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Ausstellung und Buch: „Nie gefragt – nie erzählt. Das vererbte Trauma in den Familien der Holocaust-Überlebenden“

Ausstellung und Buch: „Nie gefragt – nie erzählt. Das vererbte Trauma in den Familien der Holocaust-Überlebenden“

Freitag, 4.4.2025

Mit großem Feingefühl, Anteilnahme und Verständnis hat der Fotograf Rafael Herlich die Lebensgeschichten von Überlebenden der Shoah und ihren Nachkommen dokumentiert. Etwa 60 seiner Fotos sind nun für zwei Wochen in den Römerhallen zu sehen, versehen mit Texten des ehemaligen FAZ-Redakteurs Hans Riebsamen. Am Mittwoch, 2. April, haben OB Mike Josef und ich die Ausstellung eröffnet. Fotos und Texte sind auch in dem Buch „Nie gefragt – nie erzählt.  Das vererbte Trauma in den Familien der Holocaust-Überlebenden“ zusammengefasst. Anhand der Familienbiographien erzählt der Band gleichzeitig eine Geschichte des Judentums der deutschen Nachkriegszeit über drei Generationen hinweg. Die Ausstellung zeigt eine andere, eine sehr persönliche Seite der Erinnerung an die Shoah. Rafael Herlich dokumentiert wie die Gräben zwischen den Generationen überbrückt werden. Er zeigt die Momente, in denen gefragt und in denen erzählt wird. Die Porträts halten vier Jahrzehnte des Jüdischen Lebens in Frankfurt fest. Die Ausstellung ist bis 13. April 2025 in den Römerhallen, Römerberg 23, täglich von 11-18 Uhr zu sehen.  Das Buch „Nie gefragt – nie erzählt. Das vererbte Trauma in den Familien der Holocaust-Überlebenden“ ist 2024 im Societätsverlag erschienen. Es hat 272 Seiten. ISBN: 978-3-95542-478-7, Preis 20 Euro.

Eure Nargess