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Bürger*innen oder Konzerne? In wessen Händen liegt die Zukunft der Energieversorgung?

Mittwoch, 1.7.2026, 19:00 Uhr
Beschreibung
Veranstalter*innen: Heinrich Böll Stiftung

„Small is beautiful“ hieß eine programmatische Streitschrift von E. F. Schumacher aus den 1970er Jahren, in der eine Rückkehr zum menschlichen Maß gefordert wurde. Denn die immer größeren Strukturen, die vor allem in der Wirtschaft unsere Probleme lösen sollen, sind schon damals selbst problematisch gewesen und nicht nur geblieben, sondern gewachsen. In aller Regel führt Größe zu Machtkonzentration, verdrängt Vielfalt und ist häufig nicht nachhaltig, wie der Autor schon damals feststellte. Fand diese Haltung damals immer mehr Anhänger und mündete in die Gründung der Umweltbewegung, hat sich diese Einsicht im Laufe der Zeit doch stark verflüchtigt. Heute gibt es einen weitreichenden Konsens in der Politik, der zentralistische und große Strukturen bevorzugt. Dies zeigt sich sowohl in der Art, wie Energie erzeugt wird (Offshore-Windparks, Gaskraftwerke, Kohlekraftwerke und die jüngste Renaissance der Atomkraftdebatte) als auch in der Art, wie sie verteilt wird: Riesige Stromtrassen quer durch das ganze Land, die Milliarden kosten. Aber nicht diese Ausgaben werden von maßgeblichen Stimmen in diesem Land hinterfragt, sondern es sind eher Kosten, die im Zuge des Ausbaus nachhaltiger Energien entstehen, die im Fokus der Kritik stehen. Dazu gehören z.B. die sogenannten Redispatch-Gebühren, die anfallen, wenn Energieanlagen abgeregelt werden müssen, wenn Sonne und Wind mehr Energie erzeugen, als die Netze abtransportieren können. Die auf der Hand liegende Schlussfolgerung, die Speicherkapazitäten massiv auszubauen und mit dezentralen Märkten und Betreibern die Netze zu entlasten, wird aber nicht gezogen. Weitere Infos zu dieser Veranstaltung und der Anmeldung findet ihr hier.

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