Grüne Woche - KW 23/2026
Liebe Freund*innen!
Vergangene Woche war ich auf einer Geburtstagsfeier in der „Heimat“. Dies ist ein kleines Restaurant zwischen Paulskirche und Goethehaus. Der 1956 erbaute Pavillon war schon Kiosk, Eisdiele und Jazzkneipe, und eben jetzt ein Restaurant.
Es war ein schöner Abend mit leckerem Essen und guten Gesprächen.
Aber Heimat ist ja noch viel mehr als dieses Restaurant in einem modernisierten 50er-Jahre Bau. Laut der Bundeszentrale für politische Bildung beschreibt „Heimat“ den Ort oder Raum, an dem man sich zu Hause fühlt, aufgewachsen ist oder eine tiefe emotionale Verbundenheit empfindet. Es ist dabei ein vielschichtiges Konzept, das neben der reinen Geografie auch soziale Bindungen, Kultur und Identität umfasst.
Heimat muss dabei nicht zwingend der Geburtsort sein. Viele Menschen empfinden eine Stadt als Heimat, weil sie dort Beziehungen aufgebaut, Erfahrungen gesammelt und ein Gefühl der Zugehörigkeit entwickelt haben. So kann Heimat sowohl ein Ort als auch ein Gefühl sein.
Frankfurt ist heute Heimat für etwa 780.000 Menschen aus 180 Ländern. Einige sind hier geboren, viele kamen für die Ausbildung oder das Studium, andere – wie ich – zogen aus beruflichen Gründen her und sind geblieben. Einige haben sich freiwillig für Frankfurt entschieden, einigen wurde dieser Ort zugeteilt. Und jede*r Einzelne brachte dabei etwas mit. Manchen Menschen fällt es leichter, sich eine neue Heimat zu schaffen, andere brauchen etwas länger. Dabei helfen natürlich Sprache, die Einbindung in Schule, Beruf oder Verein und eine heterogene Nachbarschaft. Dann wird auch die Frage „Wo kommst du her?“ schnell zu einem „Schön, dass du da bist“.
Habt ein schönes Wochenende!
Eure Daniela
Schatzmeisterin im Kreisvorstand
Die Themen:
Wahlkampfurlaub in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern

In den kommenden Monaten stehen die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt (6. September 2026) und Mecklenburg-Vorpommern (20. September 2026) an. Beide Wahlkämpfe sind enorm wichtig – nicht nur, um erneut bzw. weiterhin in die Landtage einzuziehen, sondern auch, um dem Erstarken rechter Kräfte etwas entgegenzusetzen.
Die Landesverbände sind deutlich kleiner als unser Kreisverband und müssen gleichzeitig große Flächen abdecken. Deshalb freuen sich die Freund*innen vor Ort sehr über Unterstützung – egal ob finanziell, digital oder direkt im Wahlkampf vor Ort. Wir als Kreisverband Frankfurt werden konkret die beiden Kreisverbände in Magdeburg und Rostock unterstützen. In den nächsten Wochen stellen wir Euch hier in der Grünen Woche immer mal wieder konkret vor, welche Möglichkeiten der Unterstützung wir uns miteinander überlegt haben. Los gehts heut mit Urlaub!
Wahlkampfurlaub in Magdeburg oder Rostock:
Magdeburg:
Vom 3.–5. Juli möchten wir gemeinsam nach Magdeburg fahren. Die genauen Zeiten sowie die Zugverbindungen stellen wir aktuell noch zusammen. Falls ihr Interesse habt zu unterstützen, meldet euch bitte bis zum 14. Juni unter kreisverband@gruene-frankfurt.de, damit wir wegen der Bettenbörse und der Zugverbindungen besser planen können. Vor Ort werden wir in Absprache mit dem Kreisverband dort unterstützen, wo Hilfe gebraucht wird – beispielsweise beim Haustürwahlkampf oder an Infoständen. Wir stehen hierzu bereits im Austausch mit dem Kreisverband Magdeburg. Ansprechpartnerin ist Kathi.
Weitere Termine, bei denen sich unsere Magdeburger Freund*innen über Unterstützung freuen, die für ihr die Anreise selbst organisieren müsstet:
- 6. Juni ab 10 Uhr: Plakataktion (anschließend gemeinsames Essen).
- 20. Juni: Zukunftsfestival (Wahlkampfauftakt) – Unterstützung beim Plakate aufhängen sowie vor Ort beim Festival.
- 22. August: CSD Magdeburg
Rostock:
Wir planen, vom 28.–30. August gemeinsam nach Rostock zu fahren. Die genauen Zeiten sowie die Zugverbindungen stellen wir aktuell noch zusammen. Falls ihr Interesse habt zu unterstützen, meldet euch bitte bis zum 26. Juli unter kreisverband@gruene-frankfurt.de, damit wir wegen der Bettenbörse und der Zugverbindungen besser planen können. Vor Ort werden wir in Absprache mit dem Kreisverband dort unterstützen, wo Hilfe gebraucht wird – beispielsweise beim Haustürwahlkampf oder an Infoständen. Wir stehen hierzu bereits im Austausch mit dem Kreisverband Rostock. Ansprechpartnerin ist Desislava.
Der Jugendkongress wird fortgesetzt
Wir müssen die Anliegen junger Menschen ernst nehmen und ihnen zuhören. Diese Erkenntnis haben wir aus dem ersten Jugend- und Demokratiekongress im vergangenen August bezogen. Deshalb folgt nun die Fortsetzung. Das Treffen am Dienstag, 9. Juni, 17 Uhr, im stadtRAUM Frankfurt, Mainzer Landstraße 293, steht unter dem Motto „Soziale Medien – Gefahr für unsere Demokratie?“ Alle jungen Menschen, Institutionen oder solche, die sich für das Thema interessieren, sind herzlich eingeladen. Dabei sollen Themen vertieft werden, die beim ersten Kongress im Mittelpunkt standen: Welche Chancen und Risiken bergen Soziale Medien für die Demokratie. Kiril Denisov (Bildungsstätte Anne Frank) wird in der Keynote über „Digitales leugnen, relativieren und erinnern. Wie der Holocaust auf Social Media verhandelt wird" reden. Daran schließen sich zwei Workshops an. Organisiert wird das Treffen von der Stabsstelle Antidiskriminierung in meinem Dezernat. Interessierte können sich bis zum 8. Juni 2026 unter anmeldung.stabsstelle.antidiskriminierung@stadt-frankfurt.de anmelden. Meine Pressemitteilung zum Thema findet Ihr hier.
Wir brauchen weniger Ankündigung, dafür mehr Ermöglichung
Liebe Freund:innen,
es war mein persönliches Triple als Frankfurter Stadtkämmerer: Am Dienstag durfte ich zum dritten Mal in Folge Teilnehmer, Gastgeber und Eröffnungsredner beim 6. Hessischen Kämmerertag sein. Dabei habe ich die rund 150 Teilnehmenden im Kaisersaal mit der Forderung an die Bundesregierung nach einem neuen politischen Grundsatz begrüßt: Wir brauchen weniger Ankündigung, dafür mehr Ermöglichung. Und weniger Aufgabenverschiebung nach unten, mehr Vertrauen und auskömmliche Finanzierung. Denn eine resiliente Demokratie braucht starke Kommunen – und starke Kommunen brauchen politische Partner, keine Auftraggeber ohne Kassenlage.
Die Kommunen sind nicht das Problem, sie sind Teil der Lösung: Wir organisieren den Alltag der Menschen. Wir schaffen die soziale, wirtschaftliche und kulturelle Infrastruktur, die dieses Land trägt. Und wir übernehmen Verantwortung – Tag für Tag. Doch nachdem von der Bundesregierung der Herbst der Reformen vollmundig angekündigt wurde, sind inzwischen der Winter und der Frühling vorbei. Wir Kommunen erwarten jetzt den Sommer der Umsetzung – mit echter Konnexität, verlässlicher Finanzierung und Respekt vor der kommunalen Realität.
Die kommunale Handlungsfähigkeit ist mir ein wichtiges Anliegen. Denn sie ist keine Nebensache. Sie ist eine Voraussetzung dafür, dass dieses Land funktioniert. Wer gesellschaftlichen Zusammenhalt will, wer Vertrauen in Demokratie stärken will, der muss die Ebene stärken, die den Menschen am nächsten ist: die Kommunen. Denn am Ende wird Politik nicht im Bundesgesetzblatt erlebt – sondern im Rathaus, in der Kita, im Bürgeramt, auf der Straße, im Bus, im Park, in der Schule und im Krankenhaus.
Mehr Infos in meiner Pressemitteilung.
Euer Bastian
Halbzeitbilanz der Landesregierung: Schwarz-Rot hat nicht geliefert
Die Halbzeit der Wahlperiode ist erreicht. Die Ankündigungen von Schwarz-Rot waren vollmundig. Die Ergebnisse sind mau. Im Fußball würde es nach so einer Halbzeit ein großes Donnerwetter in der Kabine geben und einige Spieler*innen würden ausgewechselt. Bei Schwarz-Rot redet der Trainer die Lage lieber schön. Für Boris Rhein ist Schein wichtiger als Sein.
Die Koalition wollte die großen Probleme im Alltag der Menschen angehen. Stattdessen herrscht in allen wesentlichen Fragen Stillstand oder es wurde sogar der Rückwärtsgang eingelegt. Besonders fatal sind die drastischen Kürzungen an unseren Schulen und Hochschulen. Hier setzt Schwarz-Rot die Zukunft unseres Landes auf Spiel. Gleichzeitig wird für die Aufblähung der Landesregierung oder für ein neues Logo das Geld mit vollen Händen ausgegeben. 300 Stellen weniger für den Sozialindex an unseren Schulen, aber über 200 Stellen mehr in den Ministerien – das zeigt die falsche Schwerpunktsetzung von Schwarz-Rot.
Wir fragen uns: Wann will Schwarz-Rot eigentlich endlich mit dem Regieren anfangen? Die Regierung hat bislang nicht geliefert. Die erste Halbzeit waren verlorene Jahre für Hessen. Überdeutlich ist: Es fehlt der Gestaltungswille. Es fehlen GRÜNE in der Regierung. Und auch der Umgang der Koalitionspartner miteinander zeigt: Der Lack ist ab. Die CDU hat sich zu Beginn der Wahlperiode für einen willfährigen Koalitionspartner entschieden. Sie zahlt jetzt den Preis dafür in Form von unprofessionellem und schlechten Regieren. Schwarz-Rot ist an dem eigenen, zentralen Versprechen gründlich gescheitert: Die Alltagsprobleme der Menschen sind größer und nicht kleiner geworden. Das betrifft beispielsweise die Themen Kinderbetreuung, Bildung, öffentlicher Nahverkehr, bezahlbares Wohnen sowie Natur-, Umwelt- und Klimaschutz.
Mit unserer Bilanz zeigen wir die Schwächen der Regierung auf. Und wir stellen dem unsere klaren Alternativen gegenüber. Wir setzen unsere Schwerpunkte bei den Themen, die den Menschen besonders unter den Nägeln brennen: Das sind gute Bildung in Kita, Schule, Ausbildung und Hochschule, verlässliche Mobilität für alle Verkehrsteilnehmenden, bezahlbares Wohnen auch im Ballungsraum sowie wirksamer Klimaschutz für eine lebenswerte Umwelt. Zu diesen und allen weiteren Themen der Landespolitik haben wir GRÜNE in den vergangenen Jahren Alternativen formuliert. Mit unserer Bilanz zeigen wir konkret, wie es besser gehen könnte.
Unsere ausführliche Bilanz mit unseren Alternativ-Vorschlägen findet Ihr hier und mehr zum Thema findet Ihr hier.
China-Veranstaltung am 16.6. // Iran // Pride Month
Uni-Veranstaltung am 16.6.: Recht und Macht in der internationalen Ordnung: Chinas Griff nach der Vergangenheit - und nach der Zukunft
Buchvorstellung und Podiumsdiskussion mit:
- Dr. Volker Stanzel (Stiftung Wissenschaft und Politik, ehem. Botschafter der BR Deutschland in der VR China und Japan)
- MdB Omid Nouripour (Vizepräsident des Deutschen Bundestages, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss und Berichterstatter der Grünen Bundestagsfraktion für China)
- Prof. Dr. Björn Alpermann (Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Contemporary Chinese Studies)
- Prof. Dr. Iwo Amelung (Goethe-Universität Frankfurt am Main, Sinologie)
Zeit: Dienstag, den 16. Juni 2026, um 18:15 Uhr Ort: Campus Westend, Casino, Nina-Rubinstein-Weg 1, 60323 Frankfurt am Main, Raum Cas 1.801 (Renate-von-Metzler-Saal)
Iran, Deutschland und die EU
Deutschland und die EU behandeln den Konflikt mit dem Iran zu sehr als Distanzproblem und verlieren so Einfluss. Während Teheran Handelsrouten bedroht und innen wie außen eskaliert, bleibt Europa meist in der Zuschauerrolle. Weiter abzuwarten, statt diplomatische, wirtschaftliche und sicherheitspolitische Hebel konsequent zu nutzen, kann eine dauerhafte europäische Krise mit Folgen für Energie, Handel und Sicherheit riskieren. Nach der Einstufung der Revolutionsgarden als Terrororganisation braucht es nun ein Betätigungsverbot. Dazu müssen Vermögenswerte & Finanzmittel von Regime-Schergen eingefroren werden. Die Aufmerksamkeit muss stärker auf die katastrophale Lage der Menschen im Iran gelenkt werden. Den ganzen Gastbeitrag könnt ihr bei WELT lesen.
Der Pride Month hat begonnen
Ein Monat der Sichtbarkeit und der Solidarität. Wir feiern die Vielfalt der LGBTIQ*-Community, hören ihre Geschichten und stehen an der Seite all jener, die noch immer Ausgrenzung, Diskriminierung und Gewalt erfahren. Unsere Demokratie lebt von Freiheit und Vielfalt. Pride ist mehr als ein Fest: Pride ist das gesellschaftliche und politische Eintreten für Grundrechte, für Akzeptanz und für eine offene Gesellschaft. Dafür, dass jeder Mensch frei, sichtbar und ohne Angst leben und lieben kann. Pride ist Haltung und
Versprechen - auf der Straße, auf der Arbeit, im Parlament. Liebt, wen ihr wollt. Seid, wer ihr seid. Liebe ist ein Menschenrecht.
Die nächsten Stadtteilgruppentreffen
Wir haben 16 Stadtteilgruppen, die eigenständig organisiert sind und maßgeblich beim Wahlkampf durch Organisation von Ständen und Haustürwahlkampf unterstützen. Lernt Grüne in euren Stadtteilen kennen und seht, wie ihr euch engagieren könnt:
STG 1: 25.06., 19 Uhr, Treffpunkt wird noch bekannt gegeben
STG 2: 11.06., 19:30 Uhr, Restaurant Lilium, Leipziger Str. 4, separater Raum im Untergeschoß
STG 3: 09.06., 19 Uhr, Treffpunkt wird noch bekannt gegeben
STG 4: 23.06., 20 Uhr, Dr. Arthur Pfungst-Stiftung, Waldschmidtstraße 39
STG 5: 08.06., 19:30 Uhr, Cave de Neufville Weinkeller, im Garten, De-Neufville-Straße 40 (Gastvortrag Malte Nordmann zum Thema „Hitze am Beispiel Frankfurt“)
STG 6: TBA
STG 7: TBA
STG 8: TBA
STG 9: 08.06., 18 Uhr, Treffpunkt Endhaltestelle U1/Strab16 in Ginnheim (1,5h Rundgang, dann Diskussion in der Platenstr. 80, ab 20:15 Uhr Wahl Schatzmeister*in)
STG 10: 19.06., 19 Uhr, Saalbau Ronneburg, Gelnhäuser Straße 2
STG 11: TBA
STG 12: 06.07., 19 Uhr, Treffpunkt wird noch bekannt gegeben
STG 13: TBA
STG 14: TBA
STG 15: TBA
STG 16: TBA