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Grüne Woche - KW 50/2025

Die Gruene Woche

Liebe Freund*innen,

eigentlich wollte ich in diesem Intro über die politische Lage in Europa sprechen. Über die Verwässerung des Klimaschutzes, die Verschärfung des europäischen Asylrechts, die regelmäßige Zusammenarbeit der EVP (also der CDU auf Europaebene) mit dem rechten Rand des Parlamentes. Neben diesen Nachrichten wollte ich euch aber auch einen grünen Hoffnungsschimmer vom Congress der European Green Party nach Hause schicken: Es gibt immer mehr grün geführte Städte und Regionen in ganz Europa (zuletzt kam Kopenhagen dazu), in Norwegen schafften es die GRÜNEN erstmals über die 4% Hürde! Auf dem Congress wurden Positionen und Strategien ausgetauscht, Resolutionen zu einem grünen und sozialen Europa, wie unser Verständnis einer Europäischen Digitalen Demokratie aussieht, zu Krisenvorbereitung und -resilienz, Femiziden, und dem Krieg im Sudan verabschiedet.

Doch darüber möchte ich heute nicht sprechen.

Denn am Wochenende hat uns ganz plötzlich ein wundervoller Mensch verlassen: Claus Möbius, ehrenamtliches Magistratsmitglied im Römer, (Partei-) Freund, Mitstreiter, Verbündeter, Wegbegleiter und Mentor. Claus hat Frankfurt geprägt wie nur wenige: sichtbar auf der politischen Bühne, im Kleinen wie im Großen, und vor allem dort, wo kaum jemand hinschaut: im Hintergrund. Verlässlich, immer mit Rat und Tat an der Seite der Menschen und mit einem tiefen Verantwortungsgefühl für unsere Stadt, aber auch ihre Geschichte. Viele Projekte, viele Entscheidungen, viele gute, progressive, solidarische Entwicklungen in Frankfurt tragen seine Handschrift. Claus war einer, der Brücken gebaut hat, der Zuversicht ausgestrahlt hat und der immer einen Weg gefunden hat, wenn andere dachten, es gäbe keinen.

Claus, du hinterlässt in Frankfurt und bei so vielen Bürger*innen Spuren – menschlich, politisch und ganz persönlich. Dafür bin ich, sind wir Dir unendlich dankbar.

Wenn ihr eure Gedanken, Begegnungen oder Erinnerungen mit den Angehörigen von Claus teilen möchtet, schaut gerne hier weiter.

Ich danke Dir für alles, Claus. Ruhe in Frieden.

Kathi

Katharina Meixner
Beisitzerin im Kreisvorstand

P.S.: Wenn euch doch ein genauerer europapolitisches Recap interessiert, schaut doch gerne mal im Signal-Kanal unseres stellvertretenden Bundesvorsitzenden Sven Giegold vorbei. Einen Blog-Post zum EGP Congress von ihm gibt es hier zu lesen.

Die Themen:

Wir trauern um Claus Möbius

Wir trauern um Claus Möbius

Claus Möbius war – wenn auch in Offenbach geboren – leidenschaftlicher Frankfurter.

Über ein halbes Jahrhundert hat er – in der bemerkenswerten Kombination menschlicher Offenheit, politischer Weitsicht und fachlicher Kompetenz – vieles von dem geprägt und ermöglicht, was unsere Stadt spannend, kulturell aufregend und nachhaltig lebenswert macht. Mit seiner menschlichen Zugewandtheit und Neugierde, seiner fachlichen Expertise und seinem unbestechlichen Blick für das Machbare hat er vielen innovativen Projekten und Existenzgründer:innen über die ersten schwierigen Jahre geholfen. Sei es die Batschkapp, der Pflasterstrand oder eine Vielzahl von kreativen, kulturellen oder sozialen – oft gemeinnützigen – Einzelinitiativen. Mit klaren Worten, aber nie lärmend; mit guten Ratschlägen, aber nie belehrend.

Seine reflektierte und pragmatische Art hat sich wohltuend von platter Selbstdarstellung abgehoben.

All dies ging ihm leicht von der Hand und entsprach seinem Wesen – und all dies kam insbesondere Frankfurt auch in seiner Tätigkeit als ehrenamtliches Magistratsmitglied und Mitglied von diversen städtischen Aufsichtsräten und Gesellschaften zugute.

Auch seiner ruhigen Hand und an kritischen Stellen auch entschiedenen Interventionen ist es zu verdanken, dass viele Initiativen und Gesellschaften in den letzten Jahren erfolgreich, nachhaltig und auf solidem finanziellem und organisatorischem Fundament stehen.

Er wirkte zwar als Stadtrat der Grünen, aber sein Engagement für Frankfurt war ein überparteiliches – immer 100 Prozent am Interesse der Stadt orientiert. Wir hätten ihn für die mit Sicherheit schwierigen Herausforderungen der nächsten Jahre dringend gebraucht.

Wir trauern um einen außerordentlich sympathischen Kollegen, der für die Stadt eigentlich unverzichtbar ist. Und wir trauern um einen Freund und Menschen, der stets verbindend agiert hat. Claus Möbius wird fehlen – auch vielen, die ihn nicht persönlich kannten.

Die GRÜNE Magistratsgruppe

Unsere gemeinsame Trauer um Claus Möbius: Anzeige, Kranz und Kondolenzbuch

    Trauer Claus Website

Liebe Freund*innen,

wir wollen allen Parteimitgliedern die Gelegenheit geben, Ihrer Trauer um Claus Ausdruck zu verleihen.

Wenn Ihr Euch an unserer Traueranzeige beteiligen wollt, bitten wir Euch um Rückmeldung bis Sonntagabend, 14. Dezember, an mitgliederverwaltung@gruene-frankfurt.de. Näheres dazu findet Ihr in der Mittgliedermail vom 10. Dezember. Wir werden auch einen Trauerkranz über Eure Spenden finanzieren.

Zudem möchten wir für Claus ein Kondolenzbuch zusammenstellen, das wir seiner Familie überreichen werden. Es liegt von Freitag, 12. Dezember, bis Freitag, 19. Dezember, in der Kreisgeschäftsstelle aus. Wenn Ihr möchtet, könnt Ihr dort einen Gedanken, eine Erinnerung oder ein persönliches Erlebnis mit Claus festhalten.

Die Trauerfeier für Claus findet am Dienstag, 16. Dezember um 10:30 Uhr auf dem Hauptfriedhof statt.

In tiefer Trauer

Tara Moradi & Burkhard Schwetje

Mehr Ressourcen für geordneten, sicheren Straßenraum // Pilotprojekt für Frontkameras in Bussen

Mehr Ressourcen für geordneten, sicheren Straßenraum // Pilotprojekt für Frontkameras in Bussen

Stadt setzt auf Umstrukturierung, neue Stellen und bessere Bezahlung – Verkehrspolizei übernimmt ab Frühjahr 2026 systematische Kontrollen von Baustellen und Sondernutzungen

Die Stadt Frankfurt am Main stellt die Städtische Verkehrspolizei breiter auf: Ab dem 1. März 2026 erweitert sie ihr Einsatzspektrum deutlich: Die Verkehrspolizei übernimmt im Straßenverkehrsamt zusätzlich systematische Kontrollen von Arbeits- und Baustellen im öffentlichen Raum sowie anderen verkehrsrechtlichen Sondernutzungen, etwa Werbeanhängern oder Wechselbehältern. Mit der Aufgabenbündelung reagiert die Stadt auf die wachsenden Anforderungen im dichten Stadtverkehr – und stärkt gleichzeitig Sicherheit, Ordnung und Verlässlichkeit auf Frankfurts Straßen.  

Hier kommt ihr zur vollständigen PM.

Pilotprojekt für Frontkameras in Frankfurter Bussen

Um den flächendeckenden Umstieg vom Auto auf Bus und Bahn voranzubringen, müssen wir an den Stellschrauben drehen, die im Alltag wirklich zählen: Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und eine hohe Aufenthaltsqualität im ÖPNV. Genau hier setzt unser neues Pilotprojekt an: Zehn Busse auf den Linien M36, M55 und 64 – allesamt stark belastete Achsen, von Bockenheim bis in die engen Straßen von Höchst – wurden mit Frontkameras ausgestattet.

Wenn künftig ein falsch geparktes Auto die Weiterfahrt behindert, kann das Fahrpersonal per Knopfdruck eine dokumentierte Meldung an die städtische Bußgeldstelle auslösen. Die Aufnahmen werden datenschutzkonform anonymisiert und ausschließlich dann erstellt, wenn der Betriebsablauf tatsächlich gestört ist – etwa wenn Busspuren zugeparkt oder Haltestellen blockiert sind und Fahrgäste nicht ungehindert ein- oder aussteigen können.

Der Ansatz folgt einem klaren Ziel: Den Verkehr flüssiger machen und den ÖPNV verlässlicher gestalten. Falsch parkende Fahrzeuge beeinträchtigen die Pünktlichkeit vieler Linien. Die Kameras sollen hier ein zusätzlicher Baustein sein, um Störungen zu verringern und den Betriebsablauf zu stabilisieren.

Gleichzeitig verbessert das Projekt die Arbeitsbedingungen der Fahrerinnen und Fahrer, die bislang hohen Aufwand hatten, Verstöße zu melden. Die Stadt testet das Verfahren mit traffiQ, ICB und DB Regio Bus Mitte bis Ende 2026. Wenn der Effekt stimmt, wird ausgeweitet – ein weiterer Schritt hin zu einem attraktiveren, klimafreundlichen Nahverkehr für Frankfurt.

Eine schöne, möglichst geruhsame restliche Adventszeit wünscht Euch

Wolfgang

Erntezeit im Römer

Erntezeit im Römer

Wer einen Apfelbaum pflanzt, erntet nicht im selben Jahr. Man muss ihn hegen, pflegen, gießen – und manchmal auch gegen Schädlinge verteidigen. Jahre vergehen, bis die ersten Früchte reifen. Und dann kommt irgendwann dieser eine Herbsttag, an dem man mit dem Korb unterm Arm im Garten steht und kaum glauben kann, wie voll die Äste hängen.

So einen Tag hatten wir gestern im Römer.

An diesem Donnerstag hat die Stadtverordnetenversammlung gleich vier wegweisende Projekte beschlossen, die Frankfurt nachhaltig verändern werden: Ein Kinder- und Jugendparlament, den „Stadtteil der Quartiere“, die Einhausung der A661 und die Straßenbahn ins Gutleutviertel. Vier Großprojekte an einem einzigen Abend – das ist selbst für Frankfurter Verhältnisse bemerkenswert.

Beginnen wir mit dem Projekt, das uns besonders am Herzen liegt: Frankfurt erhält ein Kinder- und Jugendparlament! Damit schließen wir eine Repräsentationslücke. Endlich bekommen nun auch junge Menschen unter 18 Jahren eine echte Stimme in der Stadtpolitik, mit Antrags- und Anhörungsrecht sowie einem eigenen Budget. Dass wir dafür nach langem Ringen nun eine breite Mehrheit unter den demokratischen Fraktionen gefunden haben, freut uns sehr.

Dann die großen Stadtentwicklungsprojekte: Mit dem „Stadtteil der Quartiere“ schaffen wir Wohnraum für 17.000 Menschen, davon mindestens 30 Prozent gefördert. Von Anfang an wird dieser neue Stadtteil auf nachhaltige Mobilität setzen – Bahn und Bus fahren, noch bevor die ersten Menschen einziehen. Mit der Einhausung der A661 heilen wir eine jahrzehntealte Wunde im Frankfurter Osten: Bornheim und Seckbach werden wieder miteinander verbunden, indem wir eine Autobahn mit einem neuen Park überdachen. Und mit der neuen Straßenbahn in der Gutleutstraße erschließen wir ein Quartier im Wandel, in dem unter starker Beteiligung der Bürger*innen urbane Produktion und Kultur zusammenwachsen.

Die gestrigen Beschlüsse sind das Ergebnis langer, intensiver Arbeit. Sie zeigen, dass wir Frankfurt gemeinsam fit für die Zukunft machen. Und wenn wir in ein paar Jahren durch den neuen Park über der A661 spazieren, wenn die ersten Jugendlichen ihre Anträge im Kinder- und Jugendparlament debattieren und wenn die Straßenbahn durch das lebendige Gutleutviertel rollt, dann werden wir uns an den gestrigen Abend erinnern, als wir mit vollen Körben im Garten standen.

Zwischenbilanz zur Enquetekommission: CDU und SPD verweigern sich echter Jugendbeteiligung

Zwischenbilanz zur Enquetekommission: CDU und SPD verweigern sich echter Jugendbeteiligung

Im Oktober 2024 trat die Enquetekommission zur Jugendbeteiligung erstmals zusammen. Ihr Auftrag: Herausfinden, wie Kinder und Jugendliche in Hessen künftig besser mitbestimmen können. Doch während die Kommission ein Jahr gemächlich tagte und Sachverständige anhörte, warten junge Menschen weiter auf mehr Mitsprache. Dabei ist längst klar: Es gibt kein Informationsdefizit; es mangelt am politischen Willen, Jugendlichen echte Mitsprache zu ermöglichen.Ein besonderes Armutszeugnis ist, dass Schwarz-Rot es nicht mal schafft, junge Menschen in die Arbeit der Kommission einzubinden. Während wir GRÜNE bereits vor Wochen konkrete Verbesserungsvorschläge vorlegten, die auf eine breite Beteiligung von Jugendlichen mit unterschiedlichen Hintergründen achteten, kamen CDU und SPD erst diese Woche zu Beginn der Sitzung mit einer Tischvorlage, konnten wichtige Fragen zu ihrer Vorlage nicht beantworten und bestanden dennoch auf unmittelbare Abstimmung.

CDU und SPD wollen Jugendliche ausschließlich zu den regulären Sitzungsterminen der Kommission mittwochs um 10 Uhr in Wiesbaden anhören – obwohl junge Menschen größtenteils schulpflichtig sind und oftmals weite Anreisen haben. Abgerundet wird die  Alibi-Beteiligung durch ein Beratungsgremium das weder eine Stimme und noch direkten Zugang zur Kommission hat. Echte Beteiligung sieht anders aus. Wir GRÜNE fordern, Die Koalitionsfraktionen müssen Kinder und Jugendliche dringend ernsthaft in die Beratungen einzubeziehen. Andere Bundesländer zeigen längst, wie es besser geht.

Abgeordnetengesetz beschlossen // Kultusminister ohne Plan und Konzept

Abgeordnetengesetz beschlossen // Kultusminister ohne Plan und Konzept

Abgeordnetengesetz beschlossen: Demokratie schützt Vielfalt, nicht Verfassungsfeindlichkeit

In Hessen wird der Finanzierung von verfassungsfeindlichen Beschäftigten ein Riegel vorgeschoben. Der Landtag hat diese Woche die Änderung des Abgeordnetengesetzes beschlossen. Damit werden die Mitarbeiter*innen von Fraktionen und Abgeordneten künftig auf ihre Verfassungstreue hin überprüft. Unsere Demokratie steht unter Beschuss – durch Angriffe von außen, aber auch von innen, von Parteien die daran arbeiten, die Demokratie zu unterwandern, Desinformationskampagnen anzuheizen oder Minderheitenrechte abzuschaffen. Der Schutz gegen diejenigen, die von innen daran arbeiten, die Demokratie zu zerstören, muss oberste Priorität haben. Wer nachweislich gegen unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung arbeitet, kann nicht erwarten, ungehinderten Zugang zu der Schaltzentrale unserer Demokratie zu bekommen. Und wer die Instrumente der Demokratie nutzt, um sie zu schwächen, kann nicht gleichzeitig von ihren Ressourcen profitieren.

Als politische Verantwortungsträger*innen reagieren wir auf die geänderte Bedrohungslage – nicht mit Panik, sondern mit Entschlossenheit. Die gute Nachricht ist: Wir können uns schützen. Unsere Demokratie ist offen und frei, aber nicht schutzlos. Sie ist tolerant, aber nicht gegenüber Verfassungsfeinden.

Die Maßnahmen, die wir GRÜNEN gemeinsam mit CDU, SPD und FDP in den Hessischen Landtag eingebracht haben, richten sich gegen diejenigen, die unsere Verfassung bekämpfen. Sie sind keine Einschränkungen, sondern stärken unsere Demokratie und unsere Freiheit. Die Anhörung hat ergeben, dass der Gesetzesentwurf mit der Verfassung vereinbar ist. Dass wir diesen Gesetzentwurf gemeinsam vorgelegt haben, ist mehr als ein formaler Akt. Es ist ein starkes, parteiübergreifendes Bekenntnis zur Verteidigung unserer demokratischen Institutionen. Wir streiten in den Inhalten, aber uns eint, dass wir Demokratie leben und sie nicht abschaffen wollen. Mehr zum Thema findet Ihr hier.

Kultusminister ohne Plan und Konzept

Gruppenüberlastungsanzeigen, Resolutionen und Hilferufe von überlasteten Lehrkräften, Kürzungen in der Lehrkräfteausbildung und ein katastrophales Ergebnis beim IQB-Bildungstrend: Die schlechten Nachrichten in der hessischen Bildungspolitik reißen nicht ab. Doch eine Reaktion des hessischen Kultusministers, mit welchen Maßnahmen die Landesregierung diesen Fehlentwicklungen begegnen will und welche strukturellen Verbesserungen sie in dieser Wahlperiode überhaupt anstrebt, ist bisher nicht erfolgt. Im Dezemberplenum haben wir das Thema zum GRÜNEN Setzpunkt gemacht.

Statt Lösungen für die Probleme zu finden, beschäftigt sich der Kultusminister mit den Bundesjugendspielen, verteilt Blockflöten an ganzen 20 hessischen Grundschulen oder bewertet auf Instagram Weihnachtsplätzchen anhand von Schulnoten. Immerhin wissen Hessens Schulen nun, dass

sie dem Kultusminister beim nächsten Vor-Ort-Besuch besser keinen Spekulatius anbieten. Mehr interessieren dürfte sie wahrscheinlich, was der Kultusminister unternimmt, um Entlastung für ihr Lehrkräftekollegium zu schaffen. Wir GRÜNEN finden: So kann es nicht weitergehen. Wir erwarten vom Kultusminister, dass er einen Plan für die Lehrkräftegewinnung, für die digitale Ausstattung von Lehrkräften und Schüler*innen und für die Verbesserung der Bildungsqualität an Hessens Schulen vorlegt. Wir fordern unter anderem Modellversuche für ein duales Lehramtsstudium, um neue Zielgruppen für den Beruf als Lehrkraft zu gewinnen, die flächendeckende Erfassung von Unterrichtsausfall und eine digitale Offensive an Hessens Schulen. Den Setzpunktantrag für das Plenum findet Ihr hier.

Mehr zum Thema findet Ihr hier.

Mittelkürzungen bedrohen wichtige Projekte bundesweit und auch hier in Frankfurt

Mittelkürzungen bedrohen wichtige Projekte bundesweit und auch hier in Frankfurt

Diese Woche stand ganz im Zeichen des Wahlkreises: Gemeinsam mit unseren Kommunalos habe ich unter anderem die Ahmadiyya Gemeinde Deutschland in Nieder-Eschbach besucht, war im Mousonturm im Nordend und bei der Veranstaltung unserer Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg zum Tag der Menschenrechte.

Statt euch aus meinem Terminkalender zu berichten, möchte ich von einem alarmierenden Trend berichten, der sich durch all diese Gespräche zieht: umfassende Mittelkürzungen in Bereichen, die unsere Demokratie, unsere Kultur und unser Zusammenleben tragen.

Die Ahmadiyya-Gemeinde schilderte, dass wichtige Projekte mit Bundesförderung aus dem Programm „Demokratie leben“ gekürzt oder ganz gestrichen werden sollen, während parallel Projekte gefördert werden, die Muslim*innen und den Islam als Problem oder Bedrohung darstellen. Auch die CLAIM-Allianz, die das bundesweite Monitoring zu Anfeindungen und Gewalt gegen Muslim*innen koordiniert, ist von massiven Kürzungen bedroht. Ohne diese Förderung fehlen belastbare Zahlen, und damit eine zentrale Grundlage, um entschieden gegen antimuslimischen Rassismus vorzugehen.
Der Mousonturm blickt in eine ungewisse Zukunft, weil Mittel aus dem Fördertopf „Bündnis internationaler Produktionshäuser“ durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Dr. Weimar, vollständig gestrichen werden sollen. Auf meine mündliche Frage (0048) zu diesen Kürzungen gab es im Bundestag lediglich eine nichtssagende Antwort von drei Sätzen. Julia Eberz und unsere Fraktion sind eng dran, und wir werden das Anliegen weiter Ebenen übergreifend verfolgen.
Bei der Veranstaltung zum Tag der Menschenrechte berichteten akut von Abschiebung bedrohte Menschen, wie sie oft in Schule oder Betrieb von der neuen Abschiebeoffensive von Bund und Land erfasst werden und nach dem Willen der Landesregierung möglichst schnell abgeschoben werden sollen. Ein renommierter Migrationsrechtsanwalt, ein Wissenschaftler der FUAS sowie Initiativen und Vereine schilderten zudem einen Abbau rechtsstaatlicher Standards und Mittelkürzungen bei Demokratieprojekten, Migrationsberatung sowie Sprach- und Integrationskursen.

Diese Wahlkreiswoche hat mir noch einmal deutlich gemacht, wie sehr unsere offene Gesellschaft unter Druck gerät, wenn ausgerechnet dort gekürzt wird, wo Demokratie jeden Tag praktisch gelebt wird. Diese Entscheidungen fallen nicht zufällig, sondern mit Mehrheiten von Union und SPD. Umso mehr liegt es an uns GRÜNEN, in Kommunen, Land und Bund entschieden dagegenzuhalten, verlässliche Strukturen zu verteidigen und die Stimmen derjenigen ins Parlament zu tragen, die sonst kaum gehört werden. Ich werde die Anliegen aus dem Wahlkreis weiter nach Berlin mitnehmen und mein Wahlkreisbüro und ich freuen uns über eure Hinweise aus Frankfurt, damit wir gemeinsam laut bleiben für die, die gerade besonders im Schatten stehen. Gemeinsam machen wir den Unterschied, und solidarisch miteinander können wir diesen Trend Einhalt bieten.

Solidarisch und entschlossen,

eure Debbie!

China-Reise // Internationaler Tag der Menschenrechte // Menschenrechtswoche Liebigschule

China-Reise // Internationaler Tag der Menschenrechte // Menschenrechtswoche Liebigschule

China-Reise: Europa muss mit einer Stimme sprechen

Diese Woche habe ich Außenminister Johann Wadephul in die Volksrepublik China begleitet, wo wir unter anderem den chinesischen Außenminister und den Handelsminister in Peking trafen. Am zweiten Tag in Guangzhou besuchten wir das deutsche Unternehmen Herrenknecht und ein Start-Up für autonomes Fahren.

Der Austausch machte deutlich: Im Umgang mit China ist es notwendig, dass wir nicht nur unsere Schwächen, sondern auch die eigenen Stärken kennen - diese gilt es zu erhalten und auszubauen. Vor allem muss Europa gegenüber Peking mit einer Stimme sprechen. Meine Analyse zur China-Reise könnt ihr in meinem Interview mit dem Deutschlandfunk anhören.

Internationaler Tag der Menschenrechte

Am 10. Dezember erinnern wir an die Verkündung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948. Ein Datum, das uns mahnt: Menschenrechte sind nie und nirgends selbstverständlich – auch nicht in unserer eigenen Geschichte. Bis 1990 gab es in Teilen Deutschlands keine freien Wahlen, keine freie Meinung. Diese Kämpfe erinnern uns daran, unsere Freiheit und Menschenrechte täglich mit aller Kraft zu verteidigen.

Menschenrechtswoche Liebigschule

Die Liebigschule hat ganzjährig eine Menschenrechts-AG und veranstaltet im Dezember eine interessante Menschenrechtswoche. In diesem Rahmen fand mit einer vollen Aula das spannende Podium „Kindheit in Zeiten von Kriegen und Krisen“ zu Kinderrechten und weiteren Themen statt. Neben mir haben die Journalistin Khola Maryam Hübsch sowie Vertreter*innen weiterer Parteien teilgenommen. Ich danke den Schülerinnen und Schülern der Menschenrechts-AG sowie ihrem Leiter ganz herzlich, dass sie sich diesen wichtigen Themen so engagiert widmen und die gesamte Schule daran teilhaben lassen.

Die nächsten Stadtteilgruppentreffen

Stadtteilgruppen Uebersichtsbild

Wir haben 16 Stadtteilgruppen, die eigenständig organisiert sind und maßgeblich beim Wahlkampf durch Organisation von Ständen und Haustürwahlkampf unterstützen. Lernt Grüne in euren Stadtteilen kennen und seht, wie ihr euch engagieren könnt:

STG 1: 18.12., 19 Uhr, Treffpunkt wird noch bekannt gegeben

STG 2: 15.01., 19:30 Uhr, Restaurant Lilium, Leipziger Str. 4, separater Raum im Untergeschoß

STG 3: TBA

STG 4: TBA

STG 5: 12.01., Treffpunkt und Uhrzeit werden noch bekannt gegeben

STG 6: 16.12., 19 Uhr, Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Leverkuser Str. 7, Höchst - Stadtteilgruppen Stammtisch mit Vorstellung Abschlussbilanz aus dem Römer

STG 7: 16.12., 20 Uhr, Goldenen Löwen in Alt-Rödelheim 10

STG 8: TBA

STG 9: TBA

STG 10: 16.01., 19 Uhr, Saalbau Ronneburg, Gelnhäuser Straße 2, 60435

STG 11: TBA

STG 12: TBA

STG 13: TBA

STG 14: TBA

STG 15: TBA

STG 16: TBA

Nach der Wahl ist vor der Wahl – und nach der Wahl ist wieder vor der Wahl

Im September 2026 finden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und in Mecklenburg-Vorpommern statt. Wusstet ihr eigentlich, dass der Kreisverband Frankfurt mehr Mitglieder hat als der Landesverband Mecklenburg-Vorpommern und auch als der Landesverband Sachsen-Anhalt? Unsere bündnisgrünen Freund*innen brauchen tatkräftige Unterstützung, um in den Flächenländern den Wiedereinzug in den Landtag zu schaffen. Auf der BDK haben einige Frankfurter*innen mit Mitgliedern aus Mecklenburg-Vorpommern (laut INSA aktuell 5 %) und Sachsen-Anhalt (zuletzt 3 %) gesprochen und sie würden sich über tatkräftige Unterstützung freuen. Damit sie präsent bleiben und in den Umfragen steigen, brauchen sie jetzt viele positive Signale – damit am Ende keine Stimme verloren geht. Deshalb haben die beiden Landesverbände mit Unterstützung des Bundesverbandes ein Portal zur Wahlkampfhilfe eingerichtet, um GRÜNE aus ganz Deutschland zusammen zu bringen. Alles zur Kampagne findet ihr untenstehend. 

Wir als KV planen außerdem ein bis zwei gemeinsame Fahrten in größeren Gruppen für die heiße Wahlkampfphase im Sommer 2026:

  • Von Frankfurt nach Rostock
  • Von Frankfurt nach Sachsen-Anhalt (Halle oder Magdeburg)

Wahlkampf oder Strand? Beides geht!

Wahlkampfunterstützung – jetzt und im Sommer

Schon jetzt wird Unterstützung in der Vorwahlkampfphase gebraucht – etwa durch Haustürgespräche. In der „heißen“ Phase im Sommer umso mehr.

Wenn ihr euren Urlaub plant, schaut doch, ob ihr Zeit in Meck-Pomm oder Sachsen-Anhalt verbringt. Vielleicht habt ihr dort Familie oder wollt ohnehin mal wieder hin? Beide Landesverbände haben dafür eine Bettenbörse für Wahlkampfhelfende eingerichtet.

Ihr könnt bereits jetzt individuell unterstützen – dazu findet ihr alle Infos weiter unten.

So meldest du dich für den Wahlkampfurlaub 2026 an: Die Anmeldung geht hier schnell und unkompliziert.

Formular öffnen:

Klicke auf den Button im Link oben und fülle das Formular aus. Dort erfassen wir alle wichtigen Informationen, um deinen Einsatz zu planen und die Bettenbörse zu organisieren.

Zeitraum auswählen:

Du kannst wählen zwischen:

  • einem Wochenende
  • einer ganzen Woche
  • einer selbstgewählten Anzahl an Tagen (z. B. 3 oder 5)

Wenn du flexibel bist, gib gerne einen größeren Zeitraum an (z. B. drei Wochen). So finden wir den besten Einsatz für dich – das erleichtert die Planung enorm.

Wunschregion angeben (optional):

Du kannst angeben, ob du lieber in Sachsen-Anhalt oder Mecklenburg-Vorpommern unterstützen möchtest – oder sogar in einem bestimmten Kreisverband.

Wenn du keine Präferenz hast, setzen wir dich dort ein, wo deine Unterstützung am dringendsten gebraucht wird.

Wichtige Hinweise zu den Wahlterminen:

Bitte achte bei deiner Urlaubsplanung darauf:

  • Sachsen-Anhalt: Keine Termine nach 6. September 2026 angeben
  • Mecklenburg-Vorpommern: Keine Termine nach 20. September 2026 angeben

Die letzten beiden Wochenenden vor den Wahlen sind besonders entscheidend – hier brauchen wir die größte Unterstützung. 

Angaben prüfen & absenden:

Zum Schluss gibst du deine Kontaktdaten ein und bestätigst die Weitergabe deiner Angaben.

Danach absenden – fertig! 

Du erhältst anschließend eine Bestätigung per Mail und wirst rechtzeitig vor deinem Einsatz kontaktiert.

Und falls dir ein Fehler unterläuft: kein Problem! Schreib einfach an hilfe@b90-wahlkampfhilfe.de.

Grüne Grüße aus Hannover, 

Nathalie