Logo Sonnenblume

Sexuelle Befreiung im feministischen Denken

Mittwoch, 24.6.2026, 18:15 Uhr
Beschreibung
Veranstalter*innen: Cornelia-Goethe-Colloquien

Ausgehend von der Frage, warum gerade auf dem Gebiet der Sexualität die Modernität bestimmter Gruppen oder Gesellschaften angezeigt oder hinterfragt werden muss wendet sich das diesem Vortrag zugrundeliegende Forschungsprojekt den Verstrickungen des feministischen und queeren Denkens mit Fortschrittsideologien zu. Hierzu wurden die Sexualitätsbegriffe verschiedener kanonischer feministischer und queerer Texte in Deutschland, Frankreich und den USA seit den 1960er Jahren untersucht aber auch drei Debatten analysiert, welche das Verständnis von Sexualität nachhaltig verändert haben: der West-Berliner Tuntenstreit, der Streit um den politischen Lesbianismus sowie die feministischen sex wars. Unter kritischem Rückgriff auf Foucault und Freud haben feministische und queere Autoren in ihren Texten zu Sexualität das Aufeinandertreffen von Körpern, Sprache und Wissen formuliert. In jedem Kontext nahm dies konkrete Formen an, die regelmäßig durch Übersetzungen und wanderndes Wissen geprägt sind. Dabei können weder die nationalen oder sprachlichen Räume, noch der zeitliche Rahmen als homogen betrachtet werden, im Gegenteil: Der Vortrag zeigt die Produktivität der Konflikte im feministischen und queeren Denken auf. Weitere Infos zu der Veranstaltung findet ihr hier.

Veranstaltungsort

Goethe-Uni · Campus Westend · PEG 1.G191