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Selbstbestimmung ist nicht verhandelbar

Selbstbestimmung ist nicht verhandelbar

Freitag, 6.3.2026

Liebe Freund:innen,

Gleichberechtigung ist kein abstraktes Ziel. Sie ist eine tägliche Auseinandersetzung mit Macht und Ressourcen.

Wer über Ressourcen entscheidet – und wie wir sie einsetzen – entscheidet über Gleichberechtigung und Chancengleichheit.

Deshalb ist Gleichstellung keine Symbolpolitik. Sie ist Verteilungs- und Strukturpolitik. Sie entscheidet sich im städtischen Haushalt, in der sozialen Infrastruktur, in der wirtschaftlichen Eigenständigkeit von Frauen und in einem wirksam abgesicherten Gewaltschutz.

Gleichberechtigung heißt für mich ganz konkret: eigenständig entscheiden zu können – über das eigene Einkommen, über das eigene Leben, über die eigene Sicherheit und über den eigenen Körper.

Gerade beim Zugang zur Schwangerschaftskonfliktberatung und zu medizinischen Einrichtungen wird sichtbar, ob diese Freiheit tatsächlich geschützt ist. Wer eine Beratungsstelle aufsucht, darf dort nicht abgefangen, bedrängt oder moralisch unter Druck gesetzt werden. Hier entscheidet sich, ob Grundrechte praktisch gelten.

Selbstbestimmung darf nie unter Druck stattfinden.

Jede Frau hat das Recht, frei und ohne Angst über ihren Körper und ihre Zukunft zu entscheiden.

Deshalb brauchen Beratungsstellen und medizinische Einrichtungen klare Schutz- und Abstandsregelungen. Nicht als Symbol, sondern als rechtsstaatlich abgesicherte Konsequenz aus dem Grundrecht auf Selbstbestimmung.

Für uns Grüne ist klar: Gleichstellung braucht politische Entscheidungen – und die Bereitschaft, sie konsequent umzusetzen.

Der Weltfrauentag ist kein Ritual. Er ist ein Auftrag.

Eure Elke