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Unfaire Verteilung der Mittel für Sozialwohnungen – auch zum Nachteil der Menschen in Frankfurt

Unfaire Verteilung der Mittel für Sozialwohnungen – auch zum Nachteil der Menschen in Frankfurt

Donnerstag, 30.4.2026

In Frankfurt ist der Druck auf den Wohnungsmarkt ungebrochen groß es gibt viel zu wenig bezahlbarem Wohnraum. In ihrem Koalitionsvertrag hatten SPD und CDU noch angekündigt, genug Geld für den geförderten Wohnungsbau zur Verfügung zu stellen. Die Realität sieht anders aus: Auch im Jahr 2025 fehlte in Hessen ein dreistelliger Millionenbetrag für neue Sozialwohnungen. Dadurch können 1.406 Wohnungen in Hessen nicht gebaut werden, weil sie keine Förderzusage erhalten haben.

Besonders problematisch: Während der angemeldete Bedarf einiger Landkreise und Städte nahezu vollständig berücksichtigt wurde, gilt das Beispiel nicht in Frankfurt. Hier wurden 133.115.190 € Euro als Förderbedarf angemeldet, aber nur 86.266.190 € Euro zugesagt. Das ist eine unfaire und intransparente Praxis – besonders vor dem Hintergrund, dass das Ministerium selbst eine angemessene Verteilung der Mittel im gesamten Land Hessen als Kriterium für die Priorisierung nennt.

Auch in Frankfurt suchen die Menschen teilweise händeringend nach geförderten Wohnungen. Dass die Landesregierung unsere Stadt dermaßen im Stich lässt, während andere Kommunen ihre Mittelwünsche komplett erfüllt bekommen, ist ungerecht. Insgesamt beläuft sich der schwarz-rote Fehlbetrag auf 46.849.000 € Euro. CDU und SPD brechen damit nicht nur ihr Versprechen, kein gefördertes Wohnvorhaben solle am Geld scheitern. Sie verteilen auch die Folgen dieser Finanzierungslücke maximal unfair – und treffen Frankfurt besonders hart.

Unsere Kleine Anfrage mit Antwort findet Ihr hier.