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Solaroffensive: Frankfurt startet durch beim Solarausbau

Montag, 9.3.2026

In der letzten Plenarsitzung am 5. März wurden sechs wegweisende Beschlüsse zur weiteren Beschleunigung des Solarausbaus in Frankfurt gefasst.

Diese neuen Beschlüsse zeigen nochmals eindrücklich, wie konsequent der Solarausbau in Frankfurt seit 2021 vorangetrieben wurde. Im Laufe der Wahlperiode wurden mehr als 25 Anträge der Römer-Koalition beschlossen, die den Solarausbau direkt oder indirekt sehr stark beschleunigen. Alle diese Beschlüsse tragen zum großen Erfolg der parteiübergreifend getragenen „Solaroffensive für Frankfurt“ bei.

Die Zahlen sind beeindruckend: Seit September 2022 hat sich die installierte Photovoltaik-Leistung in Frankfurt von knapp 53 auf heute 119 Megawatt mehr als verdoppelt. Allein 2025 kamen rund 25 Megawatt hinzu. Das bedeutet: In den drei Jahren seit Beginn der Solaroffensive wurde mehr Solarleistung ans Netz gebracht als in den 30 Jahren zuvor zusammen.

Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis konsequenter Politik. Auf Initiative der GRÜNEN Fraktion hat die damalige Koalition aus GRÜNEN, SPD, FDP und Volt eine umfassende Solaroffensive für Frankfurt gestartet. Diese Offensive wurde von den Oppositionsparteien CDU und LINKE aktiv unterstützt. Dieser breite, parteiübergreifende Konsens für den Solarausbau war entscheidend für den Erfolg.

Die Stadt geht dabei mit gutem Beispiel voran: Auf allen geeigneten städtischen Gebäuden werden schrittweise Solaranlagen installiert. Jede neu gebaute oder dachsanierte Schule bekommt eine Solaranlage. Von den 2.500 städtischen Dachflächen werden immer mehr mit Photovoltaik belegt. Zwischen 2014 und 2023 wurden durchschnittlich fünf PV-Anlagen auf städtischen Gebäuden in Betrieb genommen. 2024 waren es bereits sieben. 2025 wurden rund 24 neue Anlagen geplant. Ein wichtiger Partner dabei ist die neu gegründete Frankfurter Bürgerenergiegenossenschaft, die ebenfalls mit Unterstützung der Stadtpolitik entstanden ist.

Im Rahmen der Offensive hat das Klimareferat außerdem die Informations- und Beratungsangebote für Solarenergienutzung stark ausgebaut und erstmals eine städtische Förderung für Solaranlagen und Batteriespeicher eingeführt. Der „Klimabonus“ erfreut sich größter Beliebtheit: Seit Einführung der Förderung im November 2023 wurden unter anderem 2284 Solaranlagen, 1055 Mini-Photovoltaik-Anlagen, 77 Solar-Gründächer und 2414 Batteriespeicher durch die Stadt gefördert. Überall in der Stadt werden Solarpanels an Balkonen, auf Dächern und an Fassaden installiert. So wird die Energiewende im Stadtbild deutlich sichtbar.

In den kommenden Monaten und Jahren wird es darum gehen, auch auf Freiflächen wie z.B. ehemaligen Abfalldeponien oder entlang von Autobahnen und Schienenwegen leistungsstarke Solarparks zu errichten. Den Auftrag zur Erstellung einer Karte mit Potenzialflächen setzt die Stadtverwaltung aktuell um. Auf dem Frankfurter Flughafen wurde bereits im letzten Jahr die weltweit größte Freiflächensolaranlage auf einem Flughafengelände in Betrieb genommen. Aufgrund der neuen Anforderungen an Nachhaltigkeit im Hochhausrahmenplan entstehen gerade außerdem die ersten Hochhäuser in der Frankfurter Skyline, die Photovoltaik in ihre Fassade integrieren. Damit setzt Frankfurt weithin sichtbare neue Maßstäbe beim Solarausbau.

David Edelmann, stellv. Fraktionsvorsitzender und klimapolitischer Sprecher der GRÜNEN im Römer, stellt dazu fest: „Frankfurt startet gerade richtig durch beim Solarausbau. Die demokratischen Parteien im Stadtparlament haben in den letzten fünf Jahren gemeinsam die Weichen so gestellt, dass wir das große Potenzial für die Produktion von Sonnenstrom in den kommenden Jahren deutlich schneller ausschöpfen können. Der Solarausbau stellt für Frankfurt eine riesige Chance dar: Wir sorgen damit für günstigen Strom für bezahlbares Wohnen, wir schaffen zukunftssichere Arbeitsplätze und Aufträge für lokale Unternehmen, wir treiben die Innovationen in einer Zukunftstechnologie voran und wir betreiben gleichzeitig wirksamen Klimaschutz. Lassen Sie uns diese Chance gemeinsam nutzen und den Solarausbau auch zukünftig gemeinsam mit voller Kraft vorantreiben!“

 

Hier die letzten sechs Beschlüsse im Einzelnen als Hintergrund:

Mit dem Beschluss „Solarenergienutzung auf Mehrparteiengebäuden einfacher und attraktiver machen“ wurde der Magistrat damit beauftragt, die Informationsangebote auf den städtischen Internetseiten und die städtischen Beratungsangebote für die Eigentümer*innen von Mehrfamilienhäusern deutlich auszubauen, die städtische Förderung von Mieterstrom-Anlagen noch attraktiver zu gestalten und sich für den beschleunigten Einbau von intelligenten digitalen Stromzählern im Stadtgebiet einzusetzen.

Flankierend dazu wurden fünf Etatanträge der Römer-Koalition beschlossen, die umfangreiche zusätzliche Finanzmittel für verschiedene Maßnahmen zum beschleunigten Ausbau der Solarenergienutzung bereitstellen:

·   Mit dem Etatantrag „Förderung von Mini-PV-Anlagen im Klimabonus-Programm“ wurden 160.000 Euro bereitgestellt, damit die sehr beliebte städtische Förderung von Mini-PV-Anlagen fortgesetzt werden kann. Im Sinne der sozialen Gerechtigkeit soll dabei die Förderquote von Haushalten mit Frankfurt-Pass auf 80 Prozent angehoben werden.

·     Mit dem Etatantrag „Solarparks auf geeigneten städtischen Flächen errichten“ wurden 35.000 Euro für vorbereitende Studien bereitgestellt, damit ein erster Solarpark auf einer geeigneten städtischen Fläche errichtet werden kann.

·     Mit dem Etatantrag „Machbarkeitsstudie für innovative PV-Anlagen an Lärmschutzwänden oder auf verkehrsbezogenen Gebäuden“ wurden 50.000 Euro bereitgestellt, damit innovative Photovoltaik-Anlagen an Lärmschutzeinrichtungen oder anderen geeigneten verkehrsbezogenen Gebäuden vorbereitet werden können.

·        Mit dem Etatantrag „Ausbau der städtischen Informations- und Beratungsangebote im Bereich Solarenergienutzung, energetische Sanierung und klimafreundliche Wärmeversorgung beim Energiepunkt e.V.“ wurden 200.000 Euro bereitgestellt, um die Informations- und Beratungsangebote des städtischen Energieberatungszentrums ‚Energiepunkt‘ zum Thema Solarenergienutzung deutlich ausweiten zu können. Dieses Informations- und Beratungsangebot steht allen Haushalten, Unternehmen und Vereinen im Stadtgebiet kostenlos zur Verfügung.

·   Mit dem Etatantrag „Aufsuchende Energie- und Sanierungsberatung in den Stadtteilen“ wurden 100.000 Euro für die Organisation und Durchführung von aufsuchender Energie- und Sanierungsberatung in den Stadtteilen bereitgestellt. Die Mittel sollen dazu eingesetzt werden, möglichst noch in 2026 in mindestens 3 zusätzlichen Stadtteilen eine aufsuchende Energie- und Sanierungsberatung anbieten zu können.