Letzte Zwangsarbeiter-Baracke Frankfurts unter Denkmalschutz gestellt
Die Zwangsarbeiter-Baracke in der Talstraße 107 in Kalbach, die letzte noch erhaltene Baracke dieser Art in Frankfurt, steht künftig unter Denkmalschutz. Das Landesamt für Denkmalpflege Hessen hat den Denkmalwert des historischen Ortes anerkannt und die Eintragung in das Denkmalverzeichnis vorgenommen, so die Antwort auf eine mündliche Frage der kulturpolitischen Sprecherin der GRÜNEN im Römer, Sylvia Momsen.
„Ich begrüße diese Entscheidung ausdrücklich und freue mich sehr, dass dieses einzigartige Zeugnis der Frankfurter Stadtgeschichte nun dauerhaft geschützt ist. Gerade weil es die letzte erhaltene Zwangsarbeiter-Baracke in Frankfurt ist, kommt diesem Ort eine besondere Bedeutung zu. Er erinnert uns daran, welches Leid und welche Schrecken die NS-Zeit über Millionen von Menschen gebracht hat. Diese Erinnerung müssen wir bewahren – gerade auch für kommende Generationen. Ein nächster Schritt wird sein, sie für die Bevölkerung zugänglich zu machen.“
Zusätzlich soll an der Talstraße 107 die vom Ortsbeirat beantragte Gedenk- und Informationstafel nun angebracht werden. Sie soll über die Geschichte des Ortes und das Schicksal der Menschen informieren, die dort während der NS-Zeit als Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter untergebracht waren.
„Denkmalschutz und Erinnerung gehören hier untrennbar zusammen. Ich freue mich, dass dieser historische Ort nun gesichert ist und künftig auch sichtbar an die Verbrechen und das Leid der NS-Zeit erinnern kann“, so Momsen.