Grüne Woche - KW 50/2025
Liebe Freund*innen,
eigentlich wollte ich in diesem Intro über die politische Lage in Europa sprechen. Über die Verwässerung des Klimaschutzes, die Verschärfung des europäischen Asylrechts, die regelmäßige Zusammenarbeit der EVP (also der CDU auf Europaebene) mit dem rechten Rand des Parlamentes. Neben diesen Nachrichten wollte ich euch aber auch einen grünen Hoffnungsschimmer vom Congress der European Green Party nach Hause schicken: Es gibt immer mehr grün geführte Städte und Regionen in ganz Europa (zuletzt kam Kopenhagen dazu), in Norwegen schafften es die GRÜNEN erstmals über die 4% Hürde! Auf dem Congress wurden Positionen und Strategien ausgetauscht, Resolutionen zu einem grünen und sozialen Europa, wie unser Verständnis einer Europäischen Digitalen Demokratie aussieht, zu Krisenvorbereitung und -resilienz, Femiziden, und dem Krieg im Sudan verabschiedet.
Doch darüber möchte ich heute nicht sprechen.
Denn am Wochenende hat uns ganz plötzlich ein wundervoller Mensch verlassen: Claus Möbius, ehrenamtliches Magistratsmitglied im Römer, (Partei-) Freund, Mitstreiter, Verbündeter, Wegbegleiter und Mentor. Claus hat Frankfurt geprägt wie nur wenige: sichtbar auf der politischen Bühne, im Kleinen wie im Großen, und vor allem dort, wo kaum jemand hinschaut: im Hintergrund. Verlässlich, immer mit Rat und Tat an der Seite der Menschen und mit einem tiefen Verantwortungsgefühl für unsere Stadt, aber auch ihre Geschichte. Viele Projekte, viele Entscheidungen, viele gute, progressive, solidarische Entwicklungen in Frankfurt tragen seine Handschrift. Claus war einer, der Brücken gebaut hat, der Zuversicht ausgestrahlt hat und der immer einen Weg gefunden hat, wenn andere dachten, es gäbe keinen.
Claus, du hinterlässt in Frankfurt und bei so vielen Bürger*innen Spuren – menschlich, politisch und ganz persönlich. Dafür bin ich, sind wir Dir unendlich dankbar.
Wenn ihr eure Gedanken, Begegnungen oder Erinnerungen mit den Angehörigen von Claus teilen möchtet, schaut gerne hier weiter.
Ich danke Dir für alles, Claus. Ruhe in Frieden.
Kathi
Katharina Meixner
Beisitzerin im Kreisvorstand
P.S.: Wenn euch doch ein genauerer europapolitisches Recap interessiert, schaut doch gerne mal im Signal-Kanal unseres stellvertretenden Bundesvorsitzenden Sven Giegold vorbei. Einen Blog-Post zum EGP Congress von ihm gibt es hier zu lesen.
Die Themen:
Unsere gemeinsame Trauer um Claus Möbius: Anzeige, Kranz und Kondolenzbuch
Liebe Freund*innen,
wir wollen allen Parteimitgliedern die Gelegenheit geben, Ihrer Trauer um Claus Ausdruck zu verleihen.
Wenn Ihr Euch an unserer Traueranzeige beteiligen wollt, bitten wir Euch um Rückmeldung bis Sonntagabend, 14. Dezember, an mitgliederverwaltung@gruene-frankfurt.de. Näheres dazu findet Ihr in der Mittgliedermail vom 10. Dezember. Wir werden auch einen Trauerkranz über Eure Spenden finanzieren.
Zudem möchten wir für Claus ein Kondolenzbuch zusammenstellen, das wir seiner Familie überreichen werden. Es liegt von Freitag, 12. Dezember, bis Freitag, 19. Dezember, in der Kreisgeschäftsstelle aus. Wenn Ihr möchtet, könnt Ihr dort einen Gedanken, eine Erinnerung oder ein persönliches Erlebnis mit Claus festhalten.
Die Trauerfeier für Claus findet am Dienstag, 16. Dezember um 10:30 Uhr auf dem Hauptfriedhof statt.
In tiefer Trauer
Tara Moradi & Burkhard Schwetje
Für eine menschliche Asylpolitik
Sie sind ein Teil der Gesellschaft, haben Jobs, zahlen Steuern, streben Schulabschluss und Ausbildung an. Und dennoch leben sie mit der ständigen Angst vor der Abschiebung. Um Menschen wie diese ging es am 9. Dezember bei der Podiumsdiskussion „Rechtsstaat und Lebenswirklichkeit“ im Frankfurt Welcome & Information Center. Dabei nannte Maximilian Pichl, Professor für Recht der Sozialen Arbeit an der Frankfurt University of Applied Sciences, Zahlen. Demnach ist die Zahl der Abschiebungen in 2024 um 20 Prozent auf 1.661 Personen gestiegen, in den ersten sechs Monate 2025 um weitere 30 Prozent. Wie grausam Abschiebungen bisweilen ablaufen, erzählte Melisa Ergül-Puopolo, Abschiebungsbeobachterin am Flughafen Frankfurt. „Kinder werden in Schlafanzügen und barfuß abgeholt, nackte Person steckt man in Krankenhauskittel. Die Betroffenen haben kein Gepäck und wissen oftmals nicht mal wo sie hingebracht werden.“ Dabei sind viele der nur Geduldeten integriert und arbeiten. In einem Aufruf an die Bundesregierung, dem sich Politiker:innen aus mehr als 20 Städten angeschlossen haben, fordere ich unter anderem faire Asylverfahren, einen besonderen Schutz für vulnerable Gruppen und ein Bleiberecht für Geduldete. Meine Pressemitteilung zum Thema findet Ihr hier.
Wir haben den „Heiligenstock“ neu bepflanzt
Liebe Freund:innen,
in dieser Woche war es soweit: Wir haben den „Heiligenstock“ neu bepflanzt. Nicht mit nur mit passenden Kirsch- und Pflaumenbäumen aus einer Baumschule, sondern sogar mit unseren eigenen Frankfurter Sorten. Mit „Tilgeners Rote Herzkirsche“, „Flamentiner“ und anderen fast vergessenen Sorten. Wiederentdeckt vom Umweltamt auf den Extensivwiesen auf dem Heiligenstock, gezogen in einer Baumschule in Nordhessen. So bewahren wir einzigartige Schätze unserer Kulturlandschaft, die es heute oft nur noch an einzelnen, hochbetagten Bäumen gibt. Mit den aus Edelreisern gewonnenen Jungbäumen sichern wir ihre genetische Vielfalt für kommende Generationen.
Die Streuobstwiesen am Heiligenstock haben laut Arten- und Biotopschutzkonzept eine „sehr hohe Bedeutung“ für die Frankfurter Biodiversität und ich freue mich, dass wir sie Schritt für Schritt pflegen, entbuschen und seit diesem Sommer sogar wieder mit Schafen beweiden. Möglich wird dies im Rahmen der Umsetzung des Arten- und Biotopschutzkonzepts auf Grundlage des Etatantrags 192 vom 6. Juni 2024.
Eure Tina
Hier kommt ihr zur PM.
Mehr Ressourcen für geordneten, sicheren Straßenraum // Pilotprojekt für Frontkameras in Bussen
Stadt setzt auf Umstrukturierung, neue Stellen und bessere Bezahlung – Verkehrspolizei übernimmt ab Frühjahr 2026 systematische Kontrollen von Baustellen und Sondernutzungen
Die Stadt Frankfurt am Main stellt die Städtische Verkehrspolizei breiter auf: Ab dem 1. März 2026 erweitert sie ihr Einsatzspektrum deutlich: Die Verkehrspolizei übernimmt im Straßenverkehrsamt zusätzlich systematische Kontrollen von Arbeits- und Baustellen im öffentlichen Raum sowie anderen verkehrsrechtlichen Sondernutzungen, etwa Werbeanhängern oder Wechselbehältern. Mit der Aufgabenbündelung reagiert die Stadt auf die wachsenden Anforderungen im dichten Stadtverkehr – und stärkt gleichzeitig Sicherheit, Ordnung und Verlässlichkeit auf Frankfurts Straßen.
Hier kommt ihr zur vollständigen PM.
Pilotprojekt für Frontkameras in Frankfurter Bussen
Um den flächendeckenden Umstieg vom Auto auf Bus und Bahn voranzubringen, müssen wir an den Stellschrauben drehen, die im Alltag wirklich zählen: Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und eine hohe Aufenthaltsqualität im ÖPNV. Genau hier setzt unser neues Pilotprojekt an: Zehn Busse auf den Linien M36, M55 und 64 – allesamt stark belastete Achsen, von Bockenheim bis in die engen Straßen von Höchst – wurden mit Frontkameras ausgestattet.
Wenn künftig ein falsch geparktes Auto die Weiterfahrt behindert, kann das Fahrpersonal per Knopfdruck eine dokumentierte Meldung an die städtische Bußgeldstelle auslösen. Die Aufnahmen werden datenschutzkonform anonymisiert und ausschließlich dann erstellt, wenn der Betriebsablauf tatsächlich gestört ist – etwa wenn Busspuren zugeparkt oder Haltestellen blockiert sind und Fahrgäste nicht ungehindert ein- oder aussteigen können.
Der Ansatz folgt einem klaren Ziel: Den Verkehr flüssiger machen und den ÖPNV verlässlicher gestalten. Falsch parkende Fahrzeuge beeinträchtigen die Pünktlichkeit vieler Linien. Die Kameras sollen hier ein zusätzlicher Baustein sein, um Störungen zu verringern und den Betriebsablauf zu stabilisieren.
Gleichzeitig verbessert das Projekt die Arbeitsbedingungen der Fahrerinnen und Fahrer, die bislang hohen Aufwand hatten, Verstöße zu melden. Die Stadt testet das Verfahren mit traffiQ, ICB und DB Regio Bus Mitte bis Ende 2026. Wenn der Effekt stimmt, wird ausgeweitet – ein weiterer Schritt hin zu einem attraktiveren, klimafreundlichen Nahverkehr für Frankfurt.
Eine schöne, möglichst geruhsame restliche Adventszeit wünscht Euch
Wolfgang
Für Kinder mit Frankfurt-Pass
Liebe Freund:innen,
in diesem Jahr erhalten rund 8.000 Frankfurter Kinder mit Frankfurt-Pass Gutscheine für den Frankfurter Weihnachtsmarkt: für Karussellfahrten, für Kinderpunsch oder leckeres Essen. Für Momente, die Kindheit prägen und Zukunft öffnen. Die Familien müssen nichts beantragen – die Gutscheine werden automatisch zugeschickt. Unkompliziert, niedrigschwellig und so, wie Teilhabe sein sollte: selbstverständlich.
Für mich ist diese Aktion mehr als eine Unterstützung zur Weihnachtszeit. Sie ist ein Zeichen dafür, wofür meine Sozialpolitik in Frankfurt steht. Denn: Wie Kinder aufwachsen, darf nicht davon abhängen, wie viel ihre Eltern verdienen. Alle Infos zu diesem Projekt, das Teil unseres Bündnisses gegen Kinder- und Jugendarmut ist, erhaltet Ihr hier.
Eure Elke
Zwischenbilanz zur Enquetekommission: CDU und SPD verweigern sich echter Jugendbeteiligung
Im Oktober 2024 trat die Enquetekommission zur Jugendbeteiligung erstmals zusammen. Ihr Auftrag: Herausfinden, wie Kinder und Jugendliche in Hessen künftig besser mitbestimmen können. Doch während die Kommission ein Jahr gemächlich tagte und Sachverständige anhörte, warten junge Menschen weiter auf mehr Mitsprache. Dabei ist längst klar: Es gibt kein Informationsdefizit; es mangelt am politischen Willen, Jugendlichen echte Mitsprache zu ermöglichen.Ein besonderes Armutszeugnis ist, dass Schwarz-Rot es nicht mal schafft, junge Menschen in die Arbeit der Kommission einzubinden. Während wir GRÜNE bereits vor Wochen konkrete Verbesserungsvorschläge vorlegten, die auf eine breite Beteiligung von Jugendlichen mit unterschiedlichen Hintergründen achteten, kamen CDU und SPD erst diese Woche zu Beginn der Sitzung mit einer Tischvorlage, konnten wichtige Fragen zu ihrer Vorlage nicht beantworten und bestanden dennoch auf unmittelbare Abstimmung.
CDU und SPD wollen Jugendliche ausschließlich zu den regulären Sitzungsterminen der Kommission mittwochs um 10 Uhr in Wiesbaden anhören – obwohl junge Menschen größtenteils schulpflichtig sind und oftmals weite Anreisen haben. Abgerundet wird die Alibi-Beteiligung durch ein Beratungsgremium das weder eine Stimme und noch direkten Zugang zur Kommission hat. Echte Beteiligung sieht anders aus. Wir GRÜNE fordern, Die Koalitionsfraktionen müssen Kinder und Jugendliche dringend ernsthaft in die Beratungen einzubeziehen. Andere Bundesländer zeigen längst, wie es besser geht.
Abgeordnetengesetz beschlossen // Kultusminister ohne Plan und Konzept
Abgeordnetengesetz beschlossen: Demokratie schützt Vielfalt, nicht Verfassungsfeindlichkeit
In Hessen wird der Finanzierung von verfassungsfeindlichen Beschäftigten ein Riegel vorgeschoben. Der Landtag hat diese Woche die Änderung des Abgeordnetengesetzes beschlossen. Damit werden die Mitarbeiter*innen von Fraktionen und Abgeordneten künftig auf ihre Verfassungstreue hin überprüft. Unsere Demokratie steht unter Beschuss – durch Angriffe von außen, aber auch von innen, von Parteien die daran arbeiten, die Demokratie zu unterwandern, Desinformationskampagnen anzuheizen oder Minderheitenrechte abzuschaffen. Der Schutz gegen diejenigen, die von innen daran arbeiten, die Demokratie zu zerstören, muss oberste Priorität haben. Wer nachweislich gegen unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung arbeitet, kann nicht erwarten, ungehinderten Zugang zu der Schaltzentrale unserer Demokratie zu bekommen. Und wer die Instrumente der Demokratie nutzt, um sie zu schwächen, kann nicht gleichzeitig von ihren Ressourcen profitieren.
Als politische Verantwortungsträger*innen reagieren wir auf die geänderte Bedrohungslage – nicht mit Panik, sondern mit Entschlossenheit. Die gute Nachricht ist: Wir können uns schützen. Unsere Demokratie ist offen und frei, aber nicht schutzlos. Sie ist tolerant, aber nicht gegenüber Verfassungsfeinden.
Die Maßnahmen, die wir GRÜNEN gemeinsam mit CDU, SPD und FDP in den Hessischen Landtag eingebracht haben, richten sich gegen diejenigen, die unsere Verfassung bekämpfen. Sie sind keine Einschränkungen, sondern stärken unsere Demokratie und unsere Freiheit. Die Anhörung hat ergeben, dass der Gesetzesentwurf mit der Verfassung vereinbar ist. Dass wir diesen Gesetzentwurf gemeinsam vorgelegt haben, ist mehr als ein formaler Akt. Es ist ein starkes, parteiübergreifendes Bekenntnis zur Verteidigung unserer demokratischen Institutionen. Wir streiten in den Inhalten, aber uns eint, dass wir Demokratie leben und sie nicht abschaffen wollen. Mehr zum Thema findet Ihr hier.
Kultusminister ohne Plan und Konzept
Gruppenüberlastungsanzeigen, Resolutionen und Hilferufe von überlasteten Lehrkräften, Kürzungen in der Lehrkräfteausbildung und ein katastrophales Ergebnis beim IQB-Bildungstrend: Die schlechten Nachrichten in der hessischen Bildungspolitik reißen nicht ab. Doch eine Reaktion des hessischen Kultusministers, mit welchen Maßnahmen die Landesregierung diesen Fehlentwicklungen begegnen will und welche strukturellen Verbesserungen sie in dieser Wahlperiode überhaupt anstrebt, ist bisher nicht erfolgt. Im Dezemberplenum haben wir das Thema zum GRÜNEN Setzpunkt gemacht.
Statt Lösungen für die Probleme zu finden, beschäftigt sich der Kultusminister mit den Bundesjugendspielen, verteilt Blockflöten an ganzen 20 hessischen Grundschulen oder bewertet auf Instagram Weihnachtsplätzchen anhand von Schulnoten. Immerhin wissen Hessens Schulen nun, dass
sie dem Kultusminister beim nächsten Vor-Ort-Besuch besser keinen Spekulatius anbieten. Mehr interessieren dürfte sie wahrscheinlich, was der Kultusminister unternimmt, um Entlastung für ihr Lehrkräftekollegium zu schaffen. Wir GRÜNEN finden: So kann es nicht weitergehen. Wir erwarten vom Kultusminister, dass er einen Plan für die Lehrkräftegewinnung, für die digitale Ausstattung von Lehrkräften und Schüler*innen und für die Verbesserung der Bildungsqualität an Hessens Schulen vorlegt. Wir fordern unter anderem Modellversuche für ein duales Lehramtsstudium, um neue Zielgruppen für den Beruf als Lehrkraft zu gewinnen, die flächendeckende Erfassung von Unterrichtsausfall und eine digitale Offensive an Hessens Schulen. Den Setzpunktantrag für das Plenum findet Ihr hier.
Mehr zum Thema findet Ihr hier.
Mieter:innen der VBL appellieren an die Landesregierung: Sie brauchen Schutz vor intransparenten Wohnungsverkäufen!
Sie schlagen Alarm, da sie sich durch die geplanten Wohnungsverkäufe verunsichert fühlen und Angst haben, ihre Wohnung zu verlieren. Deshalb haben sie eine Petition an den Hessischen Landtag eingereicht. Darin bitten sie die Landesregierung, endlich einzugreifen und die intransparenten Off-Market-Verfahren der VBL zu stoppen.
Die GRÜNE Landtagsfraktion stellt sich klar an die Seite der Betroffenen. Sie fordert die Landesregierung auf, ihren Einfluss zu nutzen, um weiteren Verkäufen einen Riegel vorzuschieben und den Menschen in den Wohnungen echte Sicherheit zu geben. Mietverhältnisse müssen sozialverträglich bleiben und die VBL muss wieder deutlicher an ihren gemeinwohlorientierten Auftrag erinnert werden. Zusätzlich soll geprüft werden, ob die landeseigene Nassauische Heimstätte die restlichen VBL-Wohnungen übernehmen kann, damit diese dauerhaft bezahlbar bleiben.
Die Petition fordert außerdem mehr Schutz vor Verdrängung: So soll der zum Ende des Jahres in Hessen auslaufende Genehmigungsvorbehalt verlängert und der Schutz vor Eigenbedarfskündigungen auf zehn Jahre ausgeweitet werden.
Die gesamte Pressemitteilung sowie einige Hintergrundinformationen findet Ihr hier.
China-Reise // Internationaler Tag der Menschenrechte // Menschenrechtswoche Liebigschule
China-Reise: Europa muss mit einer Stimme sprechen
Diese Woche habe ich Außenminister Johann Wadephul in die Volksrepublik China begleitet, wo wir unter anderem den chinesischen Außenminister und den Handelsminister in Peking trafen. Am zweiten Tag in Guangzhou besuchten wir das deutsche Unternehmen Herrenknecht und ein Start-Up für autonomes Fahren.
Der Austausch machte deutlich: Im Umgang mit China ist es notwendig, dass wir nicht nur unsere Schwächen, sondern auch die eigenen Stärken kennen - diese gilt es zu erhalten und auszubauen. Vor allem muss Europa gegenüber Peking mit einer Stimme sprechen. Meine Analyse zur China-Reise könnt ihr in meinem Interview mit dem Deutschlandfunk anhören.
Internationaler Tag der Menschenrechte
Am 10. Dezember erinnern wir an die Verkündung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948. Ein Datum, das uns mahnt: Menschenrechte sind nie und nirgends selbstverständlich – auch nicht in unserer eigenen Geschichte. Bis 1990 gab es in Teilen Deutschlands keine freien Wahlen, keine freie Meinung. Diese Kämpfe erinnern uns daran, unsere Freiheit und Menschenrechte täglich mit aller Kraft zu verteidigen.
Menschenrechtswoche Liebigschule
Die Liebigschule hat ganzjährig eine Menschenrechts-AG und veranstaltet im Dezember eine interessante Menschenrechtswoche. In diesem Rahmen fand mit einer vollen Aula das spannende Podium „Kindheit in Zeiten von Kriegen und Krisen“ zu Kinderrechten und weiteren Themen statt. Neben mir haben die Journalistin Khola Maryam Hübsch sowie Vertreter*innen weiterer Parteien teilgenommen. Ich danke den Schülerinnen und Schülern der Menschenrechts-AG sowie ihrem Leiter ganz herzlich, dass sie sich diesen wichtigen Themen so engagiert widmen und die gesamte Schule daran teilhaben lassen.
Die nächsten Stadtteilgruppentreffen
Wir haben 16 Stadtteilgruppen, die eigenständig organisiert sind und maßgeblich beim Wahlkampf durch Organisation von Ständen und Haustürwahlkampf unterstützen. Lernt Grüne in euren Stadtteilen kennen und seht, wie ihr euch engagieren könnt:
STG 1: 18.12., 19 Uhr, Treffpunkt wird noch bekannt gegeben
STG 2: 15.01., 19:30 Uhr, Restaurant Lilium, Leipziger Str. 4, separater Raum im Untergeschoß
STG 4: TBA
STG 5: 12.01., Treffpunkt und Uhrzeit werden noch bekannt gegeben
STG 6: 16.12., 19 Uhr, Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Leverkuser Str. 7, Höchst - Stadtteilgruppen Stammtisch mit Vorstellung Abschlussbilanz aus dem Römer
STG 7: 16.12., 20 Uhr, Goldenen Löwen in Alt-Rödelheim 10
STG 8: TBA
STG 9: TBA
STG 10: 16.01., 19 Uhr, Saalbau Ronneburg, Gelnhäuser Straße 2, 60435
STG 11: TBA
STG 12: TBA
STG 13: TBA
STG 14: TBA
STG 15: TBA
STG 16: TBA
Nach der Wahl ist vor der Wahl – und nach der Wahl ist wieder vor der Wahl
Im September 2026 finden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und in Mecklenburg-Vorpommern statt. Wusstet ihr eigentlich, dass der Kreisverband Frankfurt mehr Mitglieder hat als der Landesverband Mecklenburg-Vorpommern und auch als der Landesverband Sachsen-Anhalt? Unsere bündnisgrünen Freund*innen brauchen tatkräftige Unterstützung, um in den Flächenländern den Wiedereinzug in den Landtag zu schaffen. Auf der BDK haben einige Frankfurter*innen mit Mitgliedern aus Mecklenburg-Vorpommern (laut INSA aktuell 5 %) und Sachsen-Anhalt (zuletzt 3 %) gesprochen und sie würden sich über tatkräftige Unterstützung freuen. Damit sie präsent bleiben und in den Umfragen steigen, brauchen sie jetzt viele positive Signale – damit am Ende keine Stimme verloren geht. Deshalb haben die beiden Landesverbände mit Unterstützung des Bundesverbandes ein Portal zur Wahlkampfhilfe eingerichtet, um GRÜNE aus ganz Deutschland zusammen zu bringen. Alles zur Kampagne findet ihr untenstehend.
Wir als KV planen außerdem ein bis zwei gemeinsame Fahrten in größeren Gruppen für die heiße Wahlkampfphase im Sommer 2026:
- Von Frankfurt nach Rostock
- Von Frankfurt nach Sachsen-Anhalt (Halle oder Magdeburg)
Wahlkampf oder Strand? Beides geht!
Wahlkampfunterstützung – jetzt und im Sommer
Schon jetzt wird Unterstützung in der Vorwahlkampfphase gebraucht – etwa durch Haustürgespräche. In der „heißen“ Phase im Sommer umso mehr.
Wenn ihr euren Urlaub plant, schaut doch, ob ihr Zeit in Meck-Pomm oder Sachsen-Anhalt verbringt. Vielleicht habt ihr dort Familie oder wollt ohnehin mal wieder hin? Beide Landesverbände haben dafür eine Bettenbörse für Wahlkampfhelfende eingerichtet.
Ihr könnt bereits jetzt individuell unterstützen – dazu findet ihr alle Infos weiter unten.
So meldest du dich für den Wahlkampfurlaub 2026 an: Die Anmeldung geht hier schnell und unkompliziert.
Formular öffnen:
Klicke auf den Button im Link oben und fülle das Formular aus. Dort erfassen wir alle wichtigen Informationen, um deinen Einsatz zu planen und die Bettenbörse zu organisieren.
Zeitraum auswählen:
Du kannst wählen zwischen:
- einem Wochenende
- einer ganzen Woche
- einer selbstgewählten Anzahl an Tagen (z. B. 3 oder 5)
Wenn du flexibel bist, gib gerne einen größeren Zeitraum an (z. B. drei Wochen). So finden wir den besten Einsatz für dich – das erleichtert die Planung enorm.
Wunschregion angeben (optional):
Du kannst angeben, ob du lieber in Sachsen-Anhalt oder Mecklenburg-Vorpommern unterstützen möchtest – oder sogar in einem bestimmten Kreisverband.
Wenn du keine Präferenz hast, setzen wir dich dort ein, wo deine Unterstützung am dringendsten gebraucht wird.
Wichtige Hinweise zu den Wahlterminen:
Bitte achte bei deiner Urlaubsplanung darauf:
- Sachsen-Anhalt: Keine Termine nach 6. September 2026 angeben
- Mecklenburg-Vorpommern: Keine Termine nach 20. September 2026 angeben
Die letzten beiden Wochenenden vor den Wahlen sind besonders entscheidend – hier brauchen wir die größte Unterstützung.
Angaben prüfen & absenden:
Zum Schluss gibst du deine Kontaktdaten ein und bestätigst die Weitergabe deiner Angaben.
Danach absenden – fertig!
Du erhältst anschließend eine Bestätigung per Mail und wirst rechtzeitig vor deinem Einsatz kontaktiert.
Und falls dir ein Fehler unterläuft: kein Problem! Schreib einfach an hilfe@b90-wahlkampfhilfe.de.
Grüne Grüße aus Hannover,
Nathalie