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Tausende demonstrieren gegen Ausbau der A5

Tausende demonstrieren gegen Ausbau der A5

Freitag, 15.5.2026

Dem Aufruf des Bündnisses „Stopp A5-Ausbau“, gegen den zehnstreifigen Ausbau der A5 in Frankfurt zu demonstrieren, sind am vergangenen Sonntag tausende Radfahrer*innen gefolgt. Unter dem Motto „Zukunft statt Beton“ führte die Route der Demo auch über die A648 und die A66. Auf dem Platz vor der Alten Oper fand die Abschlusskundgebung statt.

Dass so viele Menschen zu der Demo gekommen sind, ist ein lautes, deutliches Nein der Region zu diesem Projekt. Die Argumente, die angeblich für einen Ausbau sprechen, sind fadenscheinig. Es gibt keinen Dauerstau auf der A5, der einen solchen Ausbau rechtfertigen würde. Im Gegenteil: Eine breitere Autobahn zöge noch mehr Autos an. Das heißt, es bleibt beim Stau, kommt aber zu mehr Lärm, höheren Belastungen, mehr Flächenverbrauch und kostet überdies Milliarden. Geld, das bei der Sanierung von Bestandstraßen und Brücken und der umweltfreundlichen Bahn fehlen würde. Das kann sich Hessen nicht leisten.

Die Frankfurter*innen sind nicht bereit, für den Monster-Highway ihre Naherholungsflächen, ja sogar ihre eigenen Grundstücke herzugeben. Und sogar der ADAC sagt, an einen Ausbau sei nicht zu denken, so lange der Sanierungsstau auf bestehenden Straßen groß ist. Verkehrsminister Mansoori und seine SPD spielen dabei wieder einmal eine bemerkenswerte Doppelrolle: Als Frankfurter Abgeordneter hat Mansoori noch wild gegen den Ausbau der A5 gewütet. Jetzt verfolgt er als hessischer Verkehrsminister aktiv das Ziel einer raschen Umsetzung des Projekts.

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