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Grüne Woche - KW 26/2026

Die Gruene Woche

Liebe Freund*innen,

hinter uns liegt eine intensive und emotionale Kreismitgliederversammlung. Mit großer Mehrheit haben wir unser Team für den neuen Magistrat nominiert und damit wichtige Weichen für die kommenden Jahre gestellt.

Zunächst möchten wir uns bei allen bedanken, die an diesem Abend dabei waren: für die engagierten Redebeiträge, die überwiegend respektvolle Debatte und die Bereitschaft, Verantwortung für unsere gemeinsame Partei zu übernehmen. Personalentscheidungen gehören zu den schwierigsten Entscheidungen, die eine politische Partei treffen muss. Sie berühren nicht nur politische Strategien und fachliche Zuständigkeiten, sondern immer auch Lebenswege, Hoffnungen, Beziehungen und persönliche Geschichten.

Deshalb war es uns wichtig, dass der Vorschlag für die Magistratsbesetzung auf einer breiten demokratischen Grundlage erarbeitet wurde. Die deutliche Zustimmung der Kreismitgliederversammlung gibt unserem Team für die kommenden Jahre nun eine starke Legitimation und Rückendeckung.

Gleichzeitig war dieser Abend auch ein Moment des Dankes.

Dr. Nargess Eskandari-Grünberg hat Frankfurt über Jahrzehnte geprägt wie nur wenige andere Kommunalpolitiker*innen. Sie hat sich mit großer Leidenschaft für Vielfalt, gesellschaftlichen Zusammenhalt, Integration und den Kampf gegen Diskriminierung eingesetzt. Als Dezernentin und Bürgermeisterin hat sie dem Thema Teilhabe in Frankfurt ein Gesicht gegeben und wichtige Fortschritte für eine offene und vielfältige Stadtgesellschaft erreicht. Für diesen außergewöhnlichen Einsatz und ihre Verdienste um unsere Stadt sind wir ihr zu großem Dank verpflichtet.

Auch Dr. Bastian Bergerhoff hat Frankfurt nachhaltig geprägt. Als Kämmerer hat er finanzpolitische Verantwortung mit dem Mut verbunden, Zukunftsinvestitionen zu ermöglichen. Ob bei der Haushaltskonsolidierung, der Modernisierung der Verwaltung oder der Finanzierung wichtiger Infrastrukturprojekte – sein Einsatz war stets von großer Fachlichkeit, Verlässlichkeit und dem Anspruch getragen, Frankfurt zukunftsfähig aufzustellen. Der gesamte Kreisverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN schuldet Bastian tiefste Anerkennung und Dankbarkeit für seine Leistungen, seine Verbundenheit mit Stadt und Partei und für seinen Weitblick. Er hat uns über ein Jahrzehnt lang geprägt.

Und doch lebt Politik von Veränderung. Sie lebt davon, dass Menschen Verantwortung übernehmen, Verantwortung weitergeben und neue Aufgaben entstehen. Deshalb richtet sich unser Blick nun auch nach vorne.

Mit Elke Voitl, Tina Zapf-Rodríguez und Wolfgang Siefert schicken wir ein erfahrenes und starkes Team in die kommende Magistratsperiode.

Elke Voitl wird ihre erfolgreiche Arbeit in den Bereichen Soziales und Gesundheit fortsetzen. Gerade in Zeiten wachsender sozialer Herausforderungen braucht Frankfurt eine Politik, die Menschen zusammenhält, Teilhabe stärkt und dafür sorgt, dass niemand zurückgelassen wird. Die soziale Frage entscheidet sich heute in den Quartieren – beim Zugang zu Gesundheitsversorgung, bei der Unterstützung von Familien, bei Hilfen für ältere Menschen und bei der Bekämpfung von Wohnungslosigkeit. Mit ihrer Erfahrung und ihrem klaren Kompass für soziale Gerechtigkeit wird Elke Voitl daran arbeiten, dass Frankfurt auch künftig eine Stadt bleibt, in der Solidarität gelebte Wirklichkeit ist.

Tina Zapf-Rodríguez wird ihre Arbeit in den Bereichen für Klima, Umwelt und Frauen fortführen. Gleichzeitig wird sie die Bereiche Diversität und Antidiskriminierung weiter stärken und mit Nachdruck voranbringen. Gerade in einer vielfältigen Stadt wie Frankfurt bleibt es unsere Aufgabe, gleiche Chancen und gesellschaftliche Teilhabe für alle Menschen zu ermöglichen. Hinzu kommt ein weiterer wichtiger Schritt: Erstmals werden das Frankfurt Immigration Office und das Welcome & Information Center unter einem gemeinsamen grünen Dach zusammengeführt. Damit schaffen wir die Voraussetzungen für eine moderne, serviceorientierte Einwanderungsverwaltung und machen aus unserem Anspruch auf Willkommenskultur ein Stück mehr gelebte Realität.

Mit Wolfgang Siefert übernehmen die GRÜNEN zugleich die Verantwortung für Bauen und Immobilien. Das Amt für Bau und Immobilien gehört seit Jahren zu den größten organisatorischen Herausforderungen der Stadtverwaltung. Die kommenden zwei Jahre werden genutzt, um Strukturen zu modernisieren, Prozesse neu aufzustellen und das Dezernat zukunftsfähig auszurichten. Ab 2028 wird Wolfgang Siefert zusätzlich Verantwortung für Bildung oder Kultur übernehmen. Die jetzt geschaffene Übergangsphase ermöglicht es, das Amt für Bau und Immobilien zunächst grundlegend zu stärken und damit die Basis für erfolgreiche Projekte in den kommenden Jahren zu legen.

Die kommenden Jahre werden anspruchsvoll. Aber wir sind überzeugt: Frankfurt braucht gerade jetzt eine Politik, die nach vorne schaut, die Lösungen entwickelt und die den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Mit unserem neuen Magistratsteam haben wir dafür eine starke Grundlage geschaffen.

Wir freuen uns darauf, diesen Weg gemeinsam mit Euch zu gehen.

Eure Tara

Die Themen:

Deine Stimme zählt – jetzt an der Urabstimmung teilnehmen!

Liebe Freund*innen,

der Countdown läuft: Die Urabstimmung zur Satzungsreform läuft nur noch bis zum 30. Juni. Falls Du Deine Stimme noch nicht abgegeben hast, wird es jetzt Zeit!

In Deinem E-Mail-Postfach findest Du eine Nachricht von POLYAS (Betreff: „Deine Zugangsdaten“) mit dem Link und Deinen persönlichen Zugangsdaten zur Online-Abstimmung.

Vielleicht hast Du in den letzten Wochen von Webinaren, Readern und Argumentationspapieren gehört und gedacht: „Satzung – das ist doch eher etwas für Menschen, die sich intensiv mit Parteistrukturen beschäftigen.“ Doch genau das Gegenteil ist der Fall.

Als Bündnisgrüne sind wir eine basisdemokratische Partei. Unsere Partei lebt davon, dass möglichst viele Mitglieder mitreden, mitentscheiden und Verantwortung übernehmen. Die Satzung legt fest, wie wir zusammenarbeiten, wie Entscheidungen getroffen werden und wie wir unsere Partei für die Zukunft aufstellen. Deshalb geht es bei dieser Abstimmung nicht um juristische Details, sondern um die Frage, wie wir als Partei in den kommenden Jahren organisiert sein wollen.

Gerade weil wir in den vergangenen Jahren stark gewachsen sind, müssen wir unsere Strukturen weiterentwickeln. Dafür brauchen wir die Perspektiven und Stimmen unserer Mitglieder. Mit Deiner Teilnahme gestaltest Du aktiv mit, wie BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN künftig auf organisatorischer Ebene arbeiten und Entscheidungen treffen werden.

Du musst dafür keine Expertin oder kein Experte für Satzungsfragen sein. Bei vielen Vorschlägen reicht ein kurzer Blick darauf, in welche Richtung sich unsere Partei entwickeln soll. Wenn Du Dich näher informieren möchtest, findest Du im Pro- & Kontra-Reader verständliche Zusammenfassungen der wichtigsten Argumente. Im Wissenswerk sind außerdem alle Stellungnahmen im Original veröffentlicht.

Unsere Partei lebt von Mitbestimmung und Beteiligung. Jede Stimme trägt dazu bei, die Strukturen und die Ausrichtung von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für die kommenden Jahre mitzugestalten. Nutze deshalb Dein Stimmrecht und beteilige Dich an der Urabstimmung.

Hier findest Du außerdem ein persönliches Video von Franziska Brantner, das erklärt, warum diese Urabstimmung so wichtig ist:

„Wie du als Neumitglied profitierst – Franziska Brantner erklärt die Urabstimmung 2026“

Vielen Dank für Deine Beteiligung!

Gleichberechtigung muss jeden Tag erkämpft werden

Gleichberechtigung muss jeden Tag erkämpft werden

Liebe Freund:innen,

In der vergangenen Woche standen Frauenrechte, Gewaltschutz und Gleichstellungspolitik im Mittelpunkt meiner Termine.

Beim Dyke*March Frankfurt bin ich gemeinsam mit vielen Engagierten für die Sichtbarkeit und Gleichberechtigung von lesbischen Frauen und queeren Menschen auf die Straße gegangen. Der Dyke*March erinnert daran, dass lesbische Perspektiven und Lebensrealitäten auch heute noch häufig übersehen werden – in der Gesellschaft, in Institutionen und oft auch in der Geschichtsschreibung. Sichtbarkeit bedeutet dabei mehr als Präsenz im öffentlichen Raum: Es geht darum, Erfahrungen anzuerkennen, Geschichten zu erzählen und die Vielfalt lesbischen Lebens mitzudenken. Gerade angesichts zunehmender antifeministischer und queerfeindlicher Tendenzen bleibt dies eine wichtige gesellschaftliche und politische Aufgabe.

Bei der Veranstaltung der Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen zur Umsetzung der Istanbul-Konvention kamen Gleichstellungsbeauftragte und weitere Fachakteur:innen aus Kommunen aus ganz Deutschland zusammen. Im Austausch wurde erneut deutlich, dass sich die Wirksamkeit der Istanbul-Konvention vor allem vor Ort entscheidet: in Frauenhäusern, Beratungsstellen, Verwaltungen, Jugendämtern, Gesundheitsdiensten sowie in der Zusammenarbeit mit Polizei und Justiz. Damit Frauen wirksam vor Gewalt geschützt werden können, braucht es verlässliche Strukturen, ausreichend Ressourcen und einen klaren politischen Willen auf allen Ebenen.

Der Fachtag Migrantinnen widmete sich in diesem Jahr den Chancen und Herausforderungen von Künstlicher Intelligenz in der Sozialen Arbeit. Gemeinsam mit Expertinnen aus Wissenschaft und Praxis wurde diskutiert, wie digitale Anwendungen den Zugang zu Informationen erleichtern, Sprachbarrieren abbauen und Beratungsangebote ergänzen können. Mein Resümée: Gerade für Frauen in belastenden Lebenssituationen bleiben Vertrauen, persönliche Beratung und menschliche Beziehungen die Grundlage wirksamer Unterstützung. Technologie kann soziale Arbeit nicht ersetzen!

Ein starkes Zeichen internationaler Solidarität setzte die Aktion von Amnesty International vor dem Saudi-Arabischen Konsulat für die Frauenrechtsaktivistin und Fitness-Influencerin Manahel al-Otaibi. Mit einem gemeinsamen Fitness-Workout wurde auf ihr Schicksal aufmerksam gemacht. Die Aktionsform war bewusst gewählt: Sport und Bewegung stehen für Selbstbestimmung und die Freiheit, über den eigenen Körper zu entscheiden. Für Manahel al-Otaibi wurde genau diese Freiheit zum Anlass staatlicher Verfolgung und langjähriger Inhaftierung. Ihr Fall macht deutlich, dass Frauenrechte weltweit weiterhin verteidigt werden müssen und dass internationale Solidarität dabei eine wichtige Rolle spielt.

Besonders gefreut habe ich mich über das 50-jährige Jubiläum von Frauen helfen Frauen e.V. Frankfurt. Seit fünf Jahrzehnten bietet der Verein Schutz, Beratung und Unterstützung für von Gewalt betroffene Frauen. Das Jubiläum war eine Gelegenheit, die beeindruckende Geschichte des Vereins zu würdigen und zugleich daran zu erinnern, dass Frauenhäuser und Fachberatungsstellen ein unverzichtbarer Teil unserer sozialen und demokratischen Infrastruktur sind.

Mein Fazit dieser bewegten Woche: Die vielen Begegnungen in dieser Woche haben gezeigt, wie groß das Engagement für Frauenrechte und Gleichberechtigung ist. Gleichzeitig wurde einmal mehr deutlich, dass Frauenrechte keine Selbstverständlichkeit sind. Sie müssen jeden Tag neu verteidigt und gestärkt werden. In Frankfurt, in Deutschland und weltweit. Dass sich in Frankfurt so viele Menschen für Gleichberechtigung, den Schutz vor Gewalt und eine offene, solidarische Gesellschaft einsetzen, ist eine große Stärke unserer Stadt.

Eure Tina

Danke!

Danke!

Der Beginn einer Wahlperiode ist immer eine Zeit der Neuausrichtung. Mal gewinnen wir Sitze, mal verlieren wir sie – und müssen uns dann von Menschen verabschieden, mit denen wir jahrelang vertrauensvoll zusammengearbeitet haben. So war es jetzt: Wir verlieren 40 Prozent unserer Sitze im Magistrat und müssen zwei von fünf unserer Dezernent*innen abwählen. In der gestrigen Plenarsitzung der Stadtverordnetenversammlung fand die erste Stufe der Abwahl statt. Dimi hat für uns dazu geredet – hier seine Kernpunkte.

Aus den Koalitionsverhandlungen kamen wir mit Zuständigkeiten heraus, die eigentlich vier Dezernate gefüllt hätten, aber auf drei Schultern verteilt werden mussten – darunter Bereiche wie das Bauen, in denen Reformen die volle Aufmerksamkeit der jeweiligen Dezernentin, des Dezernenten brauchen. Wie schneidet man solche Bereiche sinnvoll zu? Wer kann weitermachen, wer muss gehen? Bei uns GRÜNEN werden solche Entscheidungen nicht von Einzelpersonen getroffen, sondern breit erarbeitet. Unsere Kreismitgliederversammlung gab deshalb einem Gremium aus Parteivorstand, Fraktionsvorstand und der GRÜNEN Jugend den Auftrag, innerhalb von zehn Tagen Antworten zu finden.

Der Prozess war alles andere als leicht, gerade weil persönliche Beziehungen und Freundschaften eine Rolle spielten. Externe Expertise half uns, uns von den Personen zu lösen und stattdessen die jeweilige Rolle und das dafür nötige Profil in den Vordergrund zu stellen. Geleitet hat uns dabei die Maxime: erst die Stadt, dann die Partei, dann erst wir als Einzelpersonen.

Ich möchte hier deutlich machen: Unsere Entscheidung sagt nichts darüber aus, wie wir die Leistungen unserer Stadträt*innen bewerten. Es ist keine Entscheidung gegen jemanden, sondern eine für das, was wir für das Beste für unsere Stadt halten. Aber wir hörten dann auch, dass gerade in Zeiten, in denen unsere Demokratie unter Druck steht, wir bei unserer Entscheidung die Prioritäten falsch gesetzt hätten. Jedoch: Ob Demokratie funktioniert, und damit dann auch Vertrauen in sie entsteht, erleben die Menschen am direktesten hier vor Ort – daran, ob die Schule saniert ist, die Straßen sauber sind, die Behörden funktionieren. Auch das hat bei unserer Entscheidung eine Rolle gespielt.

Eine Folge dieser Entscheidung wiegt besonders schwer: Wir wählen damit zwar nicht Diversität ab – das, was aufgebaut wurde, wird weitergeführt und ausgebaut –, aber wir wählen Repräsentanz ab, die in einer Stadt wie Frankfurt eigentlich unabdingbar wäre. Vielen Menschen, gerade in unserer eigenen Partei, nehmen wir damit ein Role Model, einen Anker. Das wiegt schwer. Aber dass marginalisierte Gruppen sichtbar werden und mitreden können, kann nicht allein unsere Aufgabe als GRÜNE sein – das ist eine Aufgabe für uns alle, und ich möchte uns alle dazu aufrufen, uns hier mehr Mühe zu geben.

Zum Schluss möchte ich vier Menschen danken, die heute zur Abwahl stehen und für ihr Amt gebrannt haben: Stephanie Wüst, die sich als junge Frau in der Wirtschaftspolitik Respekt erkämpft hat. Annette Rinn, die sich unbeirrt an unserer Seite für das Suchthilfezentrum eingesetzt hat, trotz starkem Gegenwind. Dr. Nargess Eskandari-Grünberg, die das Thema Diversität wie keine andere in Stadtgesellschaft und Verwaltung verankert hat – mit dem Welcome and Information Center, der Stabsstelle Antidiskriminierung und ihrem Engagement gegen queerfeindliche Gewalt. Und Dr. Bastian Bergerhoff, unser Kämmerer und Fels in der Brandung, der u.a. die Mainova für die Wärmewende finanziell ausgestattet und die Varisano-Kliniken sicherte, der es geschafft hat, dass wir fünf Tage vor der Kommunalwahl einen Haushalt ohne eigene Mehrheit verabschieden konnten – was wohl keinem anderen Kämmerer gelungen wäre.

Diese Entscheidungen fielen uns nicht leicht und die gestrige Plenarsitzung dürfte die härteste in dieser Wahlperiode gewesen sein. Aber wir haben sie gemeinsam überstanden. Nun haben wir Sommerpause, können verschnaufen und uns von den Strapazen erholen, um dann nach den Ferien endlich mit der inhaltlichen Arbeit richtig loszulegen.

Landesregierung will 500 Stellen in Kitas streichen – GRÜNE fordern Erhalt der Sprach-Kitas

Landesregierung will 500 Stellen in Kitas streichen – GRÜNE fordern Erhalt der Sprach-Kitas

Während die SPD noch vor wenigen Jahren gefordert hat, dass die Landesregierung sich zu den Sprach-Kitas bekennt und das Land diese langfristig finanziert, streicht nun ausgerechnet eine SPD-Sozialministerin das komplette Programm. Damit fallen Ende des Jahres 500 Sprachförderkräfte in den Kitas weg. CDU und SPD kürzen erneut genau dort, wo besondere Unterstützung notwendig ist. Denn die Sprach-Kitas unterstützen gezielt in Einrichtungen mit überdurchschnittlich vielen Kinder mit sprachlichem Förderbedarf.

Auch die Äußerungen von Ines Claus sind schlecht gealtert: 2022 sagte sie noch, die Sicherung der Sprach-Kitas sei ihr ein wichtiges Herzensanliegen. Wenige Jahre später trägt jedoch auch die CDU die Streichung der Sprach-Kitas mit.

Der Verweis der Landesregierung auf die Einrichtung eines Kompetenzzentrums für sprachliche Bildung ist ein schwacher Trost, denn ein solches Zentrum ersetzt kein zusätzliches Personal vor Ort. Auch die angekündigte Erhöhung der Betriebskostenpauschalen hilft den Sprach-Kitas nicht: Bislang ist völlig unklar, wie viel Geld die Kitas erhalten werden. Es ist wahrscheinlich, dass die Gelder nicht mehr für zusätzliches Personal reichen werden. Eine Förderung über die Betriebskosten unterstützt zudem alle Kitas ein bisschen, während die Sprach-Kitas ganz gezielt dort wirken, wo der Bedarf an Sprachförderung besonders groß ist. Wir fordern die Landesregierung deshalb auf, die Sprach-Kitas zu erhalten.

USA-Iran-Abkommen // Hitzespaziergang in Sachsenhausen, 2.7., 17 Uhr // Makkabi Sportzentrum

USA-Iran-Abkommen // Hitzespaziergang in Sachsenhausen, 2.7., 17 Uhr // Makkabi Sportzentrum

USA-Iran-Abkommen

Der Iran-Deal der USA führt zu keinem dauerhaften Frieden. Trump hatte keinen Plan, wie er den Krieg beendet, und will jetzt nur noch raus. Leidtragende sind die Menschen im Iran und der Golfregion. Das macht mir große Sorgen. Darüber habe ich mit dem ARD-Morgenmagazin (ab 2:02) gesprochen.

Das Abkommen ist eine verheerende Niederlage für die Menschen im Iran und für die Stabilität der gesamten Region. Das Regime erhält zusätzliche Mittel, um Repression im Inneren zu verschärfen und Aggression nach außen fortzusetzen. Amerika hat kapituliert und sich erpressen lassen. Die Frauen im Iran geben mir Hoffnung. Seit 47 Jahren werden ihre Rechte missachtet und dennoch gehen sie immer wieder auf die Straße, führen die Proteste sogar an. Solange die Frauen im Iran keine Gerechtigkeit erfahren, werden sie weiter für Freiheit kämpfen. Schaut euch dazu auch gerne das Spiegel “Spitzengespräch” an. 

Im Januar erklärte Bundeskanzler Merz, das iranische Regime habe nach der Ermordung von zigtausend Menschen auf offener Straße keine Legitimität mehr. Dieser Tage gratuliert er neben Trump auch dem Regime zum gemeinsamen Abkommen. Der Bundeskanzler sollte seine Worte zurücknehmen, die er dieser Tage getätigt hat. Mehr dazu erfahrt ihr im phoenix tagesgespräch

Hitzespaziergang in Sachsenhausen am 2.7. ab 17 Uhr 

Gemeinsam mit Martina Feldmayer, Desislava Zhecheva und Ortsbeiratsmitgliedern erkunden wir besonders von Hitze betroffene Orte in Sachsenhausen wie auch solche, die zeigen, wie Klimaanpassung bereits heute gelingt. Wir diskutieren, wie Frankfurt besser auf die Folgen des Klimawandels vorbereitet werden kann. Kommt gerne mit!

Start: 17:00 Uhr, Ecke Dreieichstraße/Darmstädter Landstraße an der großen Uhr vor dem dm-Markt. Nach etwa einer Stunde endet die Tour am Brückenspielplatz, Brückenstraße. Dort besteht bei kühlen Getränken die Gelegenheit für Gespräche. Weitere Details zum Termin


Eröffnung Makkabi Sportzentrum

Zur Einweihung des beeindruckenden neuen Sportzentrums von Makkabi Frankfurt durfte ich eine Rede halten. Einen Ausschnitt könnt ihr euch auf Instagram anschauen.

Die nächsten Stadtteilgruppentreffen

Stadtteilgruppen Uebersichtsbild

Wir haben 16 Stadtteilgruppen, die eigenständig organisiert sind und maßgeblich beim Wahlkampf durch Organisation von Ständen und Haustürwahlkampf unterstützen. Lernt Grüne in euren Stadtteilen kennen und seht, wie ihr euch engagieren könnt:

STG 1: 30.07., 19 Uhr, Treffpunkt wird bekannt gegeben

STG 2: 13.08., 19 Uhr, Restaurant Lilium, Leipziger Str. 4, separater Raum im Untergeschoß

STG 3: 14.07., 19 Uhr, Treffpunkt wird noch bekannt gegeben

STG 4: TBA

STG 5: 13.07., 19:30 Uhr, Gaststätte Rosisten 2, Ziegelhüttenweg 50

STG 6: 16.07., 19 Uhr, Schiffsmeldestelle Batterie Höchst

STG 7: TBA

STG 8: 15.07., 19 Uhr, im kleinen Saal des Clubhauses Heddernheim

STG 9: TBA

STG 10: 10.07., 19 Uhr, Saalbau Ronneburg

STG 11: TBA

STG 12: 06.07., 19 Uhr, Treffpunkt wird noch bekannt gegeben

STG 13: TBA

STG 14: TBA

STG 15: TBA

STG 16: 06.08., Treffpunkt und Uhrzeit werden noch bekannt gegeben

Sommerpause der Grünen Woche? Kein Grund zur Sorge...

Sommerpause der Grünen Woche? Kein Grund zur Sorge...

Die Sommerferien stehen vor der Tür und Ihr werdet sechs Wochen ohne die Grüne Woche auskommen müssen. Damit Euch nicht langweilig wird, haben wir vom Vorstand und den Mitarbeitenden des Kreisverbandes ein paar Empfehlungen zum Zeitvertreib eingesammelt und hoffen, dass für alle von Euch etwas dabei ist.

Desislava empfiehlt:

zum Lesen: „Die Schönste Version“ von Ruth-Maria Thomas. Das Buch macht ab Seite 4. einfach süchtig. Es geht um Aufwachsen in der ostdeutschen Provinz in den 90ern, was es heißt Frau zu sein in einer Zeit des Umbruchs, sexualisierte Gewalt, die erste große Liebe und das System, dass toxische Beziehungen möglich macht.  

zum Hören: Den Podcast "Geschichten aus der Geschichte". Zwei Historiker erzählen sich jede Woche gegenseitig eine unbekannte, aber wichtige Geschichte aus der Geschichte. (Den Podcast findet Ihr z.B. hier auf Spotify)

Besonders empfehlenswerte Folgen:
GAG544: HB05 – Eine Weltreise auf vier Rädern, mit drei Gängen, fünfzig PS und 128 Eiern
Über die erste Weltreise mit einem Auto, durchgeführt von einer Frau!

GAG553: Das erste private Raumfahrtunternehmen der Welt: Das erste private Raumfahrtunternehmern wurde von einem Deutschen in den 70ern in Kongo gegründet und hat in den Medien und in der Politik zu viel Aufmerksamkeit gesorgt. 

zum Gucken: die Serie "The Young Pope / The New Pope": Ein bisschen religiöses Drama mit satirischen und philosophischen Elementen und eine opulente wie kritische Darstellung der katholischen Kirche. Regie führte Paolo Sorrentino, der von vielen Kritikern als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Regisseure der Welt angesehen wird und für seinen visuell außergewöhnlichen, poetischen Stil bekannt ist.

zum Eintauchen: Den Blog "Balkan Insight" Weniger Blog, meine Informationsplatform über alles, was in Osteuropa passiert. Wird von unabhängigen Journalist*innen geführt. 

Moritz schlägt vor:

zum Lesen: „Nullerjahre – Jugend in blühenden Landschaften“ von Hendrik Bolz. Selten zieht einen ein Buch so in der Bann, wie Nullerjahre und macht spürbar, was im Osten unseres Landes los ist. Dieses Buch tut weh, zieht in den Bann und pulsiert wie Tracks der 2000er Jahre. 

zum Spielen: „Katz Fatz“ – dieser heiße Sommer ist nichts für lange Regeln. Katz-Fatz ist MauMau mit Katzen. Ihr entscheidet, ob ihr Kuschelkatzen oder Kratzbürsten seid. In dem Spiel ist Spass, Spannung und Katzenspielzeug. 

Nathalie mag sehr: 

Zum Hören: „Wie geht’s?“ von Robin Gosens. In seinem Podcast schafft er einen Raum für ehrliche Gespräche über mentale Gesundheit, persönliche Krisen und den Umgang mit Herausforderungen. Besonders die Folgen mit Laura Freigang und Hendrik Wüst kann ich weiterempfehlen. (Den Podcast findet Ihr z.B. hier auf Spotify)

"Was bisher geschah" – insbesondere die Folgen zur amerikanischen Unabhängigkeit und Gründungszeit der USA. Gerade zum 250-jährigen Jubiläum der amerikanischen Unabhängigkeit lohnt sich der Blick auf die Ursprünge des amerikanischen Selbstverständnisses. Spannend ist dabei auch die Frage, wie sich die Ideale von Freiheit, Demokratie und Gleichheit aus der Gründungszeit zu den politischen und gesellschaftlichen Debatten in den USA von heute verhalten. (Den Podcast findet Ihr z.B. hier auf Spotify)

Zum Lesen: Die Mitternachtsbibliothek von Matt Haig. Der Roman beschäftigt sich mit der Frage, wie unser Leben verlaufen wäre, wenn wir andere Entscheidungen getroffen hätten. Er regt zum Nachdenken über verpasste Chancen, Zufriedenheit und die großen und kleinen Entscheidungen des Lebens an. Gleichzeitig vermittelt er eine hoffnungsvolle Botschaft: Kein Leben ist perfekt, aber oft besser, als wir selbst glauben.

Danny liebt die Kriminalromane rund um Nico Doyle von Camilla Trinchieri.

Der pensionierte Kommissar Nico Doyle setzt sich nach dem Tod seiner Frau in der Toskana zur Ruhe. In dem Dorf aus dem seine Frau stammte. Dort wird er immer wieder in Kriminalfälle verwickelt, freundet sich mit dem Polizisten an und löst Morde in der wunderschönen Umgebung rund um Grewe in Chianti.

Es gibt mittlerweile den 5. Band und sie freut sich schon sehr darauf, ihn zu lesen Die ersten vier waren toll. Band 1: Toskanisches Vermächtnis I Band 2: Toskanische Vergeltung I Band 3: Toskanische Verdammnis I Band 4: Toskanisches Verhängnis I Band 5: Toskanisches Verhängnis (neu)

Letztes Jashr ist sie sogar aufgrund der Bücher auf einen Besuch nach Grewe gereist und fand es einfach wundervoll

Doro möchte Euch ans Herz legen: 

zum Lesen: „Und alle so still“ von Mareike Fallwickl. Stand sehr lang auf meiner Leseliste und hat mich dann komplett begeistert: Mareike Fallwickl hinterfragt gesellschaftliche Rollenbilder und unsichtbare Arbeit auf kluge und bewegende Weise. Die Geschichte hat mich richtig eingesaugt und noch lange nach dem Lesen denke ich immer wieder darüber nach. "Was wäre, wenn alle Frauen sich verweigern und in einen Care-Streik treten würden? Das Narrativ, dass Frauen einander die ärgsten Feindinnen seien, ist auserzählt. Zeit für neue Geschichten!" Eine klare Empfehlung für alle, die literarische Geschichten mit gesellschaftlicher Relevanz mögen. Ihr aktuelles Buch "Die Wut, die bleibt" möchte ich unbedingt auch lesen im Sommer. 

zum Hören: Es war schon vor dem Kommunalwahlkampf, dass ich diesen Podcast gehört hab, aber auch der ist mir nachhaltig im Kopf geblieben: Die Peter Thiel Story vom Deutschlandfunk (z.B. hier auf Spotify). Den Namen Peter Thiel habt Ihr sicher schonmal gehört - zuletzt ganz aktuell nach dem Leak der Teilnehmer*innenliste seiner "Dialogue Society", an der ja auch Jens Spahn fleißig teilnahm... In der Peter Thiel Story gehts um seine Haltung als Contrarian, als Andersdenkender gegen die Political Correctness, die er schon im Studium in Standford entwickelte. Peter Theil gründet ein mächtiges Netzwerk - die Basis für den kulturellen Rechtsruck. 

Johanna bewegt gerade: 

Zum Lesen: Gisèle Pelicots "Eine Hymne ans Leben", in welchem sie von ihrem Leben und der Entscheidung den Prozess gegen ihren Ex-Mann und 50 weitere Täter öffentlich abzuhalten, erzählt und so mit ihrem Motto "Die Schuld muss die Seite wechseln" vielen Frauen Mut gegeben und den Diskurs um sexualisiert Gewalt deutlich geprägt hat. Neben ihrer unfassbaren Stärke hat mich vor allem ihr Weg zu weiblicher Solidarität und der Halt und die Bedeutung, die sie leider erst spät in ihrem Leben, in weiblichen Freundschaften gefunden hat, beeindruckt. Passend dazu habe das Buch zusammen mit meinen Freundinnen gelesen und kann das nur weiterempfehlen!

Zum Hören: "Hörsaal" von Deutschlandfunk Nova. Hier halten Forscher*innen aller Fachbereiche "Vorlesungen" zu gesellschaftlich relevanten Themen. Von Altern, KI, Religion, aktuellen Konflikten und emotionalen Erleben ist alles dabei. Besonders spannend fand ich "Neuropolitik - Ein Weg aus Populismus und Polarisierung?".

Die Termine: