Grüne Woche - KW 4/2026
Liebe Freund*innen,
Anfang des Jahres hat eine gute Nachricht kurz Schlagzeilen gemacht: Mein Heimatland Bulgarien hat zum 01.01.2026 den Euro eingeführt und die bisherige Währung, den bulgarischen Lew, abgelöst. Die Berichterstattung in den deutschen Medien konzentrierte sich dabei vor allem auf die Herausforderungen für das Land und für die Europäische Union: die hohe Skepsis gegenüber dem Euro in der bulgarischen Bevölkerung, die politische Instabilität mit massenhaften Protesten und sieben Parlamentswahlen innerhalb von vier Jahren sowie die tief verwurzelte Korruption, mit der das Land seit Jahrzehnten zu kämpfen hat.
All diese Beobachtungen sind richtig. Sie zeigen jedoch fast ausschließlich Probleme und sie tun dies aus einer vor allem deutschen Perspektive. Kaum jemand hat den Eurobeitritt Bulgariens als das benannt, was er für viele Menschen im Land ist: eine gute Nachricht. Wenn ich mit Freund*innen in Bulgarien über den Euro spreche, stehen nicht Angst und Ablehnung im Vordergrund, sondern die Chancen für das Land und die Vorteile für die gesamte Europäische Union.
Genau deshalb ist es mir wichtig, dass auch auf Deutsch über den Eurobeitritt Bulgariens als Erfolg und als politische Chance gesprochen wird.
Der wichtigste Effekt der Einführung des Euro ist dabei nicht wirtschaftlicher, sondern politischer Natur. Er stärkt die geopolitische Verankerung und europäische Identität Bulgariens in Europa und ist eine klare Antwort auf den lauten, gut vernetzten Euroskeptizismus, der sich aus Nostalgie, Desinformation und einer gefährlichen Nähe zu Russland speist. Als ich letzten Sommer in Bulgarien war, begegneten mir an fast jeder Straßenecke pathetische Plakate gegen die Einführung des Euro, auf denen der Lew als Garant eines diffusen Nationalstolzes verklärt wurde. Der Eurobeitritt ist ein politisches Bekenntnis dazu, wo Bulgarien langfristig steht. Die Mitgliedschaft in der Eurozone verankert das Land dauerhaft und unumkehrbar im europäischen Macht-, Werte- und Wirtschaftsraum. Die Zukunft des Landes liegt nicht in einer sozialistischen Vergangenheit, sondern in einer gemeinsamen europäischen Zukunft.
Der zweite politische Effekt des Eurobeitritts ist eine stärkere institutionelle Kontrolle von Korruption und ein geringerer Einfluss Russlands. Beides kann nur im Interesse der Europäischen Union sein. Natürlich wird der Euro Korruption nicht von heute auf morgen abschaffen, aber sie verliert ihren informellen, allgegenwärtigen Charakter. Der Beitritt zur Eurozone bedeutet strengere Haushalts- und Finanzregeln, intensivere Kontrolle durch europäische Institutionen und deutlich höhere Transparenzanforderungen.
Der dritte politische Effekt ist die Stärkung langfristiger politischer Stabilität. Als Mitglied der Eurozone hätte Bulgarien im Krisenfall Zugang zu den geldpolitischen Instrumenten der Europäischen Zentralbank, die in der Lage ist, wirtschaftliche Schocks abzufedern. Das stärkt nicht nur die wirtschaftliche Resilienz, sondern auch das politische Selbstvertrauen des Staates, das durch die zahlreichen Krisen der letzten 25 Jahre nahezu aufgebraucht ist. Die strengen rechtlichen und institutionellen Anforderungen der Eurozone begrenzen populistische Spielräume, stabilisieren das politische System und können so das Vertrauen der Bürger*innen in staatliche Institutionen stärken. Genau daran mangelt es in Bulgarien derzeit massiv. In kaum einem anderen EU-Land ist das Vertrauen in staatliche Institutionen so niedrig.
Warum schreibe ich sieben Wochen vor unserer Kommunalwahl über ein Thema, das uns auf den ersten Blick gar nicht direkt betrifft?
Zum einen aus einem persönlichen Grund. Die klare europäische Haltung unserer Partei war einer der entscheidenden Gründe, warum ich parteipolitisch bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN aktiv geworden bin.
Ich bin Europäerin. Und ich bin Frankfurterin. Und genau daraus ergibt sich der zweite Grund. In keiner anderen deutschen Stadt ist Europa so unmittelbar spürbar wie bei uns: durch die Vielfalt unserer Stadtgesellschaft, durch die europäischen Institutionen, durch internationale Verbindungen, durch Offenheit und Austausch. Frankfurt ist die kleinste Metropole Europas und zugleich eine der europäischsten.
Deshalb beginnt unser Wahlprogramm mit Europa. Für uns GRÜNE ist Europa kein fernes Projekt, sondern kommunale Realität. Ein starkes grünes Ergebnis in Frankfurt ist deshalb immer auch ein starkes Signal für Europa: für Offenheit, Zusammenarbeit und Verantwortung vor Ort. Gerade deshalb ist die kommende Kommunalwahl so wichtig: Weil Frankfurt zeigt, dass Europa nicht irgendwo weit weg beginnt, sondern hier, bei uns, vor Ort.
Ich wollte dieses Intro mit einer Liebeserklärung an Europa und Frankfurt beenden. Doch Europa wäre nicht Europa, wenn es sich nicht immer wieder aus seinen Widersprüchen neu erfinden müsste. Genau deshalb ist die aktuelle Debatte über das EU-Mercosur-Abkommen so schmerzhaft und gleichzeitig so wichtig.
Die meisten grünen Angeordneten im Europäischen Parlament haben der Überweisung des Abkommens zur rechtlichen Prüfung an den Europäischen Gerichtshof zugestimmt. Unsere umwelt- und klimapolitische Kritik ist richtig. Zugleich geht es bei Mercosur um weit mehr als ein Handelsvertrag: das ist das größte Partnerschaftsabkommen weltweit. Deshalb hat unser Bundesverband seine Unterstützung für das Abkommen klar und deutlich kommuniziert. In einer Welt voller autoritärer Zumutungen, ökonomischer Erpressung und geopolitischer Brüche braucht Europa Handlungsfähigkeit, Mut und verlässliche Allianzen. Dazu gehören auch unsere Partner in Lateinamerika.
Unsere Unterstützung für Europa steht dabei nicht infrage: weder in Brüssel noch in Frankfurt. Und Europa entscheidet sich darin, ob es den Mut hat, Verantwortung zu übernehmen, wenn es schwierig wird.
Eure Desislava
Beisitzerin im Kreisverband
Die Themen:
Gedenkveranstaltungen zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus in Frankfurt - mit Reinigung von Stolpersteinen
Die Stadtteilgruppen der Frankfurter GRÜNEN laden anlässlich des Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus zu Gedenkveranstaltungen in vier Stadtteilen ein. Dabei werden Stolpersteine gereinigt und die Lebensgeschichten von Menschen verlesen, die von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet wurden.
Diese Form des Gedenkens organisieren wir in Frankfurt jährlich anlässlich des 27. Januar. Als politische Kraft, die Menschenwürde und Menschenrechte seit je her in den Mittelpunkt her Politik stellen, sehen wir uns in besonderer Verantwortung, das Erinnern an die Verbrechen des Nationalsozialismus wachzuhalten. Antisemitische, antiziganische, rassistische und weitere rechtsextreme Einstellungen sind bis heute eine konstante und immer wieder auch mörderische Gefahr – aktives und sichtbares Gedenken bleibt deshalb dringend notwendig. Interessierte Bürger*innen sind herzlich eingeladen, an den Veranstaltungen in den Stadtteilen teilzunehmen.
Termine und Orte:
- Eckenheim, Am Eckenheimer Friedhof 1A, am 25. Januar um 14:00 Uhr
(Gedenk-/Putzaktion mit anschließendem Gedenkspaziergang) - Sachsenhausen, Löherstraße 21, am 25 Januar um 14.00 Uhr
- Heddernheim, Brühlstraße 15 und Hadrianstraße 15 & 19, am Dienstag, 27. Januar ab 11.00 Uhr - weitere Termine der GRÜNEN Nordwest findet Ihr hier
- Westend, Eschenheimer Anlage 20, am 27. Januar um 18:30 Uhr
600 Jahre Ausgrenzung
Die 600-jährige Geschichte von Sinti und Roma in Frankfurt war 2019 Anlass eines Festakts im Römer und eines Open-air-Konzerts auf dem Römerberg. Nun soll dauerhaft an diese Epoche erinnert werden: Mit einem vierstündigen Programm feiern wir am Dienstag, 27. Januar, 11 Uhr, am Stadthaus, Markt 1, die Enthüllung einer Gedenktafel. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, sowie dem Künstler Professor Jürgen Goertz werde ich die Enthüllung vornehmen. Außerdem dabei sind Rinaldo Strauß vom Landesverband Sinti und Roma Hessen, der Vorsitzende des Fördervereins Roma, Joachim Brenner, und Ortsvorsteher Michael Weber. Es spielt das Philharmonische Orchester der Sinti und Roma. Um 13 Uhr schließt sich ein Programm im Stadthaus an. Dabei wird der Dokumentarfilm „Der lange Weg der Sinti und Roma“ gezeigt, musikalisch umrahmt vom Kinderchor der Schaworalle. Es wird höchste Zeit, dass wir als Stadt Frankfurt die Geschichte der Roma und Sinti, die über Jahrhunderte hinweg von Diskriminierung, Ausgrenzung und Ermordung geprägt war, angemessen würdigen. Deshalb bin ich froh, dass es nun einen festen Ort dafür gibt. Die Teilnahme an der Enthüllungsfeier ist für alle Interesseierten offen. Meine Pressemitteilung dazu findet Ihr hier.
Wir bauen das P+R-Angebot weiter aus – neue Stellplätze in Niederrad
Liebe Freundinnen, liebe Freunde,
Rund 463.000 Berufstätige pendeln täglich nach Frankfurt am Main. Die 60 Prozent der Pendler:innen, die ihre Pkw nutzen, bringen unser Verkehrsnetz damit bereits seit Jahrzehnten an seine Kapazitätsgrenzen. Deshalb haben wir den Ausbau des Park+Ride-Angebots zu unserem Thema
gemacht: Im August letzten Jahres haben wir unser Pilotprojekt zur P+R-Kooperation mit dem Hessen-Center verstetigt, im September ein neues Konzept für den stadtweiten P+R-Ausbau vorgelegt – und nun eine weitere Kooperation gestartet: Im Parkhaus „Aculeum“ des Anbieters APCOA, das unmittelbar neben dem Bahnhof Niederrad liegt, sind seit dem 1. Januar 2026 testweise 100 Stellplätze für Pendlerinnen und Pendler reserviert. Damit bieten wir nun nicht nur den Pendlerinnen und Pendlern aus dem Nordosten eine attraktive Möglichkeit zum Umstieg auf den ÖPNV, sondern auch jenen, die aus dem Südwesten in die Mainmetropole pendeln.
Um den Ausbau von P+R-Stellplätzen in Frankfurt so schnell und dabei so nachhaltig wie möglich voranzutreiben, packen wir das Thema von zwei Enden an: Mit dem P+R-Konzept haben wir einen systematischen, mittelfristigen Ansatz für die gesamte Stadt entwickelt, während die Parkhaus-Kooperationen kurzfristige Verbesserungen bringen. Mit diesen pragmatischen Bausteinen stellen wir sicher, dass die Menschen in Rhein-Main schon heute von unseren Strategien für die Mobilitätswende profitieren – von einem entspannteren Arbeitsweg, weniger Autoverkehr, besserer Luft und weniger Lärm.
Mehr über die neuen P+R-Stellplätze in Niederrad erfahrt Ihr hier.
Viele Grüße,
Euer Wolfgang
Nachbarschaftspreis startet in neue Runde
Liebe Freund:innen,
Demokratie ist nicht nur, alle paar Jahre ein Kreuz zu machen. Demokratie ist, wenn Menschen ihre Stadt mitgestalten. Wenn sie Missstände nicht nur beklagen, sondern nach Lösungen suchen. Gerade Frankfurt lebt von solchen aktiven und mutigen Menschen, die unsere Stadt mitgestalten und bereichern. Deswegen werde ich auch in diesem Jahr die besten dieser Initiativen und Projekte mit dem Nachbarschaftspreis der Stadt Frankfurt auszeichnen. Gerade hat die Bewerbungsphase für diesen Preis begonnen. Warum er wichtig ist und wer ihn schon hat, erfahrt Ihr übrigens hier.
Eure Elke
Bezahlbares Wohnen: Erbbaurechte endlich neu geregelt
Manche Dinge lassen sich nicht beschleunigen. Wie Sauerteig. Oder, um bei uns im Römer zu bleiben: Sylvia Weber. Bei ihr haben wir mit einem Antrag unserer Koalition, über den wir im Vorfeld sehr ausführlich mit allen Beteiligten diskutiert und verhandelt haben, 2023 eine Magistratsvorlage zur Neuregelung der Erbbaurechte beauftragt. Fast vier Jahre sind vergangen, seit wir 2022 mit den Verhandlungen begonnen haben. Es geht letztendlich um einen der wichtigsten Hebel für bezahlbares Wohnen in Frankfurt – immer dann, wenn auf städtischen Flächen gebaut wird.
Nun kam die Vorlage M 213 Ende letzten Jahres endlich! Eigentlich ein Grund zum Jubeln. Wäre da nicht ein Konstruktionsfehler gewesen. Die Vorlage hatte vorgesehen, die Familienermäßigung beim Erbbauzins zu kappen. Ausgerechnet dieses Instrument, das sich als Vorbild bewährt hatte und das wir gerne ausweiten wollten, sollte geschwächt werden. Das Gegenteil von dem, was wir eigentlich wollten! Als Kern-Koalition aus GRÜNEN, SPD und Volt haben wir die Kappung daher vollständig gestrichen. Die Familienermäßigung bleibt in vollem Umfang erhalten.
Leider hat die Diskussion darum den bahnbrechenden Charakter dieser Vorlage überschattet.
Was macht die Neuregelung des Erbbaurechts so wichtig? Zum ersten Mal fördern wir direkt durch vergünstigte Preise Eigentümer*innnen, Mieter*innen, Projekte und Gemeinwohlakteure. Wir machen damit vieles möglich, was bisher nicht ging. Die Absenkung des Erbbauzinses von heute 2,5 auf zwei Prozent für selbstgenutztes Wohneigentum und auf bis zu ein Prozent für gemeinwohlorientierte Projekte trägt dazu bei, dass Wohnen bei gestiegenen Bodenpreisen bezahlbar bleibt.
Der Ausschuss für Planen, Wohnen und Städtebau hat bereits zugestimmt. In der kommenden Woche wird das Plenum den Beschluss fassen – noch vor der Kommunalwahl im März. Wäre mehr möglich gewesen? Sicher. Wer unseren ursprünglichen Antrag liest, sieht, dass die Umsetzung durchaus ambitionierter hätte erfolgen können. Schneller sowieso. Aber sind wir heute glücklich, dass bei allen notwendigen Kompromissen noch geschafft zu haben? Ja! Vier Jahre Arbeit, endlose Gespräche, zähe Verhandlungen, aber am Ende eine Regelung, die Frankfurt beim bezahlbaren Wohnen ein gutes Stück voranbringt. Der Sauerteig ist aufgegangen – und das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Umweltminister vertuscht Studie zum Klimaschutz
Fakten – nein, Danke!
Die Landesregierung hat wie von CDU und SPD im Koalitionsvertrag vereinbart, eine Studie zum CO2- Schattenpreis in Auftrag gegeben. Die Studie liegt vor. Wird aber nicht veröffentlicht. Wir fragen uns: Passen dem Umweltminister die Ergebnisse nicht? Immerhin geht es in der Studie um den sogenannten CO2-Schattenpreis, der ein wichtiges Instrument ist, um den Klimaschutz bei Vergaben und bei Investitionen mitzudenken – und den die Landesregierung soeben aus dem Klimagesetz gestrichen hat. Angeblich lagen die Ergebnisse der Studie noch nicht vor, als die Abschaffung des CO2-Schattenpreises beschlossen wurde. Auch das ist fragwürdig. Warum macht man eine Studie, wenn man ihre Ergebnisse nicht abwartet, sondern ohne Faktengrundlage am Klimaschutz sägt? War die Studie von Anfang an eine Farce, die klimapolitisches Engagement vorgaukeln sollte? Wir erwarten Antworten vom Umweltminister – und vom Koalitionspartner SPD, der das Ganze mitmacht.
Die Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der GRÜNEN Landtagsfraktion findet sich hier.
Zwei Jahre Schwarz-Rot: GRÜNE schlagen Alternativen für Hessen vor
Seit mittlerweile zwei Jahren regiert Schwarz-Rot in Hessen. Die Ankündigungen waren vollmundig. Die Ergebnisse sind mau. Die großen Probleme im Alltag der Menschen sollten angegangen werden. Stattdessen herrscht in allen wesentlichen Fragen Stillstand oder es wurde sogar der Rückwärtsgang eingelegt. Schwarz-Rot beschäftigt sich mit Mini-Veränderungen oder Nebensächlichkeiten, die eigentlichen Herausforderungen für unser Land werden nicht angegangen.
Fast die Hälfte der Wahlperiode ist rum und wir fragen uns: Wann will Schwarz-Rot eigentlich endlich mit dem Regieren anfangen? Die Regierung hat bislang nicht geliefert. Die ersten beiden Jahre von Schwarz-Rot waren verlorene Jahre für Hessen. Überdeutlich ist: Es fehlt der Gestaltungswille. Wir GRÜNE fehlen in der Regierung. Gerade in den Bereichen, die die Hess*innen besonders bewegen, ist die Bilanz von Schwarz-Rot besonders schlecht.
Kitas, Schulen, Hochschulen: Unter Schwarz-Rot gibt es keine spürbaren Verbesserungen. Eltern suchen weiterhin händeringend nach Kita-Plätzen. Bei der Schul-Qualität ist Hessen dramatisch zurückgefallen. An den Hochschulen wird drastisch gekürzt.
Mobilität: In den vergangenen Jahren ist das Angebot an Bussen und Bahnen deutlich schlechter geworden. Ausfallende Züge, Verspätungen und schlechte Information sind an der Tagesordnung. Schwarz-Rot tut die täglichen Sorgen der Pendler*innen ab.
Wohnen: Eine bezahlbare Wohnung ist für immer mehr Menschen ein riesiges Problem. Ein immer höherer Anteil des Einkommens geht für die Miete drauf. Erfreulicherweise gibt es wieder eine höhere Bereitschaft, sozialen Wohnraum zu bauen. Doch statt die Landesmittel für die entsprechenden Programme deutlich zu erhöhen, herrscht auch hier Stillstand.
Klimaschutz: Schwarz-Rot hat als eine der ersten Amtshandlungen entschieden, dass es kein Ministerium mehr mit Klimaschutz im Namen gibt. Dass das nicht nur Symbolik, sondern Ideologie ist, zeigen die Kürzungen in diesem Bereich, die es seitdem gibt.
Wir GRÜNE zeigen mit unserer Bilanz die Schwächen der Regierung auf. Und wir stellen ihnen klare Alternativen entgegen. Wir setzen unsere Schwerpunkte bei den Themen, die den Menschen besonders unter den Nägeln brennen: Gute Bildung in Kita, Schule, Ausbildung und Hochschule, Verlässliche Mobilität für alle Verkehrsteilnehmenden, bezahlbares Wohnen auch im Ballungsraum sowie wirksamer Klimaschutz für eine lebenswerte Umwelt.
Schwarz-Rot hat den Koalitionsvertrag mit „Eine für alle“ überschrieben. Die Wirklichkeit ist: Alle für einen. Alle für Boris Rhein. Die CDU macht, was sie will. Und die SPD macht alles mit. Faktisch hat Hessen eine CDU-Alleinregierung.
Unsere ausführliche Bilanz findet Ihr hier.
Transatlantische Beziehungen unter Druck // Veranstaltungshinweise
Liebe Freund*innen,
diese Woche zeigt sich erneut, wie sehr die transatlantischen Beziehungen unter Druck stehen: In den USA erleben wir innenpolitisch einen weiteren Abbau demokratischer und rechtsstaatlicher Institutionen und Rechte, während außenpolitisch eine Politik der Einschüchterung immer offener zum Mittel der Wahl wird. Sichtbar war das zuletzt auch in Trumps Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos, in der er erneut mit Drohkulissen gearbeitet hat.
Genau deshalb bin ich diese Woche nach Washington gereist, um mich mit unseren demokratischen zivilgesellschaftlichen Partner*innen und Think Tanks auszutauschen sowie um an einer Konferenz in der Deutschen Botschaft teilzunehmen. Wir brauchen belastbare Netzwerke und vor allem eine Strategie, wie wir künftig mit den USA umgehen: nicht im Modus des Wegduckens oder Anbiederns, wie es die aktuelle Bundesregierung tut, sondern mit Klarheit, Stärke und eigener europäischer Handlungsfähigkeit, die die demokratischen Kräfte vor Ort stärkt.
Dazu haben wir als Grüne Bundestagsfraktion den Antrag „Die transatlantischen Beziehungen neu denken“ eingebracht, den wir auch letzte Woche hier in der Grünen Woche vorgestellt haben. Den Antrag findet ihr hier.
Der Gesprächsbedarf war nie größer, weshalb ich Euch in eigener Sache zwei Termine ans Herz legen möchte, einen digital und einen in Präsens im Wahlkreis (Save the Date am 17.02. um 19h):
- Im Namen unserer Bundestagsfraktion lade ich euch herzlich zum digitalen Fachgespräch ein. Am Mittwoch, den 28. Januar, diskutiere ich ab 17:30 Uhr „1 Jahr Trump – Was wird aus den transatlantischen Beziehungen?“ mit Agnieszka Brugger, Cathryn Clüver-Ashbrook und Hannah Winnick. Den Anmeldelink findet ihr hier.
- Als Frankfurter Bundestagsabgeordnete lade ich euch im Wahlkreis am Dienstag, den 17. Februar, um 19:00 Uhr ins Frankfurter MOMEM ein: Gemeinsam mit der Autorin, Journalistin und Podcasterin Annika Brockschmidt lassen wir das erste Jahr Trump im Amt Revue passieren und wollen mit euch über Perspektiven für die Zukunft diskutieren. Tragt euch den Termin gerne schon in den Kalender ein, Informationen folgen in Kürze über die Grünen Kanäle.
Außerdem: Diesen Freitag findet eine hybride Sitzung der LAG-FREI in der Kreisgeschäftsstelle und digital statt, bei der wir über unseren Antrag und die aktuelle Lage in den USA debattieren.
Ich freue mich Euch am Samstag auf der Landesmitgliederversammlung zu sehen!
Herzliche Grüße
Eure Debbie
Maybrit Illner // taz-Interview // Kurzintervention im Bundestag // rbb24 Inforadio
Maybrit Illner: Iran, Grönland, Venezuela – Trumps neue Weltordnung?
Wenn Europa nicht zum Spielball globaler Machtinteressen werden will, muss es selbst handeln. Europäische Stärke entsteht nicht durch Zögern, sondern durch Entschlossenheit. Der Anspruch, Europa als handlungsfähige Großmacht in der internationalen Ordnung zu positionieren, funktioniert nur, wenn wir auch bereit sind, ins Tun zu kommen.
Gleichzeitig gilt: Deutschland muss entschiedener gegen das Regime im Iran vorgehen. Als Sofortmaßnahme sollte der Bundesinnenminister den Islamischen Revolutionsgarden ein Betätigungsverbot in Deutschland auferlegen. Die Bundesregierung darf nicht nur zuschauen, sondern muss endlich handeln. Dies und mehr habe ich in der ZDF-Sendung Maybrit Illner gesagt.
Im Gespräch mit der taz: Das Grundgefühl ist Schmerz
Was viele nicht wissen: Die Revolutionsgarden der Mullahs betreiben eine Schattenwirtschaft, die vermutlich größer ist als die offizielle Volkswirtschaft des Irans. Über diese Strukturen finanziert das Regime seine Unterdrückungs- und Repressionsmaschinerie. Zuschauen und nur die Lage analysieren, reicht nicht. Im Interview mit der taz habe ich darüber gesprochen, wie wir den mutigen Iranerinnen und Iranern konkret beistehen können – und warum wirtschaftlicher und politischer Druck auf die Machtstrukturen des Regimes dafür entscheidend ist.
Kurzintervention im Deutschen Bundestag zur Iranpolitik
Im Bundestag haben wir am 16. Januar 2026 viel über Solidarität und Beistand für das iranische Volk gehört. Dafür bin ich dankbar, weil es Aufmerksamkeit schafft und die Menschen im Iran verdient haben, dass man jetzt nach all diesen Wochen des kalten Grauens hinschaut. Gleichzeitig bin ich ratlos, warum kein Wort darüber verloren wurde, dass es eine Hauptschutzmacht des iranischen Regimes gibt – und das ist Russland.
Wenn wir es ernst meinen mit unserer Unterstützung für die Menschen im Iran, dann darf die Bundesregierung nicht nur zuschauen, sondern muss den Druck auf das Regime endlich deutlich erhöhen, politisch, wirtschaftlich und diplomatisch. Einen Ausschnitt meiner Kurzintervention im Deutschen Bundestag findet ihr auf meinem Instagramkanal.
Interview mit rbb24 Inforadio zu Grönland: Ich fordere Einigkeit gegen Trump
Die EU und die NATO sind unsere Garanten für Frieden, Stabilität und Wohlstand. Gerade in unsicheren Zeiten ist es entscheidend, dass wir geschlossen und verlässlich handeln. Deshalb ist es richtig, dass wir fest an der Seite unserer Partner stehen, auch an der Seite Dänemarks und Grönlands. Alles andere ist keine Option. Europas Sicherheit funktioniert nur gemeinsam, nicht im nationalen Alleingang. Weitere Ausführungen zur aktuellen Lage könnt ihr euch im Interview mit rbb24 anhören.
Die nächsten Stadtteilgruppentreffen
Wir haben 16 Stadtteilgruppen, die eigenständig organisiert sind und maßgeblich beim Wahlkampf durch Organisation von Ständen und Haustürwahlkampf unterstützen. Lernt Grüne in euren Stadtteilen kennen und seht, wie ihr euch engagieren könnt:
STG 1: 29.01., 19 Uhr, Treffpunkt wird noch bekannt gegeben
STG 2: 12.02., 19:30 Uhr, Restaurant Lilium, Leipziger Str. 4, separater Raum im Untergeschoß
STG 3: 10.02., 19 Uhr, Treffpunkt wird noch bekannt gegeben
STG 4: 27.01., 20 Uhr, Neumitglieder ab 19:30 Uhr in der Artur-Pfungst-Stiftung
STG 5: 09.02., 19:30 Uhr, Treffpunkt wird noch bekannt gegeben
STG 6: 03.02., 19 Uhr, Kulturraum B25, Brüningstr. 25, FFM Höchst
STG 7: TBA
STG 8: TBA
STG 9: TBA
STG 10: 20.02., 19 Uhr, Saalbau Ronneburg, Gelnhäuser Straße 2, 60435 Frankfurt am Main
STG 11: TBA
STG 12: TBA
STG 13: TBA
STG 14: 26.01., 20 Uhr, Vereinsheim der Motorradfreunde Harheim im Grundweg
STG 15: TBA
STG 16: 10.02., 20 Uhr, Treffpunkt wird noch bekannt gegeben