UHRZEIT 18:30 UHr: Podiumsdiskussion: Amerikas Oligarchen - Diskussion mit Franziska Brantner und Julian Heißler
In den USA zeigt sich besonders deutlich, wie Superreiche – insbesondere großer Technologiekonzerne – ihr Vermögen und ihren Einfluss strategisch nutzen, um politische Entscheidungsprozesse, Wahlen und letztlich den Kurs der amerikanischen Demokratie zu beeinflussen. Dies wird verstärkt durch den rasanten Anstieg der Vermögensungleichheit seit den 1980er Jahren und fundamentale gesellschaftliche Transformationsprozesse.
Die Beziehung zwischen wirtschaftlicher Macht und politischem Einfluss prägt die Vereinigten Staaten seit ihrer Gründungszeit. In den vergangenen Jahrzehnten ist diese Verflechtung durch rechtliche Entwicklungen – etwa das Urteil Citizens United – längst zu einem strukturellen Bestandteil des politischen Systems geworden.
In seinem neuesten Buch zeichnet Julian Heißler diese Entwicklungen anhand historischer und aktueller Ereignisse nach. Er argumentiert, dass sich die USA in eine Oligarchie verwandeln: Politische und ideologische Bruchlinien spalten das Land tief. Gleichzeitig wird die öffentliche Meinungsbildung durch Medien, Plattformen und Technologien manipuliert, die sich im Besitz genau jener Personen befinden, die ihre Macht weiter festigen wollen.
Im Gespräch mit dem Autor und Franziska Brantner wollen wir eine Bestandsaufnahme dieser Entwicklungen vornehmen und folgenden Fragen nachgehen: Wie kann sich die US-amerikanische Gesellschaft gegen den gravierenden Einfluss von Konzernen auf die Fundamente der US-Demokratie wehren? Welche Auswirkungen haben diese Machtverschiebungen auch im europäischen und deutschen Kontext? Was sind unsere europäischen Antworten darauf? Und wie können internationale Allianzen und Partnerschaften demokratischen Kräften Rückenwind geben? Weitere Infos zu der Veranstaltung findet ihr hier.
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