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Ernährungssouveränität herstellen!

Ernährungssouveränität herstellen!

Freitag, 22.5.2026

Liebe Freund*innen,

diese Woche haben wir Grüne im Bundestag den Antrag “Ernährungssouveränität herstellen - globale Hungerkrise bekämpfen in Zeiten wachsender Finanzierungslücken” eingebracht. Die vergangenen Jahre haben deutlich gezeigt wie verletzlich unsere globalen Lieferketten und Ernährungssysteme sind: durch Kriege, Klimakrise, steigende Preise und geopolitische Eskalationen.

Die Blockade der Straße von Hormus zeigt das in dramatischer Weise. Wenn Hilfslieferungen, Energie und Dünger nicht mehr verlässlich ankommen, trifft das besonders Länder des Globalen Südens. Das Welternährungsprogramm warnt, dass dadurch Millionen Menschen zusätzlich von Hunger bedroht sein werden. Hunger ist damit längst nicht nur eine Frage von Landwirtschaft, sondern auch von Frieden, Sicherheit und internationaler Verantwortung. Deshalb darf gerade jetzt die Bundesregierung nicht bei Entwicklungszusammenarbeit und humanitärer Hilfe kürzen.

Für mich ist klar: Ernährung ist eine zentrale Frage sozialer Gerechtigkeit, globaler Sicherheit und nachhaltiger Entwicklung. Deshalb setzen wir uns für eine Landwirtschaft ein, die unabhängiger von fossilen Energien, globalen Lieferketten und wenigen Großkonzernen wird. Regionale Wertschöpfung, faire Handelsbedingungen, klimaresiliente Landwirtschaft und der Schutz natürlicher Ressourcen sind dafür entscheidend. Ernährungssouveränität bedeutet, Abhängigkeiten abzubauen, lokale Strukturen zu stärken und unsere Lebensgrundlagen langfristig zu schützen: in Deutschland, Europa und weltweit.

Herzliche Grüße

Eure Debbie