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GRÜNE nominieren starkes Team für den neuen Magistrat der Stadt Frankfurt

Donnerstag, 25.6.2026

Die Frankfurter GRÜNEN haben am Donnerstagabend mit großer Mehrheit die Weichen für ihre künftige Magistratsvertretung gestellt. Die Kreismitgliederversammlung folgte dem Vorschlag des gemeinsamen Gremiums aus Partei- und Fraktionsvorstand sowie den Sprecher*innen der GRÜNEN JUGEND und nominierte Elke Voitl, Tina Zapf-Rodríguez und Wolfgang Siefert für die drei grünen Dezernate im neuen Magistrat.
Der angenommene Vorschlag sieht folgende Zuständigkeiten vor:
Tina Zapf-Rodríguez wird die Verantwortung für Klima, Umwelt, Diversität, Antidiskriminierung und Frauen übernehmen, Elke Voitl betreut weiter die Themen Soziales und Gesundheit und Wolfgang Siefert übernimmt die Leitung des Dezernats für Bauen und Immobilien (ab 2028 ergänzt um Bildung oder Kultur).
Der Vorschlag wurde mit 150 Ja-Stimmen bei 18 Nein-Stimmen und 6 Enthaltungen angenommen. Damit haben die Mitglieder dem vorgeschlagenen Team eine starke Rückendeckung für die kommenden Jahre gegeben.
In der Debatte hoben zahlreiche Rednerinnen hervor, dass der Prozess zur Erarbeitung des Vorschlags auf einer breiten demokratischen Grundlage beruhte. Die Kreismitgliederversammlung hatte am 13. Juni einstimmig beschlossen, ein gemeinsames Gremium aus Partei- und Fraktionsvorstand sowie den Sprecher*innen der Jugendorganisation GRÜNE JUGEND einzusetzen, um einen Personalvorschlag für die Magistratsbesetzung zu erarbeiten.
Ein Änderungsantrag, der das Ergebnis des Gremiums grundlegend verändern wollte, wurde deutlich abgelehnt. Dieser sah vor, Tina Zapf-Rodríguez nicht zu nominieren und stattdessen Nargess Eskandari-Grünberg für das Dezernat Diversität und Frauen mit den perspektivischen Zuständigkeiten Kultur oder Bildung vorzuschlagen. Zudem sollte Bastian Bergerhoff die Bereiche Klima, Umwelt sowie Bauen und Immobilien übernehmen. Der Antrag wurde mit 154 Nein-Stimmen gegen 18 Ja-Stimmen bei 10 Enthaltungen zurückgewiesen.
Mit diesen Entscheidungen haben die Mitglieder den Vorschlag des Gremiums nicht nur bestätigt, sondern ihm eine klare und überzeugende Mehrheit verliehen. Die Frankfurter GRÜNEN gehen damit geschlossen und mit einem starken Team in die kommende Magistratsperiode.
Die Diskussion war teilweise emotional, denn wie Parteisprecher Burkhard Schwetje hervorhob: „Wenn es um die Auswahl von Personen geht, geht es auch um deren persönliche Pläne und um deren Lebensentwürfe und natürlich auch um Beziehungen und Freundschaften. Dabei sind Emotionen normal.“
In der Debatte wurde auch die Frage gestellt, ob das Engagement der GRÜNEN gegen Antisemitismus, für Antidiskriminierung und für Diversität durch die Personalentscheidung gemindert würde. Tara Moradi, Sprecherin der GRÜNEN Frankfurt, hob stellvertretend für den Vorstand hervor, dass diese Werte eine gemeinsame Haltung der GRÜNEN sind und unabhängig von Personalentscheidungen vorangebracht werden. Basis-Mitglied Julia Koldau ergänzte: „Wenn die Sorge entsteht, dass mit dem Wechsel einer Person auch die Entschlossenheit im Kampf gegen Antisemitismus verloren gehen könnte, dann ist das weniger ein Problem der Personalentscheidung als der Hinweis, dass wir als Partei noch mehr Vertrauen aufbauen müssen.“
Die Versammlung verband die Entscheidung über die personelle Zusammensetzung mit großem Dank an Nargess Eskandari-Grünberg und Bastian Bergerhoff, der durch langanhaltenden Applaus unterstrichen wurde. Beide haben die Stadt Frankfurt über viele Jahre mit außergewöhnlichem Engagement geprägt.
„Wir danken Nargess Eskandari-Grünberg und Bastian Bergerhoff für ihre Arbeit, ihr Herzblut, ihr Engagement, ihre klugen Gedanken und ihre neuen Ideen, mit denen sie Frankfurt vorangebracht haben. Sie haben in dieser Stadt deutliche Spuren hinterlassen. Wir werden weitere Gelegenheiten schaffen, um diesen Dank und diese Wertschätzung gemeinsam mit ihnen angemessen zum Ausdruck zu bringen. Zugleich wünschen wir uns sehr, dass ihre Kompetenz, ihre Erfahrung und ihre Kraft auch künftig an anderer Stelle für Frankfurt wirksam werden können.“, erklären Tara Moradi und Burkhard Schwetje.
Mit der Entscheidung vom 24. Juni 2026 richten die GRÜNEN zugleich den Blick nach vorn. Mit Elke Voitl, Tina Zapf-Rodríguez und Wolfgang Siefert entsendet die Partei ein erfahrenes und starkes Team in den Magistrat. Vor ihnen liegen anspruchsvolle Aufgaben in den Bereichen Soziales und Gesundheit, Klima und Umwelt, Frauen und Diversität sowie Bauen und Immobilien. Die drei Nominierten werden die Aufgabe haben, grüne Erfolgsgeschichten fortzuschreiben und neue Impulse für Frankfurt zu setzen – mit einem klaren Blick auf soziale Gerechtigkeit, Diversität, Klimaschutz und die Zukunftsfähigkeit der Stadt. Die deutliche Unterstützung der Mitglieder zeigt: Dieses Team kann seine Arbeit mit einem starken Mandat und großer Rückendeckung aus der Partei aufnehmen.