Im Büro lesen wir dann in der Zeitung von der Eröffnung des TUMO-Zentrums in der Nordweststadt. Wer Dana Kube kennt, weiß, dass sie für die Dinge, die sie für richtig hält, regelrecht brennt – und dass sie dabei ausdauernder ist als die meisten. Ihr Baby aus Armenien, das sie in den Römer getragen und mit großer Überzeugungskraft bis zur Beschlussfassung begleitet hat, öffnet jetzt seine Pforten: Im Nordwestzentrum stehen 1.000 kostenfreie Plätze für Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren bereit, mit Angeboten in Programmierung, 3D-Modellierung, Filmgestaltung und mehr. Die Anmeldung läuft, die Plätze sind noch nicht vergeben. Das ist eine gute Nachricht, die man an Eltern weitergeben darf. Danke, Dana!

Das alles ist nicht vom Himmel gefallen. Es steckt Arbeit drin, manchmal jahrelange. Anträge, Debatten, Kompromisse, gelegentlich auch Frust. Aber das ist eben das Schöne an kommunaler Politik: Oft sieht man die Ergebnisse direkt vor der eigenen Tür, kann durch die Stadt gehen und draufzeigen. Und manchmal – wenn die Schlagzeilenlage gerade wieder besonders mies ist – hilft genau das, sich die Freude an der Kommunalpolitik zu erhalten.