Kürzungen an der Goethe-Uni: Mehr Ehrlichkeit des Wissenschaftsministers wäre wünschenswert
Studierende wie Lehrende kritisieren die Umbaupläne, die das Präsidium für die Goethe-Uni diskutiert. Nach der Streichung von Studienplätzen müssen über 60 Professuren wegfallen. Das wird zwangsläufig zu weiteren Einschnitten im Studienangebot und zu mehr Arbeitsbelastung für das wissenschaftliche Personal führen. An der Frankfurter Universität werden die Auswirkungen des Kürzungshochschulpaktes damit jetzt konkret.
Wie Wissenschaftsminister Gremmels auf die Presseberichterstattung über die Kürzungspläne und Strukturreformen reagiert hat, macht sprachlos. Natürlich gibt es neben den vorgeschlagenen Kürzungen auch Überlegungen zu Strukturreformen. Aber zu behaupten, die geplanten Kürzungen von 60 Professuren hätten nichts mit den Kürzungen in der Hochschulfinanzierung des Landes zu tun, ist entweder Ausdruck von Unehrlichkeit oder Ignoranz. In der Kalkulation des Ministers fehlen die Tarif- und Kostensteigerungen, die eben diese Einschnitte notwendig machen.
Dabei hat er offenbar bei Gesprächen in Gießen in den vergangenen Tagen zugegeben, dass der Hochschulpakt angesichts der massiven Kostensteigerungen beim Personal zu realen Kürzungen führt. Diese Ehrlichkeit würde ihm im Zusammenhang mit massiven Personalkürzungen an der Goethe-Uni auch gut zu Gesicht stehen.
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