Grüne Woche - KW 19/2026
Liebe Freund*innen!
Wir sind am Leben! Das war der Titel eines neuen Musicals, das ich vergangene Woche in Berlin gesehen habe. Story: 90er Jahre, ein besetztes Haus im Osten von Berlin, die Telefone funktionieren noch, dort wurde zu DDR-Zeiten eine Seelsorge-Hotline betrieben. Die Hausbesetzer*innen machen weiter, nehmen Anrufe entgegen und hören sich die Sorgen der Menschen an: Krankheit, Jobverlust, Einsamkeit, Liebeskummer, Familienprobleme... keine großen Unterschiede zu heute.
Der Zeitpunkt meines Besuches hätte nicht aktueller sein können:
Denn der Mai ist der internationale Mental Health Awareness Month (Monat des Bewusstseins für psychische Gesundheit). Dieser zielt seit 1949 darauf ab, das Bewusstsein für mentale Gesundheit zu schärfen, Stigmata abzubauen und über psychische Erkrankungen aufzuklären. Denn im Gegensatz zu einem Gips-Arm sind psychische Erkrankungen meist unsichtbar, werden schwerer erkannt und nicht immer ernst genommen.
Im Laufe ihres Lebens erkranken 12-16% der Menschen an Depressionen. 2024 beendeten 10.372 Menschen ihr Leben durch einen Suizid. Die Wartezeit für einen Therapieplatz (ambulant oder stationär) beträgt oft mehrere Monate, für Kinder und Jugendliche ist die Situation noch schlimmer. Durch Krisen, Pandemien und ein gestiegenes Bewusstsein für mentale Gesundheit ist die Nachfrage nochmals stark gestiegen.
Einen wichtigen Beitrag zur Prävention kann da zum Beispiel die Telefonseelsorge der evangelischen und katholischen Kirche leisten. 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr stehen über 7700 geschulte Ehrenamtliche für ein Gespräch bereit, und das anonym und kostenfrei. Die Telefonseelsorge ist regional organisiert und berät seelsorgerisch alle Menschen unabhängig von ihrer Religion, Herkunft oder ihres Geschlechts. Die Gespräche dauern durchschnittlich 20 Minuten. Top-Thema in den letzten Jahren ist „Einsamkeit“. Das Angebot gibt es auch per Mail oder Chat, meistens auf deutsch.
Auch wir können bei unseren Mitmenschen hinschauen, nachfragen und uns nicht immer mit einer schnell dahingesagten Antwort „alles gut“ zufriedengeben. Und auch – gerade bei Freund*innen - ehrlich auf die Frage „Wie geht’s?“ antworten.
Passen wir mehr auf einander auf!
Eure Daniela
Schatzmeisterin des Kreisverbands
Die Themen:
Überzogene Budgets verursachen Defizit von 400 Millionen Euro
Liebe Freund:innen,
der Jahresabschluss der Stadt Frankfurt am Main fiel in meiner Amtszeit als Kämmerer vier Mal hintereinander besser aus als geplant und wies jeweils einen Überschuss auf. Doch für 2025 haben wir ein Defizit von -382,97 Millionen Euro – das schlechteste Ergebnis seit Einführung der Doppik 2007. Erstmals seit 2020 müssen wir die Rücklage abschmelzen; von 1,01 Milliarden Euro auf 703,53 Millionen Euro.
Besonders ärgerlich: Wir landen bei dem hohen Fehlbetrag, obwohl wir beinahe den Gewerbesteuerrekord von 2024 erreicht haben. Mit rund 3,13 Milliarden Euro lagen die Gewerbesteuererträge nur knapp unter dem Spitzenwert von 3,17 Milliarden Euro. Doch die Aufwendungen stiegen auf über 6 Milliarden Euro.
Die Gründe für das Riesen-Defizit liegen in vor allem an Budgetüberschreitungen in manchen Dezernaten, die ihrer Verantwortung nicht nachgekommen sind. Die Überschreitungen in Höhe von 304,51 Millionen Euro erfolgten vornehmlich ohne Gremienzustimmung und unter Missachtung haushaltsrechtlicher Vorgaben. Eine Deckung haben die budgetverantwortlichen Dezernate nur in Einzelfällen angeboten. Mehrkosten, die nicht innerhalb der Dezernatsbudgets gedeckt werden können, sind in den Dezernaten Bildung, Immobilien und Neues Bauen (185,93 Millionen Euro), Kultur und Wissenschaft (19,86 Millionen Euro), Ordnung, Sicherheit und Brandschutz (11,17 Millionen Euro), Hauptverwaltung und Sport (1,35 Millionen Euro) und Klima, Umwelt und Frauen (435.000 Euro) sowie im Bereich Zentrale Finanzen (5,86 Millionen Euro) angefallen.
Jetzt müssen wir die Deckung mit dem Jahresabschluss sicherstellen, um vom Land eine Genehmigung für den Haushalt 2026 zu bekommen. Unter diesen Umständen können wir – anders als in den Vorjahren – in den Fachbereichen keine konsumtiven Budgetüberträge bilden. Zugleich stellt das unverantwortliche Vorgehen unser Budgetierungsmodell ebenso in Frage wie den Anspruch, bereits durch Verträge oder andere Verpflichtungen gebundene Mittel im neuen Haushaltsjahr zur Verfügung zu stellen. Ich kann hier nur daran appellieren, dass wir dringend zum soliden Wirtschaften der vergangenen Jahre zurückkehren müssen.
Meine Pressemitteilung hierzu.
Euer Bastian
Hilfe im Scheckkartenformat
Liebe Freund:innen,
egal ob Telefonseelsorge, Drogennotruf oder Psychosozialer Krisendienst – in einer akuten sozialen Krisensituation hat niemand die Kraft, sich im Internet erst umständlich Hilfe zu suchen. Deshalb gibt es in Frankfurt auf meine Initiative hin jetzt eine neue Notfallkarte, die die wichtigsten Telefonnummern für Menschen in sozialen Notlagen bereithält.
Die kompakte Karte im praktischen Scheckkartenformat passt in jede Geldbörse und ist damit jederzeit griffbereit. Ein QR-Code darauf führt direkt auf eine Internetseite der Stadt. Dort stehen die wichtigsten Hilfsangebote und weitere Informationen. Mit der neuen Notfallkarte der Stadt bringen wir die Hilfe zu den Menschen.
Wie die Notfallkarte genau aussieht und welche Hilfen es überhaupt in der Stadt gibt, erfahrt Ihr hier.
Eure Elke
Umfrage „Leben in Frankfurt 2025“: Mobilitätswendemaßnahmen zeigen Wirkung
Liebe Freundinnen, liebe Freunde,
kürzlich hat die Stadt Frankfurt die aktuelle Ausgabe der Bevölkerungsumfrage „Leben in Frankfurt 2025“ veröffentlicht, die auch Daten zur urbanen Mobilität beinhaltet. Das Ergebnis: Mobilität in Frankfurt wird vielfältiger, ÖPNV und Radverkehr gewinnen an Bedeutung – und die Zufriedenheit der Bürger:innen besonders mit der Fuß- und Radwegeinfrastruktur ist gestiegen.
In der Fünf-Jahres-Bilanz der Studie zeigt sich ein Wandel in der Verkehrsmittelnutzung: Von 2021 bis 2025 hat die Pkw-Nutzung in Frankfurt leicht abgenommen, Fahrradnutzung und ÖPNV-Nutzung sind gestiegen – 2022 hat der ÖPNV den MIV in Bezug auf die regelmäßige Nutzung sogar überholt.
Balance der Verkehrsarten am Horizont
Der öffentliche Personennahverkehr ist mit 54 % weiterhin das Rückgrat der städtischen Mobilität – obwohl 76 % der Menschen in der Mainmetropole einen Kfz-Führerschein besitzen. Seit 2021 ist der Anteil jener Frankfurter Bürger:innen, die den Nahverkehr täglich oder mehrfach pro Woche nutzen, um 19 % gestiegen – nur 7 % verzichten komplett auf Bus und Bahn. 36% der Frankfurter:innen nutzen das Fahrrad täglich oder mehrfach wöchentlich – auch wenn 45 % der Frankfurter:innen den Pkw in der Pendlerhauptstadt immer noch regelmäßig nutzen. Die Verkehrsträger ergänzen sich zunehmend, das System wird also immer ausgewogener.
Bürger:innen wechseln Verkehrsmittel je nach Anlass
Interessant ist, dass sich die Menschen in der „Stadt der kurzen Wege“ bei der Wahl ihres Verkehrsmittels flexibel am jeweiligen Ziel orientieren: Für den Weg zur Arbeit nutzen die meisten Frankfurter:innen den ÖPNV (42%). Für Einkäufe hingegen gehen die meisten Befragten zu Fuß (58%). Zu ihren Freizeitaktivitäten gelangen die Menschen am liebsten per pedes (39 %).
Zufriedenheit mit Geh- und Radweginfrastruktur gestiegen
Dass Fuß- und Radverkehr seit einigen Jahren stärker im Fokus der städtischen Mobilitätskonzepte steht, zeigt sich schon heute: Mit dem Zustand der Gehwege in Frankfurt sind 57 % der Menschen sehr oder eher zufrieden – 3 % mehr als 2024. Mit der Sicherheit auf Gehwegen sind 54% zufrieden, 2 % mehr als zuvor.
Zufrieden sind die Frankfurter-innen auch mit dem Radverkehr in Frankfurt – in allen abgefragten Aspekten sogar zufriedener als im Vorjahr. Das betrifft den Zustand (57%), das Angebot (51 %), Abstellmöglichkeiten (48 %) und die Sicherheit (41 %) der Radwege.
Deutlich mehr als die Hälfte der Frankfurter:innen auch mit ÖPNV zufrieden
Trotz der technischen und der Personalprobleme der letzten Jahre im ÖPNV zeigen sich auch 68% der Frankfurter:innen, mit dem städtischen Liniennetz und 57 % mit den Taktzeiten sehr oder eher zufrieden.
Und auch wenn unter allen Verkehrsteilnehmenden die Autofahrer:innen der Frankfurter Verkehrsinfrastruktur am kritischsten gegenüber stehen, sind – mit 36 % – 2 % mehr Menschen mit dem Straßenzustand in Frankfurt zufrieden als noch 2024.
Nachhaltiger MIV bleibt relevant
Die Daten zeigen: Auch der motorisierte Individualverkehr entwickelt sich weiter. Das Interesse an Elektroautos ist mit 16 % die höchste unter den neuen Mobilitätsoptionen. Das belegt, dass die Verkehrswende in Frankfurt nicht gegen, sondern auch mit dem Auto gestaltet wird – in Zukunft noch verstärkt durch den Ausbau der E-Ladeinfrastruktur, Carsharing und Park+Ride.
Wir nähern uns einer Balance der Verkehrsarten. Unsere Mobilitätspolitik wirkt und bietet eine echte Wahlfreiheit für alle Bürgerinnen und Bürger. Die Mobilität in Frankfurt entwickelt sich in Richtung eines differenzierten, resilienten, multimodalen Systems. Die Mobilitätswende ist kein Verdrängungsprozess, sondern ein Ausbau von Optionen – ökologisch, sozial und funktional.
Euer Wolfgang
Hier geht es zur Umfrage „Leben in Frankfurt 2025“
Mehr Design als Sein, mehr Schein als Substanz
Das neue Corporate Design der Landesregierung war noch einmal Thema in der letzten Sitzung des April-Plenums. In der Debatte haben wir daran erinnert, wie die Neuerung im März präsentiert wurde. In der Plenarsitzung vor wenigen Wochen hatten CDU und SPD einen Haushalt beschlossen, der massiv bei der Bildung unserer Schüler*innen und unseren Hochschulen kürzt. Nur drei Tage später dann der Paukenschlag: Hessen bekommt ein neues Corporate Design. Und nicht etwa wird das Logo im Hintergrund angepasst – nein, Boris Rhein und Kaweh Mansoori holen das ganz große Besteck raus. Das ‚Design-Kabinett‘ tagt und dazu wird noch eine Modenschau aus dem Boden gestampft, auf der Models Sweatshirts und Jogginghosen mit dem Hessen-Schriftzug tragen.
Das ganze Projekt hat die Steuerzahler*innen bis jetzt rund 800.000 Euro gekostet. Und dann ist das Logo mit der Renaissance des Löwen von 1919 noch nicht mal gut. Trotzdem müssen jetzt sämtliche Websites, Autobahnschilder, Briefköpfe und Visitenkarten ausgetauscht werden, aber das Hoheitszeichen auf der Flagge bleibt; die Landesregierung hat also dem Wappen, was uns alle eint, ein doch sehr unterschiedliches Logo danebengestellt – ohne Not und für sehr viel Geld.
Wie hat der Chef der Staatskanzlei, Benedikt Kuhn, selbst gesagt: Das neue Corporate Design sei ein Schwerpunkt dieser Landesregierung. Eine Landesregierung, die das Selbstdesign zum Schwerpunkt ihrer Politik erklärt, das ist eitel und abgehoben. Mehr Design als Sein, mehr Schein als Substanz – nach diesem traurigen Motto setzt die Landesregierung ihre Prioritäten, während die Menschen in Hessen bezahlbare Wohnungen, gute Bildung und Lebensqualität vor Ort wollen. Diese Landesregierung muss sich endlich um die echten Probleme der Menschen in unserem Land kümmern, anstatt ihren Außenauftritt zu priorisieren.
Mehr zum Thema findet Ihr hier.
Kürzungen bei Medienbildung, Bildungsgerechtigkeit und Lehrkräfteausbildung: Bildungspolitik im Rückwärtsgang – schwarz-rote Querelen gehen weiter
Europawochen Hessen – Europa gelingt nur gemeinsam.
Europa steht unter Druck – politisch, wirtschaftlich und sicherheitspolitisch. Die Antwort darauf kann nur eins sein: mehr Zusammenarbeit, nicht weniger. Angesichts geopolitischer Spannungen und wachsender Unsicherheiten braucht es ein starkes, handlungsfähiges Europa. Europas Stärke entsteht nicht durch nationale Alleingänge, sondern durch partnerschaftliches Handeln. Deshalb ist auch der Austausch mit unseren Partnerregionen genauso wichtig, wie Austauschprogramme für junge Menschen. Die Europawochen 2026 sind mehr als ein Rückblick. Sie sind ein klarer politischer Auftrag: Europa muss jeden Tag neu gedacht, gestaltet und verteidigt werden – gemeinsam.
Ein Jahr Schwarz-Rot: Außenpolitik im Blindflug
Liebe Freund*innen,
ein Jahr schwarz-rote Bundesregierung liegt hinter uns und mit Blick auf die Außenpolitik fällt die Bilanz ernüchternd aus: Die Bundesregierung treibt die deutsche Außenpolitik zunehmend in die Bedeutungslosigkeit. Sie handelt zu spät, zu zögerlich und unkoordiniert. Statt den Krisen unserer Zeit politisch wirksam zu begegnen, läuft sie ihnen hinterher. Dazu habe ich auch mit dem Deutschlandfunk gesprochen. Den Beitrag könnt ihr hier nachhören.
Außenminister Wadephul ist nicht willens, eigene diplomatische Initiativen und Akzente für Frieden und Krisenprävention zu setzen. Besonders kritisch ist zudem der Rückzug aus der humanitären Verantwortung. Kürzungen bei der humanitären Hilfe und zivilen Krisenprävention sowie das Aussetzen von Aufnahmeprogrammen sind ein fatales Signal in einer Zeit, in der weltweit so viele Menschen auf Unterstützung angewiesen sind wie selten zuvor.
Zudem ist der Nationale Sicherheitsrat der Bundesregierung eine außen- und sicherheitspolitische Nullnummer. Dieser sollte strategische Vorausschau leisten, tagte aber erst sieben Wochen nach Kriegsbeginn im Iran zu den Auswirkungen auf unsere Energiesicherheit. Den Artikel bei T-Online dazu könnt ihr hier nachlesen.
Für mich ist klar: Deutschland braucht eine Außenpolitik mit Haltung, Verlässlichkeit und strategischem Kompass. Eine Politik, die das Völkerrecht konsequent verteidigt, internationale Partnerschaften stärkt und Verantwortung übernimmt.
Dafür werden wir im Bundestag weiter Druck machen.
Herzliche Grüße Eure Debbie
Reise in Nahen Osten // Narges Mohammadi // Die politische Lage im Iran // 40 Jahre Tschernobyl
Eindrücke meiner Reise in den Nahen Osten
Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate sind ein zentraler Akteur für die Friedensordnung am Golf. Die Angriffe des Iran auf ihre Territorien sind völlig inakzeptabel. Unsere gemeinsamen Interessen sind klar: dass der Krieg schnell endet, die Energiepreise runter gehen, die internationale Schifffahrt frei bleibt – und Frieden in der gesamten Region. Europa reagiert nur, statt eigene Initiativen zu ergreifen. Es braucht eine aktivere Außenpolitik – nicht nur, aber gerade auch im Nahen und Mittleren Osten.
In meinen Gesprächen wurde deutlich: Die Golfstaaten wollen wie wir ein schnelles Ende des Irankrieges. Deutlich wurde auch: Das Verhältnis der Golfstaaten zu ihrem Nachbarn Iran wird nicht mehr so sein wie vor dem Krieg. Die Emirate suchen neue Partner. Bei allen Differenzen, die wir haben, gibt es gemeinsame Interessen mit Europa. Ich danke meinen Gesprächspartnern aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft für Ihre Gastfreundschaft und den guten Austausch. Mit der taz habe ich über meine Eindrücke vor Ort gesprochen.
Wir Europäer waren in den letzten Wochen am Golf zu wenig präsent. Immer nur auf das Handeln der USA zu reagieren ist zu wenig. Dabei gibt es Möglichkeiten, wie sich Europa einbringen und als eigenständiger Akteur auftreten kann. Meine Einschätzung dazu könnt ihr euch im Interview mit dem Deutschlandfunk anhören.
Narges Mohammadi: Ich fordere klare Worte der Bundesregierung
Jeden Tag Hinrichtungen, politische Gefangene ohne medizinische Versorgung, abgeschaltetes Internet, damit niemand hinsehen kann. Das ist die Realität im Iran. Während wir auf die Straße von Hormos schauen und über die Weltenergieknappheit sprechen, darf eines nicht in den Hintergrund geraten: das Schicksal der Menschen vor Ort im Iran.
Schon seit ihrer ungerechtfertigten Inhaftierung im Dezember 2025 leidet Narges Mohammadi, Friedensnobelpreisträgerin und Menschenrechtsverteidigerin, unter schweren gesundheitlichen Beschwerden. Ihr Zustand hat sich nun erneut verschlechtert. Im März erlitt sie im Gefängnis von Zanjan einen Herzinfarkt. Die Schergen des iranischen Regimes verweigern ihr lebensnotwendige Medikamente, eine notwendige medizinische Behandlung findet bisher nicht statt.
Mohammadi und alle anderen politischen Gefangenen müssen freigelassen werden. Die Hinrichtungen müssen aufhören. Die Bundesregierung muss endlich klare Worte finden, statt weiter zu schweigen. Schaut euch dazu gern das Video auf meinem Instagram Kanal an.
Die aktuelle politische Lage im Iran
Reza Pahlavi ist eine der wichtigsten Stimmen der Opposition. Bei aller Kontroverse über ihn sollte der Fokus auf die Situation der Menschen im Iran gerichtet sein, die unter Krieg und dem Terrorregime leiden. Entscheidend ist, dass die Menschen dort selbst über ihre Zukunft entscheiden können. Das Regime im Iran hat die Zivilgesellschaft Jahrzehnte lang stranguliert und jede Opposition systematisch unterdrückt. Europa hat viel zu lange und viel zu oft geschwiegen. Darüber habe ich im ARD Morgenmagazin gesprochen.
40 Jahre Katastrophe von Tschernobyl
Am 26. April 1986 ereignete sich in Tschernobyl die schlimmste Nuklearkatastrophe Europas, die bis heute ganze Landstriche verseucht. Auch 40 Jahre nach Tschernobyl gibt es immer wieder Diskussionen um Atomkraft. Dabei werden einige Fragen nicht beantwortet: Was passiert mit dem Atommüll? Wie teuer wird es wirklich? Wo sollen die Brennelemente herkommen?
Dieser Jahrestag erinnert uns einmal mehr auch daran, wie wichtig es ist, Abhängigkeiten von autoritären Regimen zu reduzieren. Zurzeit gibt es nicht genügend Brennelemente auf dem Weltmarkt, wenn sich Deutschland nicht wieder von Russland abhängig machen will. Klar ist: Die Zukunft der Energie muss sicher, bezahlbar und nachhaltig sein, mit erneuerbaren Energien.
Die nächsten Stadtteilgruppentreffen
Wir haben 16 Stadtteilgruppen, die eigenständig organisiert sind und maßgeblich beim Wahlkampf durch Organisation von Ständen und Haustürwahlkampf unterstützen. Lernt Grüne in euren Stadtteilen kennen und seht, wie ihr euch engagieren könnt:
STG 1: TBA
STG 2: 13.05., 19:30 Uhr, Restaurant Lilium, Leipziger Str. 4, separater Raum im Untergeschoß
STG 3: 12.05., 19:00 Uhr, Strandcafé in der Koselstraße
STG 4: TBA
STG 5: 11.05., 19:30 Uhr, Haus der Jugend, Deutschherrnufer 12, 60594 Frankfurt, im Raum E11
STG 6: TBA
STG 7: TBA
STG 8: TBA
STG 9: 08.06., 19:30 Uhr, Treffpunkt wird bekannt gegeben
STG 10: 15.05., 19 Uhr, Saalbau Ronneburg, Gelnhäuser Straße 2
STG 11: TBA
STG 12: TBA
STG 13: 12.05., Treffpunkt und Uhrzeit werden noch bekannt gegeben
STG 14: TBA
STG 15: TBA
STG 16: TBA