Unser Weg zur Umsetzung der Istanbul-Konvention
Liebe Freund:innen,
nach rund zwei Jahren intensiver Arbeit sind wir mit der Umsetzung der Istanbul-Konvention in Frankfurt einen großen Schritt weiter: Wir haben zentrale Handlungsfelder zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt definiert, Bedarfe vulnerabler Gruppen wie Kinder und Jugendliche, wohnungsloser Frauen oder Frauen mit Behinderungen erfasst sowie Ansätze zur Weiterentwicklung der Täterarbeit erarbeitet. Die Ergebnisse münden nun in einen umfassenden Maßnahmenplan, der im Oktober 2026 der Öffentlichkeit vorgestellt wird.
Verantwortlich für die Ergebnisse ist die Steuerungsgruppe zur Umsetzung der Istanbul-Konvention. In ihr arbeiten Vertreter:innen der Polizei, der Justiz, zuständiger Dezernate, Frankfurter Interventionsstellen und des Hilfesystems zusammen – mit dem Ziel, gemeinsam Lösungen für ein gewaltfreies Leben für Frauen und Mädchen zu entwickeln und damit das Frankfurter Hilfesystem weiter zu stärken und auszubauen. Auf Wunsch der Steuerungsgruppe wurde zudem eine „Absichtserklärung 2.0 zur Umsetzung der Istanbul-Konvention in Frankfurt am Main“ verabschiedet. Darin unterstreicht die Steuerungsgruppe die Bedeutung von Gewaltprävention und Gewaltschutz als dauerhafte Aufgaben in unserer Stadt, die nur ressortübergreifend und gemeinsam erfolgreich umgesetzt werden können. Mit der Absichtserklärung wird der Anspruch bekräftigt, die erarbeiteten Maßnahmen konsequent weiterzuentwickeln und ihre Umsetzung langfristig zu sichern. Mit der Erklärung bekennt sich die Steuerungsgruppe dazu, den begonnenen Prozess kontinuierlich und abgestimmt fortzuführen sowie die Istanbul-Konvention als verbindlichen Rahmen zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt konsequent umzusetzen.
Als Frauendezernentin ist mir besonders wichtig zu betonen: Der bisherige Fortschritt ist keine Selbstverständlichkeit. Er ist das Ergebnis engagierter, beharrlicher und vertrauensvoller Zusammenarbeit vieler Akteur:innen, die Verantwortung übernehmen und gemeinsam daran arbeiten, Frankfurt sicherer und gerechter zu machen. Der Schutz von Frauen und Mädchen vor Gewalt ist eine dauerhafte gesellschaftliche und politische Aufgabe und wir werden diesen Weg entschlossen weitergehen.
Mein besonderer Dank gilt allen Beteiligten aus dem Hilfesystem, den Interventionsstellen, der Polizei, der Justiz und der Verwaltung, die ihre Expertise und ihre Erfahrungen in diesen Prozess eingebracht haben. Ihr Engagement schafft die Grundlage dafür, dass Schutz und Unterstützung dort ankommen, wo sie gebraucht werden. Die enge Zusammenarbeit zeigt, wie viel wir erreichen können, wenn wir Verantwortung gemeinsam tragen.
Eure Tina