Der Frankfurter Flughafen ist für Hessen unverzichtbar – aber seine Belastungen dürfen nicht allein die Menschen vor Ort tragen
Als eines der wichtigsten internationalen Luftverkehrsdrehkreuze Europas ist der Frankfurter Flughafen ein bedeutender Wirtschafts- und Beschäftigungsfaktor für Hessen. 2025 nutzten rund 63,2 Millionen Passagierinnen und Passagiere den Frankfurter Flughafen. Jedoch gehört zu Wahrheit dazu, dass der Fluglärm die Lebensqualität vieler Menschen in den umliegenden Kommunen belastet.
Genau hier setzt das von uns GRÜNEN auf den Weg gebrachte Regionallastenausgleichsgesetz an: Es ermöglicht Förderungen für Schulen, Kindergärten und weitere Verbesserungen im Alltag. Deshalb ist es gut, dass es von der Landesregierung – wie von uns gefordert – verlängert wird.
Allerdings wird Lärmschutz von der aktuellen Koalition nicht als Herzensangelegenheit, sondern höchstens als störende Pflichtaufgabe angesehen. Wir fordern, dass die Beträge im Fördertopf entsprechend der Inflation angehoben werden, damit die Kommunen keine schleichende Mittelsenkung mehr hinnehmen müssen. Dafür wollen wir die Dividende aus den Fraport-Anteilen des Landes nutzen. Es nutzt nichts, so zu tun, als brächte der Flughafen der Region ausschließlich Vorteile und keine Belastungen. Ausgleich ist wichtig.
Die Landesregierung hat die Daueraufgabe, für Lärmschutz und eine ungestörte Nachtruhe für die Menschen zu sorgen. Dessen sollten sich CDU und SPD bewusst sein.