Gedenken an Halit Yozgat
20 Jahre nach dem rassistischen Mord – Erinnerung bleibt Auftrag für Demokratie und Gerechtigkeit
Anfang des Monats, am 6. April 2026, jährte sich der rassistisch motivierte Mord an Halit Yozgat zum 20. Mal. Der 21-jährige Kasseler wurde 2006 in seinem Internetcafé Opfer des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU). Der Mord an Halit Yozgat war kein Einzeltat, sondern Teil einer rassistischen Mordserie, die über Jahre hinweg unaufgeklärt blieb. Die Fehler der Sicherheitsbehörden, die Vertuschungsversuche und das Versagen des Staates bei der Aufklärung der NSU-Verbrechen haben tiefe Wunden hinterlassen – nicht nur bei den Angehörigen der Opfer, sondern in der gesamten Gesellschaft. Die Erinnerung an Halit Yozgat und die anderen Opfer des NSU ist kein Akt der Vergangenheit, sondern eine Verpflichtung für die Gegenwart. Solange rechtsextreme Netzwerke existieren und rassistische Gewalt Alltag ist, dürfen wir nicht schweigen.