„Frauenrechte sind für alle da – Gleichberechtigung ist Grundlage unserer Demokratie“
Kundgebung am Internationalen Frauentag auf dem Römer
Am 8. März feiern wir die Errungenschaften feministischer Bewegungen – und erinnern zugleich daran: Rechte, die erkämpft wurden, können auch wieder verloren gehen.
Bei einer überparteilichen Kundgebung fordern wir gemeinsam mit zahlreichen zivilgesellschaftlichen Organisationen und Initiativen Gleichstellungspolitik ins Zentrum unserer Demokratie zu rücken:
Am 8. März von 11:30 – 13:30 Uhr auf dem Römerberg gibt es politische Statements, gute Musik von Rapperin „Aufmischen“ und Percussionistin Anne Breick und ein buntes Rahmenprogramm für die ganze Familie mit Empowerment-Workshop, Catcalls-Kreide-Aktion, Kinderschminken, Seifenblasen und vieles mehr.
Wir sagen klar: Gleichberechtigung ist kein Zeitgeist – sie ist Grundlage unserer Demokratie.
Frauenrechte sind für alle da: Es geht um die Gleichberechtigung für alle Geschlechter. Feminismus ist kein „Frauenthema“, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Der Weltfrauentag stellt nicht nur die Frage nach Frauenrechten, sondern nach Macht, Freiheit und Teilhabe insgesamt.
Das Patriarchat teilt Menschen in „richtig“ und „falsch“ ein: Es schränkt Frauen in ihrer Selbstbestimmung ein; Es macht das Leben für trans*, inter* und nicht-binäre Menschen unsicher; Es zwingt Männer in enge Rollenbilder von Stärke, Kontrolle und Leistungsdruck; Es wertet Fürsorge, emotionale Verantwortung, Verletzlichkeit und Vielfalt ab.
Eine gerechte Gesellschaft entsteht, wenn niemand aufgrund von Geschlecht, Geschlechtsidentität oder sexueller Orientierung diskriminiert wird.
Vielfältige Familien brauchen gleiche Rechte
Familien sehen heute ganz unterschiedlich aus: mit zwei, drei oder mehr Sorgepersonen, mit queeren Eltern, Alleinerziehenden, Patchwork- oder Wahlfamilien, mit Menschen verschiedener Geschlechteridentitäten und mit ganz unterschiedlichen Herkunftsbiografien.
Was Familien stark macht, ist nicht Anpassung an alte Normen, sondern Anerkennung, Sicherheit und Zeit füreinander.
Wir wollen eine Gesellschaft, in der Sorgearbeit unabhängig vom Geschlecht fair verteilt wird, Frauen wirtschaftlich unabhängig sein können, alle Eltern rechtlich anerkannt und abgesichert sind, Kinder ohne starre Geschlechternormen aufwachsen dürfen, queere Familien sichtbar, geschützt und selbstverständlich sind, niemand zwischen Erwerbsarbeit, Care-Arbeit und Selbstbestimmung zerrieben wird.
Frauenrechte sind Menschenrechte. Und sie machen unsere Gesellschaft besser – für alle.
Das Forderungspapier mit allen Unterzeichner*innen finden Sie hier.