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Regionaltangente Ost - Variantenprüfungen

Montag, 10.6.2024

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Wir bekennen uns zum weiteren, zielgerichteten Ausbau des schienengebundenen ÖPNV. Dies gilt sowohl innerhalb des Frankfurter Stadtgebiets, als auch für die verkehrlichen Beziehungen in das Umland. Dabei müssen alle ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen berücksichtigt werden.

Der Magistrat wird gebeten, den RMV aufzufordern eine ausführliche Studie zu den möglichen Varianten der Trassenführung der Regionaltangente Ost vorzulegen. Die Varianten sollen ergebnisoffen mit ihren Vor- und Nachteilen beschrieben und zur Vergleichbarkeit mit objektiven Kriterien jeweils zu verkehrlichem Nutzen, Eingriff in Naturräume, erwartete Lärmemissionen und besonderem baulichem Aufwand bewertet werden. Die Studie soll den Stadtverordneten zur Entscheidung vorgelegt werden.

Begründung:

Das Angebot des ÖPNV soll wesentlich dort erweitert werden, wo schnelle
(Schienen-) Verbindungen bisher gänzlich fehlen oder infrastrukturelle Schwächen aufweisen, z.B. nicht elektrifizierte Nebenbahnen. Die bestehenden, sternförmig auf Frankfurt zulaufenden Schienenverbindungen aus der Region stoßen kapazitativ an ihre Grenzen oder erreichen diesen Zustand in der Zukunft. Strukturell würden Ringlinien eine deutliche Entzerrung (zukünftig) überbelasteter Strecken bewirken. Die Regionaltangente Ost würde hier einen wichtigen Beitrag leisten und ist daher von Bedeutung für das Gesamtnetz der Region.

Aus der zum jetzigen Zeitpunkt vorliegenden Variantenprüfung wurde lediglich eine Variante detaillierter der Öffentlichkeit präsentiert. Diese beinhaltet verschiedene herausfordernde Abschnitte, im Sinne von Kunstbauten (Tunnel, Brücke) und Trassenführung durch Landschaftsschutzgebiete (Grüngürtel und Grünzüge in der Stadt Frankfurt am Main),

Die detaillierte Darstellung aller Varianten im obigen Sinne ist zur Meinungsbildung in den politischen Gremien erforderlich.