GRÜNE Frankfurt und Fraktion im Römer zur Räumung des La Gata
Die am Montag erfolgte Räumung des La Gata ist sehr bedauerlich und ein großer Verlust eines sehr besonderen kulturellen Ortes. Die angekündigte Kündigung im Februar hat auch uns GRÜNE sehr getroffen, wir haben uns daraufhin parteiübergreifend für den Erhalt eingesetzt. Unsere Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg hat die dezernatsübergreifende Koordinierung übernommen, mehrfach das Gespräch mit Verantwortlichen gesucht und sich bei der Kundgebung am 14.03.26 laut für den Erhalt des La Gata ausgesprochen. Wir alle, Partei und Fraktion der GRÜNEN, sind sehr getroffen, dass trotz der Bemühungen über Wochen hinweg, trotz der Demo, der Petition zum Erhalt und der großen Solidarität auch außerhalb von Frankfurt kein Kompromiss zur Erhaltung dieser besonderen Bar gefunden wurde.
Seit 1971 ist das La Gata mehr als eine Bar, es ist ein Schutzraum, ein Ort der Begegnung und ein einzigartiger Teil der lesbischen Geschichte Frankfurts – vielleicht die älteste noch bestehende lesbische Bar der Welt. Lesbische Räume sind selten geworden. Gleichzeitig sind sie unverzichtbar für Sichtbarkeit, Austausch und gesellschaftliche Teilhabe. „Als lesbische Stadtverordnete setze ich mich weiter dafür ein, dass gewachsene kulturelle Orte wie das La Gata eine Zukunft haben - das La Gata wird im September 55 Jahre, wir werden einen Ort finden, um das groß und sichtbar zu feiern und eine dauerhafte Lösung für neue lesbische Räume und Flintas finden“, so Natascha Kauder, Stadtverordnete der GRÜNEN im Römer. „Frankfurt lebt von seiner Vielfalt – und diese braucht Räume. Räume für Emanzipation und Sichtbarkeit. Wir unterstützen als Partei die lesbische und Flinta-Community“, ergänzt Tara Moradi, Vorstandssprecherin der GRÜNEN Frankfurt.