Frankfurt will eine Politik, die nach vorne schaut
Liebe Freund*innen,
Was für ein Wahlabend – und was für ein Wahlkampf liegt hinter uns. Getragen von unzähligen engagierten Mitgliedern, Kandidierenden und Unterstützer*innen haben wir gezeigt, wofür GRÜNE Politik steht: für Haltung, Kompetenz und den festen Willen, diese Stadt positiv zu gestalten. Dafür gilt zuerst ein großer Dank – und daraus speist sich auch unser Selbstbewusstsein nach diesem Ergebnis.
Mit über 20 Prozent haben wir uns als zentrale politische Kraft in Frankfurt behauptet – trotz eines Wahlkampfs, der von vielen Seiten gezielt gegen uns geführt wurde. SPD, CDU, FDP und andere setzten auf Anti-GRÜN-Narrative. Wir haben dem etwas entgegengesetzt: Lösungen statt Lautstärke, Zuversicht statt schlechter Stimmung. Und mehr als jede*r Fünfte hat uns genau dafür das Vertrauen ausgesprochen.
Dieses Vertrauen ist ein klarer Auftrag. Frankfurt will eine Politik, die nach vorne schaut. Eine Politik, die Probleme nicht nur beschreibt, sondern sie löst. Unser Verständnis von Sicherheit etwa geht über einfache Forderungen nach Kontrolle hinaus: Es bedeutet eine Stadt, in der sich alle Menschen – insbesondere Frauen – sicher fühlen können. Durch gute Beleuchtung, kluge Stadtplanung, Prävention und den Ausbau von Schutz- und Beratungsstrukturen. Denn echte Sicherheit entsteht nicht durch Symbolpolitik, sondern durch durchdachte Maßnahmen, die im Alltag wirken.
Gleichzeitig steht Frankfurt für Vielfalt – und wir stehen dafür ein, dass das so bleibt. In einer Stadt, in der Menschen aus über 180 Nationen zusammenleben, ist Diversität keine Floskel, sondern Realität. Für uns ist klar: Feminismus und Diversität sind keine Randthemen, sondern Grundlage einer gerechten Stadt. Diese Haltung hat unseren Wahlkampf geprägt – sichtbar, glaubwürdig und konsequent.
Auch in anderen zentralen Fragen haben wir deutlich gemacht, worauf es ankommt: eine Mobilität, die nicht einseitig das Auto bevorzugt und so Stau produziert, sondern alle Verkehrsformen sinnvoll verbindet. Eine Sozialpolitik, die den Menschen auf Augenhöhe begegnet und Unterstützung bietet, ohne sie zu Bittsteller*innen zu machen. Und eine konsequente Klima- und Umweltpolitik – von der Energie- und Wärmewende bis zur Klimaanpassung durch neue Grünflächen und Entsiegelung–, die Frankfurt zukunftsfest macht. Wir waren die einzigen, die diese Themen im Wahlkampf klar benannt haben. Und wir sind bereit, sie in die nächste Regierung zu tragen.
Verantwortung übernehmen heißt für uns jetzt, klug und besonnen in die nächste Phase zu gehen. Keine vorschnellen roten Linien zu ziehen, alle demokratischen Koalitionsoptionen ernsthaft zu prüfen – auf Basis realer Mehrheiten. Und mit unserem reichhaltigen Wahlprogramm und einer klaren Vision in Gespräche zu gehen: für ein nachhaltiges, gerechtes und offenes Frankfurt, das auch in Zukunft lebenswert bleibt.
Die Kreismitgliederversammlung hat genau das widergespiegelt. Wir haben intensiv und differenziert diskutiert, unterschiedliche Bündnisoptionen abgewogen und gemeinsam
ausgelotet, wie viel grüne Handschrift in künftigen Konstellationen möglich ist. Dabei wurde auch ausdrücklich dazu aufgerufen, Gespräche mit der Linkspartei über ein mögliches Linksbündnis zu führen, aber natürlich ohne Vorfestlegungen, wie es grüne Tradition und verantwortungsvolles Handeln gebietet.
Das zeigt: Wir sind bereit, Verantwortung zu übernehmen – mit klaren Werten, aber ohne Scheuklappen. Für eine Stadt, die zusammenhält. Für eine Politik, die wirkt. Für Frankfurt.
Tara (Moradi) & Burkhard (Schwetje)
Sprecher*innen des Kreisverbands