Grüne Woche - KW 25/2026
Liebe Freund*innen,
was für Wochen und Monate hinter uns liegen!
Vor fast eineinhalb Jahren haben wir euch als Kreisvorstand eine E-Mail geschickt und um Anträge für unser Kommunalwahlprogramm gebeten. Vor eineinhalb Jahren haben wir uns gemeinsam eine Frage gestellt: Wie erreichen wir das Beste für Frankfurt?
Ihr habt über 300 Anträge eingereicht. Wir haben diskutiert, neue Perspektiven kennengelernt, voneinander gelernt, manchmal auch gestritten. Im Herbst haben wir über die Verhandlungskommission verhandelt und Kompromisse gefunden. Immer mit dem gemeinsamen Ziel vor Augen, immer auf der Suche nach den besten Ideen für unsere Stadt.
Das Ergebnis ist unser knapp 180 Seiten langes Kommunalwahlprogramm: voller guter Ideen, Inspiration und Mut für Neues. Auf dieses Ergebnis dürfen wir wirklich stolz sein. Und dieses Programm war zugleich die Grundlage für unsere Verhandlungen zum Koalitionsvertrag. Wieder einmal hat sich gezeigt: Dort, wo andere manche Themen gar nicht auf dem Schirm hatten, haben wir GRÜNE ganz konkrete Lösungsvorschläge. Das Kostbarste daran ist für mich, dass unsere Ideen nicht in elitären Arbeitsgruppen entstanden sind, sondern aus der breiten Beteiligung unserer Basis. Genau das macht unsere Politik stark: sie kommt nicht von oben, sondern von uns allen.
Es war mir eine große Ehre und Freude, dieses Kommunalwahlprogramm als Mitglied des Kreisvorstands so eng mitgestalten zu dürfen und es später als Fraktionsmitglied in den Koalitionsverhandlungen zu vertreten und zu verteidigen. Für dieses Vertrauen bin ich sehr dankbar.
Und ich muss euch sagen: Ich war überwältigt von eurer Zustimmung zu dem Papier, das wir euch am 13.06.2026 vorgestellt haben. Als Architektin und aus meiner Rolle in unserer Partei heraus bin ich mit den Inhalten des Koalitionsvertrags wirklich zufrieden. Und dennoch ist eine Zustimmung von knapp 80 % für mich keine Selbstverständlichkeit. Nicht in unserer Partei, die von lebendigen Diskussionen lebt, von unterschiedlichen Perspektiven und vom Anspruch, es sich nicht zu leicht zu machen. Gerade deshalb bedeutet mir dieses Ergebnis viel. Es ist ein starkes Zeichen von Vertrauen, von Geschlossenheit und von gemeinsamer Verantwortung für unsere Stadt.
Jetzt sind wir fast am Ende eines Prozesses, der vor knapp eineinhalb Jahren begonnen hat. Am Samstag habt ihr uns als Parteivorstand zusammen mit der GRÜNEN Jugend und dem Fraktionsvorstand den Auftrag gegeben, einen Vorschlag für die Zuschnitte der Dezernate und die Besetzung des hauptamtlichen Magistrats zu machen. Bis zur nächsten KMV bleiben uns wenige Tage, um euch das bestmögliche Ergebnis für Frankfurt und für unsere Partei vorzulegen.
Besonders genau schaue ich dabei auf den Bereich Wohnen. Dass wir vorher das Dezernat für Mobilität abgeben mussten, schmerzt mich sehr. Mobilität ist und bleibt eines unserer Kernthemen, und es ist alles andere als leicht, dieses Feld aus der Hand zu geben. Aber zu Koalitionsverhandlungen gehört eben auch, schmerzhafte Entscheidungen zu treffen.
Wir übernehmen das Dezernat für Bauen in einer Zeit, in der die Rahmenbedingungen denkbar schwierig sind: seit Jahren steigende Baukosten, hohe Zinsen, ein angespannter Wohnungsmarkt, ein Bundes-Bau-Turbo-Gesetz, das keines der eigentlichen Probleme löst, und eine wachsende Stadt, in der bis 2030 rund 60.000 Wohnungen fehlen werden. Bauen ist gerade alles andere als ein dankbares Feld. Es ist eines, auf dem man sich schnell unbeliebt macht: bei Investor*innen, wenn man soziale Standards einfordert, und bei manchen Bürger*innen, wenn nachverdichtet werden muss.
Und genau deshalb ist es richtig, dass wir GRÜNE hier Verantwortung übernehmen. Es wäre einfach, sich nur auf die beliebten Themen zu konzentrieren. Oder mit den Worten von Elke Voitl auf unserer letzten KMV: Wir GRÜNE machen keine Blumentopf-Politik. Wir bringen uns dort ein, wo es schwierig wird, und nicht nur dort, wo Applaus garantiert ist. Wohnen ist ein Menschenrecht. Wir wollen zeigen, dass sozial gerechtes, nachhaltiges und modernes Wohnen auch unter diesen Bedingungen möglich ist.
Wir sehen uns wieder in wenigen Tagen. Der Marathon ist also fast geschafft. Danach beginnt die eigentliche Arbeit: für unsere Stadt und für alles, was wir uns vorgenommen haben. Aber davor liegt erstmal ein verdienter Sommer.
Und darauf freue ich mich gerade wirklich sehr.
Eure Desislava
Beisitzerin im Kreisverband
Die Themen:
Happy Pride
Das Banner mit der Aufschrift „Frankfurt ist queer“ hängt seit Montag, 15. Juni, wieder gut sichtbar über dem Eingang zum Römerberg. Es weist auf den Pride Month hin, den wir zum vierten Mal organisieren. Das Motto lautet diesmal „Out loud. Out Proud! – Sichtbarkeit braucht Mut“. Der Schutz queeren Lebens bildet in diesem Jahr einen Schwerpunkt. Der Pride Month wächst immer weiter: Insgesamt gibt es 40 Veranstaltungen, die gemeinsam mit 20 Kooperationspartner:innen entwickelt wurden. Dafür steht aus meinem Dezernat ein Budget von 50.000 Euro zur Verfügung. Es ist ein vielfältiges Programm, das queeres Leben in all seinen Facetten sichtbar macht – bunt, stolz und engagiert. Der Pride Month ist auch deshalb wichtig, weil die Gewalt gegen queere Menschen zuletzt wieder zugenommen hat. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf Events in elf Stadtteilen. Queeres Leben wird so in ganz Frankfurt erfahrbar und sichtbar. Organisiert wird der Pride Month von der Stabsstelle Antidiskriminierung in meinem Dezernat. Das vollständige Programm des Pride Monat 2026 könnt Ihr unter https://www.vielfalt-bewegt-frankfurt.de/de/pride-month abrufen. Meine Pressemitteilung zum Thema findet Ihr hier.
Einschulungsuntersuchung für alle Kinder
Liebe Freund:innen,
die Stadt Frankfurt hat in diesem Jahr allen künftigen Erstkläser:innen eine Einschulungsuntersuchung abgeboten. Angesichts der hohen Zahl an Kindern ist das eine erstklassige Leistung! Möglich wurde das natürlich nur, weil wir gemeinsam das zu meinem Dezernat gehörende Gesundheitsamt personell und finanziell gestärkt haben. Damit konnte es vakante Stellen besetzen und Medizinische Fachangestellte zu Sozialpädiatrischen Assistent:innen weiterbilden. Politisch halte ich das für den richtigen Weg. Denn die Einschulungsuntersuchung ist weit mehr als eine formale Routineuntersuchung. Mit ihr werden gesundheitliche, entwicklungsbezogene, sprachliche oder psychosoziale Unterstützungsbedarfe frühzeitig erkannt – ein Schlüssel für mehr Chancengerechtigkeit. Wie viele Schüler:innen nach den Ferien beginnen und welche Vorteile die Eingangsuntersuchung außerdem bietet, lest Ihr hier.
Eure Elke
Landesregierung streicht 500 Stellen bei Sprach-Kitas
Während die SPD noch vor wenigen Jahren gefordert hat, dass die Landesregierung sich zu den Sprach-Kitas bekennt und das Land diese langfristig finanziert, streicht nun ausgerechnet eine SPD-Sozialministerin das komplette Programm. Damit fallen Ende des Jahres 500 Sprachförderkräfte in den Kitas weg. CDU und SPD kürzen erneut genau dort, wo besondere Unterstützung notwendig ist. Denn die Sprach-Kitas unterstützen gezielt in Einrichtungen mit überdurchschnittlich vielen Kinder mit sprachlichem Förderbedarf.
Der Verweis der Landesregierung auf die Einrichtung eines Kompetenzzentrums für sprachliche Bildung ist ein schwacher Trost, denn ein solches Zentrum ersetzt kein zusätzliches Personal vor Ort. Auch die angekündigte Erhöhung der Betriebskostenpauschalen hilft den Sprach-Kitas nicht: Bislang ist völlig unklar, wie viel Geld die Kitas erhalten werden. Es ist wahrscheinlich, dass die Gelder nicht mehr für zusätzliches Personal reichen werden. Eine Förderung über die Betriebskosten unterstützt zudem alle Kitas ein bisschen, während die Sprach-Kitas ganz gezielt dort wirken, wo der Bedarf an Sprachförderung besonders groß ist. Wir fordern die Landesregierung deshalb auf, die Sprach-Kitas zu erhalten.
Mehr zum Thema findet Ihr hier.
USA & Iran // China // WM-Kolumne // Veteranentag // Unterwegs in Frankfurt & Hessen
USA & Iran: Zum Abkommen
Die Welt sehnt sich nach einem Ende des Krieges und der Öffnung der Straße von Hormus. Noch sind die wesentlichen Details der Vereinbarung unklar. Klar ist aber schon heute: Ein Abkommen beseitigt weder die katastrophale Menschenrechtslage im Iran noch die regionale Aggression des Regimes. Wer nur über Uran spricht und über die Menschen schweigt, wiederholt die Fehler der Vergangenheit.
China: Nationale Alleingänge schwächen Europa
Der Umgang mit China ist eine der zentralen Herausforderungen Europas. Von der Bundesregierung erwarte ich, dass sie beim G7-Gipfel sowie beim Europäischen Rat eine klare Position im Umgang mit China vertritt. Klar ist: Diese Position kann nur eine europäische sein. Unsere Stimme hat Gewicht. Nationale Alleingänge schwächen Europa – Geschlossenheit stärkt unseren Einfluss. Europa muss strategische Abhängigkeiten abbauen und seine Interessen selbstbewusst vertreten.
Nouripours WM-Blick: Meine Fußballkolumne
Die Fußball-WM ist gestartet! Ich freue mich auf die Spiele und Mannschaften, die uns in den nächsten Wochen überraschen werden. Und ich freue mich, dass ich in den nächsten WM-Wochen bei web.de und gmx.de meinen Blick auf das Turnier teilen kann.
Es geht um Fußball: In seiner Magie, seiner Verrücktheit, seiner Verzweiflung. Und manchmal auch um seine Fehlentwicklungen, seine gesellschaftliche und politische Bedeutung. Viel Spaß beim Lesen!
Die bisherigen Kolumnen könnt ihr euch auf den Webseiten von web.de und gmx.de durchlesen.
Veteranentag: Veterans, Family & Friends
Im Namen des Deutschen Bundestages sagen wir Danke. Danke an alle Veteraninnen und Veteranen der Bundeswehr für ihren Einsatz, ihre Verantwortung und ihren Dienst für unser Land. Ihr Engagement verdient Anerkennung, Respekt und Wertschätzung. Der diesjährige Veteranentag steht unter dem Motto „Veterans, Family and Friends“. Damit rücken auch die Menschen in den Fokus, die unseren Soldatinnen und Soldaten den Rücken stärken: Familien, Freund*innen und Wegbegleiter*innen. Denn sie geben Halt.
Unser herzlicher Dank gilt daher heute allen, die gedient haben – und all jenen, die sie auf ihrem Weg begleiten. Schaut euch dazu gern das Video auf meinem Instagram-Kanal an.
Unterwegs in Frankfurt, Hessen und mehr
Nach unserer Kreismitgliederversammlung am Samstag durfte ich bei der Eröffnung des unheimlich schönen neuen Zentrums des MTO Sufi Verbands in Frankfurt ein Grußwort halten. Es war mir eine große Ehre!
Makkabi Frankfurt hat ein großartiges neues Trainingsgelände, das ich bereits Anfang März besucht habe. Unsere Kreisgeschäftsführerin Nathalie Ferko und ich durften schon auf dem Kleinfeld spielen. Am letzten Sonntag wurde das Sportzentrum nun offiziell mit viel Freude und einem schönen Rahmenprogramm eingeweiht. Hier hätte ich als Bubb auch gerne trainiert!
Anschließend war ich auf dem Hessentag in Fulda. Unser Landesfest macht jedes Jahr wieder großen Spaß! Die Gespräche mit Bürger*innen, ASB, DRK, THW und der Bundeswehr waren sehr bereichernd. Auch der Stand der Grünen Landtagsfraktion und eine Kickerrunde gehören für mich zum Hessentag dazu.
Nach dem Hessentagsbesuch habe ich in Nürnberg mit unserem Bundestagsabgeordneten Sascha Müller und vielen Fans das torreiche Fußball-WM-Spiel Deutschland - Curaçao geguckt, über das ich am nächsten Morgen im Magenta WM-Talk in München reden durfte. Von dort ging es in den Düsseldorfer Landtag zum Treffen der Grünen Vizepräsident*innen aus Landtagen und Bundestag.
Wieder zurück in Hessen habe ich zusammen mit Claudia Weber, Grüne Bürgermeister-Kandidatin in Münster im Kreis Darmstadt-Dieburg, das spannende Familienunternehmen IPS Elektroniklabor besucht. Sie stellen vor allem kundenspezifische Korrosionsmessgeräte und Prüfstände für die Wasserstoffforschung für Universitäten und Unternehmen her.
An der Goethe-Uni Frankfurt diskutierte ich mit einem sehr interessierten Publikum, Dr. Volker Stanzel (Stiftung Wissenschaft und Politik, ehem. Botschafter Deutschlands in China & Japan), Prof. Dr. Björn Alpermann (Julius-Maximilians-Uni Würzburg, Contemporary Chinese Studies) und Prof. Dr. Iwo Amelung (Sinologie, Goethe-Uni) über China. Wir hatten einen spannenden Austausch über viele verschiedene Aspekte.
Ein paar Bilder von den Terminen findet ihr auf meinem Instagram-Kanal.
Jeder Klick zählt

In den kommenden Monaten stehen die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt (6. September 2026) und Mecklenburg-Vorpommern (20. September 2026) an. Beide Wahlkämpfe sind enorm wichtig – nicht nur, um erneut bzw. weiterhin in die Landtage einzuziehen, sondern auch, um dem Erstarken rechter Kräfte etwas entgegenzusetzen.
Die Landesverbände sind deutlich kleiner als unser Kreisverband und müssen gleichzeitig große Flächen abdecken. Deshalb freuen sich die Freund*innen vor Ort sehr über Unterstützung – egal ob finanziell, digital oder direkt im Wahlkampf vor Ort. Wir als Kreisverband Frankfurt werden konkret die beiden Kreisverbände in Magdeburg und Rostock unterstützen. In den nächsten Wochen stellen wir Euch hier in der Grünen Woche immer mal wieder konkret vor, welche Möglichkeiten der Unterstützung wir uns miteinander überlegt haben. In den letzten Wochen gings um Wahlkampfurlaub und Spenden - heute gehts weiter mit:
Digitale Unterstützung
Folgt den Landesverbänden, Direktkandidat*innen sowie den Kreisverbänden Rostock und Magdeburg auf Social Media und unterstützt ihre Beiträge durch Likes, Kommentare und das Teilen von Inhalten. Gerade digitale Unterstützung ist im Wahlkampf enorm wichtig, da viele Beiträge gezielt in rechten Bubbles angegriffen oder negativ kommentiert werden. Sichtbare Unterstützung, positive Kommentare und zusätzliche Reichweite helfen dabei, demokratische Stimmen zu stärken und die Inhalte auch außerhalb der eigenen Bubble sichtbar zu machen. Oft machen schon wenige Interaktionen einen großen Unterschied für die Reichweite von Beiträgen.
Und hier findet ihr die Accounts unserer Partner-KVs:
Magdeburg: https://www.instagram.com/gruene_md/ I https://www.facebook.com/gruene.md I https://www.threads.com/@gruene_md
Rostock: https://www.instagram.com/gruenerostock/ I https://www.tiktok.com/@gruenerostock
Ganz viele weitere Accounts der einzelnen Direktkandidierenden und der Landesverbände findet ihr hier in der Übersicht.
Die nächsten Stadtteilgruppentreffen
Wir haben 16 Stadtteilgruppen, die eigenständig organisiert sind und maßgeblich beim Wahlkampf durch Organisation von Ständen und Haustürwahlkampf unterstützen. Lernt Grüne in euren Stadtteilen kennen und seht, wie ihr euch engagieren könnt:
STG 1: 25.06., 19 Uhr, Treffpunkt wird noch bekannt gegeben
STG 2: 13.08., 19 Uhr, Restaurant Lilium, Leipziger Str. 4, separater Raum im Untergeschoß
STG 3: 14.07., 19 Uhr, Treffpunkt wird noch bekannt gegeben
STG 4: 23.06., 20 Uhr, Dr. Arthur Pfungst-Stiftung, Waldschmidtstraße 39
STG 5: 13.07., 19 Uhr, Treffpunkt wird noch bekannt gegeben
STG 6: 16.07., 19 Uhr, Schiffsmeldestelle Batterie Höchst
STG 7: TBA
STG 8: 15.07., 19 Uhr, im kleinen Saal des Clubhauses Heddernheim
STG 9: TBA
STG 10: 19.06., 19 Uhr, Saalbau Ronneburg, Gelnhäuser Straße 2
STG 11: TBA
STG 12: 06.07., 19 Uhr, Treffpunkt wird noch bekannt gegeben
STG 13: TBA
STG 14: 22.06., 20 Uhr, Vereinsheim der Motorradfreunde Harheim im Grundweg
STG 15: TBA
STG 16: TBA