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Grüne Schwerpunkte im Haushalt 2026: Mehr Unterstützung für Katastrophenschutz und Feuerwehr, bewährte „Hackathons“ fortsetzen

Montag, 2.3.2026

Um den Krisen von morgen gewachsen zu sein, investieren wir heute in eine starke und widerstandsfähige Stadt. Sicherheit entsteht durch kluge Investitionen in Menschen, verlässliche Strukturen und moderne Technik. Mit unserem Paket stärken wir den Katastrophenschutz, gewinnen mehr Frauen für die Feuerwehr, bauen die Freiwilligen Feuerwehren in unserer wachsenden Stadt aus und setzen auf innovative Robotik. So machen wir Frankfurt vielfältiger, zukunftsfest und gut vorbereitet auf alles, was kommt. Außerdem investieren wir in die digitale Zukunft: Mit zwei Hackathons fördern wir den digitalen Nachwuchs und bringen gezielt mehr Frauen und Mädchen in die IT.

 Einsteigerprogramm für Helfer*innen im Katastrophenschutz

Ein funktionierender Bevölkerungsschutz braucht viele ehrenamtliche Helfer*innen. Wir stellen daher für eine Werbekampagne für ein Einsteigerprogramm für Helfer*innen im Katastrophenschutz 60.000 Euro zur Verfügung. Ziel der Kampagne ist es, möglichst viele Frankfurter*innen als Helfer*innen für den Katastrophenschutz zu gewinnen. Hierfür sollen insbesondere Menschen mit beruflichen Qualifikationen, die im Ernstfall wertvoll sind, beispielsweise Handwerker*innen, Führungskräfte, Techniker*innen oder IT-Spezialist*innen gewonnen werden.

 Mehr Frauen in die Berufsfeuerwehr

Aktuell liegt der Frauenanteil in der Berufsfeuerwehr Frankfurt bei weniger als fünf Prozent. Auch liegen vor der Auswahlphase kaum Bewerbungen von Frauen vor. Mit einer gezielten auf Frauen ausgerichteten Recruiting-Kampagne möchten wir den Anteil der Bewerbungen von Frauen in Zukunft steigern. Hierfür stellen wir 100.000 Euro bereit. Die Freiwilligen Feuerwehren und insbesondere die Jugendfeuerwehren zeigen, dass ein deutlich höherer Frauenanteil erreichbar ist und die Gewinnung der ehrenamtlichen weiblichen Kräfte für die hauptberufliche Tätigkeit ein großes und bisher nicht gehobenes Potential birgt.

 Aufbau neuer Freiwilliger Feuerwehren im Bereich der innenstadtnahen Stadtteile

Freiwillige Feuerwehren leisten in den Bereichen Brandschutz, Rettung und Katastrophenschutz insbesondere bei Großschadenslagen einen enormen Beitrag, der niemals ausschließlich durch die Berufsfeuerwehr abgedeckt werden kann. Darüber hinaus sind Freiwillige Feuerwehren ein wichtiger Identifikations- und Integrationsfaktor in den Stadtteilen, in denen sie zuhause sind. Um die Resilienz im Brandschutz zu stärken, soll in der Innenstadt und den angrenzenden Stadtteilen mit hoher Bevölkerungsdichte daher die Gründung freiwilliger Feuerwehren geprüft werden. Für eine Machbarkeitsstudie zum Aufbau einer neuen Freiwilligen Feuerwehr im Bereich der innenstadtnahen Stadtteile stellen wir 50.000 Euro zur Verfügung.

 Robotik in der Feuerwehr

Die Feuerwehr soll zukünftig verstärkt auf Robotiksysteme setzen, die immer dann zum Einsatz kommen, wenn Menschen aufgrund einer hohen Gefahrenlage nicht eingesetzt werden können. Zugleich sollen diese Systeme dazu beitragen, personalintensive Einsätze moderner, sicherer und effizienter zu gestalten. Im Mittelpunkt steht dabei die enge Interaktion zwischen Mensch und Maschine. Ziel ist es, verfügbare Systeme am Markt einzukaufen und in der Praxis zu erproben. Für einen Zuschuss zur Beschaffung eines ersten Robotiksystems für die Feuerwehr stellen wir daher 100.000 Euro in den Haushalt ein.

 „Jugend Hackt“ Frankfurt fortführen

Das Format „Jugend Hackt" begeistert Jugendliche dafür, mit Code die Welt zu verbessern. 45 bis 60 Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren arbeiten drei Tage lang an eigenen Digital-Projekten – begleitet von ehrenamtlichen Mentor*innen aus der Digitalkunst, der IT und der Medienpädagogik. Das Format verbindet praktische Programmierkompetenz mit digitalpolitischer Bildung und der Auseinandersetzung mit ethischen Fragen der digitalen Transformation. Wir stellen erneut 20.000 Euro zur Verfügung, damit das Format auch in diesem Jahr durchgeführt werden kann.

 Hackathon für Schülerinnen und junge Frauen

Nur 19 Prozent aller IT-Fachkräfte in Deutschland sind weiblich – das wollen wir ändern. Mit einem Hackathon gezielt für Frankfurter Schülerinnen und junge Frauen schaffen wir ein Angebot, das Mädchen und Frauen aus verschiedenen kulturellen und sozialen Umfeldern ermutigt, eine berufliche Perspektive im digitalen Bereich anzustreben. Die Veranstaltung soll wie im Vorjahr in Zusammenarbeit mit dem Gleichberechtigungsbüro, dem Personalamt und dem Amt für Informations- und Kommunikationstechnik organisiert werden – möglichst rund um den Weltmädchentag am 11. Oktober 2026. Dabei bietet sich für die Stadt die Chance, sich als attraktive Arbeitgeberin vorzustellen. Auch dafür stellen wir erneut 20.000 Euro bereit.