Wir brauchen die Energiewende!
Liebe Freund*innen,
die USA erleben gerade schon im Frühlingsmonat März eine Hitzewelle mit Temperaturen von teilweise über 40 Grad. Die dort üblichen März-Temperaturen werden um 10 bis 20 Grad überschritten. Doch trotz aller Warnsignale, die der Planet Erde uns Menschen sendet, ist es den anderen Parteien gelungen, unser Kernthema „Klima“ aus den jüngsten Wahlkämpfen herauszuhalten. Ich erlebe das als eine Art von Realitätsverweigerung, die ich mir früher nicht hätte ausmalen können. Dabei wird gegen die Energiewende polemisiert mit Argumenten, die haarsträubend falsch sind. So musste ich mich auf einem Podium im Wahlkampf mit dem Vorwurf auseinandersetzen, wir hätten mit unserer Energiepolitik verursacht, dass Deutschland 5 % seines Strombedarfs importieren müsste und das sei hochproblematisch. Mal abgesehen davon, dass wir genug eigene Gaskraftwerke haben, um uns jederzeit komplett selbst mit Strom versorgen zu können, und es einfach nur billiger für uns ist, den Strom bei Bedarf zu importieren, wurde dabei völlig ignoriert, dass wir fast 100 % unseres Ölbedarfs und ebenso den allergrößten Teil unseres Gasbedarfs importieren. Wohin diese Abhängigkeit vom Import fossiler Energien führen kann, sehen wir ganz aktuell an den exorbitant steigenden Preisen für fossile Brennstoffe in Folge des Iran-Krieges. Wenn jemand Konzepte dafür hat, diese Probleme zu lösen, dann sind das wir, die GRÜNEN!
Durch die Energiewende können wir die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen reduzieren. Schon heute sind E-Autos im Verbrauch deutlich günstiger als Verbrenner. Schon heute ist die Heizung mit Wärmepumpen im Verbrauch billiger als mit Erdgas. Wenn die Preise für fossile Brennstoffe weiter ansteigen, werden E-Autos und Wärmepumpen zusätzliche Preisvorteile erlangen. Gleichzeitig werden wir unabhängig von den Diktatoren dieser Welt.
Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche (CDU) legt gerade einen Heizungshammer vor, der für die Mieter*innen katastrophale Folgen haben würde. Wer ein Haus besitzt, soll in Zukunft weiter billige Gasheizungen einbauen können. Den Einbau der Heizungen zahlen die Vermieter*innen. Die Betriebskosten, also die Gaskosten, werden aber von den Mieter*innen getragen. Bei steigenden Gaspreisen wird es für diese immer teurer, und da eine Heizung Jahrzehnte hält, laufen die Mieter*innen in eine Kostenfalle, der sie nicht entrinnen können. Für die wohlhabenden Hausbesitzer*innen wird es billig, für die meist nicht so vermögenden Mieter*innen wird es immer teurer, das ist die „soziale“ Politik der CDU. Uns GRÜNEN aber wird vorgeworfen, wir würden die soziale Komponente in unserer Politik vernachlässigen. Dabei müsste eigentlich der Satz gelten: „CDU-Politik muss man sich leisten können!“
Unsere Argumente sind so viel besser als die der Gegenseite. Unsere Angebote an die Gesellschaft mit billigen erneuerbaren Energien, sauberen, leisen Heizungen, leistungsstarken E-Autos, aber auch mit sicheren Rad- und Fußwegen, mit mehr Grün in der Stadt, sind die besseren Angebote.
Lasst uns gemeinsam daran arbeiten, positive Bilder in den Köpfen der Menschen entstehen zu lassen, Bilder von einer grünen Zukunft, die für alle zum Gewinn wird.
Ich bin mir sicher, die Vernunft wird sich auf Dauer doch durchsetzen.
Euer Thomas Schlimme
Beisitzer im Kreisvorstand