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Buchvorstellung und Diskussion: Die Kunst der Diplomatie in Zeiten der Kriege

Montag, 28.9.2026, 19:00 Uhr
Beschreibung

Anhaltende Kriege in der Ukraine, im Nahen und Mittleren Osten unterminieren die internationale Ordnung, Friedensschlüsse sind nicht in Sicht. Russland verschiebt Grenzen mit militärischer Gewalt und droht Westeuropa offen mit Atomwaffen. Zugleich verschärfen Wettbewerb und Rivalität mit China den Druck auf unseren Wohlstand, und Donald Trumps disruptive Außenpolitik legt die Verwundbarkeit Europas offen: Sie stellt die einst von den USA maßgeblich geschaffene Ordnung der Vereinten Nationen in Frage, belastet die NATO und schädigt die Weltwirtschaft.

Europa steht unter gewaltigem Druck und sucht nach Wegen der Selbstbehauptung. Schon mehren sich auch hierzulande Stimmen, die einem neuen „Realismus“ das Wort reden: militärische Macht habe Vorrang vor Völkerrecht und Diplomatie, das sei nun einmal der Lauf der Geschichte. Die Notwendigkeit für die EU, gegen das revisionistische Russland, aber auch gegen Trumps Besitzanspruch auf Grönland eine eigene Abschreckung zu entwickeln, habe jetzt unbedingte Priorität vor allen völkerrechtlichen Bedenken. Kriege seien nicht die Stunde erfolgreicher Diplomatie.

Ist das so eindeutig? Was lehren die Erfahrungen deutscher Außenpolitik über die Möglichkeiten der Diplomatie, wenn die Waffen sprechen – und mit welchen Mitteln lässt sich die Logik kriegerischer Gewalt überwinden, ohne Recht und Freiheit preiszugeben?

Rolf Nikel kennt diesen schmalen Grat aus jahrzehntelanger diplomatischer Praxis. In Frankfurt legt er dar, warum diplomatische Bemühungen sowie wirtschaftliche und militärische Stärke zusammenkommen müssen, um erfolgreich zu sein. Weitere Infos zu der Veranstaltung findet ihr hier.

Veranstalter*innen
Evangelische Akademie, Heinrich Böll Stiftung Hessen
Veranstaltungsort

Evangelische · Akademie Römerberg 9 · Frankfurt