Logo Sonnenblume

Wahlen in Sachen-Anhalt und Mecklenburg Vorpommern // Politische Woche in Frankfurt

Freitag, 28.8.2026

Liebe Freund*innen,

die Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern rücken näher und mit ihnen eine politische Richtungsentscheidung: Für eine offene, solidarische und demokratische Gesellschaft oder für eine Politik der Ausgrenzung, in freiem Fall, alle Gesetzesvorhaben von Landesgerichten wieder einkassiert zu bekommen oder politischem Stillstand.

In den vergangenen Tagen war ich in Magdeburg und Greifswald unterwegs und habe dort viele engagierte, mutige und inspirierende Menschen getroffen, die sich vor Ort für eine starke Demokratie und eine bessere Zukunft einsetzen. Menschen, die sich für bessere Bildung im ländlichen Raum Sachsen-Anhalts einsetzen. Menschen, die für mehr Klimaschutz im Ostseeraum kämpfen. Und Menschen aus ganz Deutschland, die ihren Wahlkampf-Urlaub dort machen, anpacken, mithelfen und gemeinsam für eine starke Bündnisgrüne Stimme kämpfen. Beim CSD in Magdeburg am vergangenen Samstag haben so viele Menschen gemeinsam mit uns Bündnisgrünen ein sichtbares Zeichen für Liebe, Vielfalt und Selbstbestimmung gesetzt. Gerade in Zeiten, in denen queere Menschen und ihre Rechte in Deutschland wieder stärker unter Druck geraten, nach dem Anschlag in Berlin, ist der CSD weitaus mehr als ein Fest auf dem Magdeburger Domplatz: Er ist Haltung. Er ist Widerstand. Und er ist gelebte Demokratie.

Die CSD-Demo und das Familien-Fest in Magdeburg, der Haustürwahlkampf und das Plakatieren in Greifswald, diese Momente haben mir Mut gemacht. Aufgeben ist keine Option. Auch dann nicht, wenn der blau-braune Umfrage-Balken in Sachsen-Anhalt derzeit bei erschreckenden 42 Prozent liegt. Im Gegenteil: Gerade dann braucht es Menschen, die Haltung zeigen, sich einmischen und füreinander einstehen.

Meiner Meinung nach braucht es auch gerade deshalb ein klares Zeichen aus Frankfurt: Als Kreisverband, der mehr Mitglieder hat als Magdeburg und Greifswald zusammen, tragen wir eine besondere Verantwortung. Unsere Unterstützung darf nicht mit den Wahlen im September enden. Deshalb freut es mich, dass wir mit den Kreisverbänden Leipzig, Magdeburg und Rostock eine tiefere Partnerschaft planen. Wir wollen auch nach den Wahlen gemeinsam bei Veranstaltungen, an Infoständen und an Haustüren für eine bessere, solidarische und gemeinsame Zukunft kämpfen.

Unser gemeinsamer Einsatz auf Social Media und an den Haustüren zeigte diese Woche auch bereits seine Wirkung: Die neuesten Umfragen sehen uns in Sachsen-Anhalt bei 6 Prozentpunkten! Das ist Rückenwind, aber kein Grund, nachzulassen. Im Gegenteil: Jetzt heißt es: weitermachen, weitermobilisieren und um jede Stimme kämpfen. Für eine offene, demokratische und ökologische Gesellschaft. Für Vielfalt und Solidarität. Und gegen eine Politik, die Angst, Ausgrenzung und Spaltung zum Programm macht. Ich freue mich daher auf das anstehende Wochenende in Rostock, bei dem wir gemeinsam an vielen Haustüren klingeln werden und um jede Bündnisgrüne Stimme kämpfen werden!

Auch bei uns in Frankfurt war diese Woche politisch einschneidend. Gestern hat die Stadtverordnetenversammlung im Römer die Abwahl unserer beiden Dezernent*innen Dr. Nargess Eskandari-Grünberg und Dr. Bastian Bergerhoff beschlossen. Es tut weh, denn beide haben in den vergangenen Jahren mit viel Engagement, Herz, Haltung und persönlichem Einsatz für unsere wundervolle Stadt Frankfurt gearbeitet. Daher möchte ich an dieser Stelle stellvertretend für den Kreisvorstand und ich denke auch von jedem einzelnen Mitglied schreiben: Danke, Nargess und Bastian, für euren Einsatz und dafür, dass ihr Verantwortung übernommen und Frankfurt politisch geprägt habt!

Gleichzeitig wurden unsere neuen ehrenamtlichen Magistratsmitglieder gewählt. Ich gratuliere daher Beatrix Baumann, Felicitas Dubuque und Martina Düwel herzlich zu ihrer Wahl und wünschen ihnen für ihre neue Aufgabe viel Kraft, Mut und Erfolg.

Zum Start dieser neuen Koalition und mit Blick auf die Wahlen im September möchte ich zum Schluss eines besonders hervorheben: Wir lassen uns nicht entmutigen. Wir bleiben laut, solidarisch und kämpferisch. Für eine feministische, soziale, ökologische und vielfältige Gesellschaft in Frankfurt, in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern.

Denn Veränderung beginnt dort, wo Menschen sich zusammenschließen und sagen: Wir machen weiter. Wir geben nicht auf. Wir kämpfen gemeinsam. 

Liebe Grüße, 
eure Kathi

Beisitzerin im Kreisvorstand